Doxepin

Doxepin

Unruhe, Angstzustände, damit einhergehende Schlafstörungen und weitere depressive Erkrankungen werden effektiv mit Antidepressiva behandelt, die körperliche und gesteigerte geistige Aktivitäten eindämmen und stark beruhigend wirken. Dexopin, ist ein solches trizyklisches Antidepressiva, das stimmungsaufhellend wirkt und sich zur Behandlung von Depressionen eignet.

Dexopin verhindert die Aufnahme von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin in die Nervenzellen des Gehirns. Diese Botenstoffe stehen jetzt vermehrt zur Verfügung und können den Mangel ausgleichen. Dexopin übt eine stark beruhigende Wirkung aus, was beispielsweise folgenden, typischen Symptomen einer Depression entgegenwirken kann:

  • Traurigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • ständigem getrieben fühlen
  • inneren Unruhezuständen
  • Schlaflosigkeit

Die Wirkungsweise von Doxepin

Wie Doxepin exakt auf den menschlichen Organismus wirkt, ist noch nicht vollständig erforscht. Bekannt ist aber, dass Doxepin den Stoffwechsel von Botenstoffen im Gehirn beeinflusst und stark stimmungsaufhellend wirkt. Gerade die dem Organismus vermehrt zur Verfügung stehenden Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin, lösen verstärkt Glücksgefühle aus und können auf diese Weise akute depressive Schüben lindern und deren Dauer verkürzen.

Wann kann Doxepin angewendet werden?

Doxepin kann verabreicht werden, wenn:

  • depressive Erkrankungen auftreten und längerfristig behandelt werden sollen
  • sich leichte Entzugserscheinungen bei einem Drogen-, Alkohol und Arzneimittelentzug einstellen

 

Ab welchem Zeitpunkt entfaltet sich die Wirkung von Doxepin?

Die Wirkung von Doxepin macht sich schon kurze Zeit nach der Einnahme bemerkbar. Der Patient wird schläfrig, unaufmerksam und gleichgültig, wodurch beispielsweise hervorragend akute Angstzustände und Panikattacken eingedämmt werden können. Die volle Wirkung auf die Psyche entfaltet Doxepin jedoch erst nach einigen Tagen der Einnahme. Bei manchen Patienten sogar erst nach mehrwöchiger Einnahme.

 

Stark beruhigende Wirkung

Doxepin macht schläfrig, weil es diejenigen Eiweißmoleküle in den Zellen hemmt, welche Signale von außen übermitteln. Dadurch wird die Informationsüberflutung, die Depressionen begünstigt, bei depressiven Patienten stark eingedämmt. Diese Phasen sind von einer starken Müdigkeit geprägt. Äußere Einflüsse werden nur mehr stark abgeschwächt und verstärkt mit Desinteresse wahrgenommen.

 

Wie wird Doxepin verabreicht?

Doxepin wird bei depressiven Erkrankungen und Angstzuständen vor dem Schlafengehen verabreicht, damit die Wirkstoffe den Tagesablauf des Patienten so wenig wie möglich beeinträchtigen. Die Einnahme kann aber auch vor oder nach einer Mahlzeit erfolgen. Doxepin wird unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit zur Unterstützung geschluckt. Die Dosis wird im Laufe einer Behandlung schrittweise erhöht.

 

Wie wird Doxepin vom Körper verarbeitet und ausgeschieden?

Über die orale Einnahme gelangen die Wirkstoffe von Doxepin über den Magen-Darm-Trakt in den Körper und in das Gehirn. Zwei Wirkstoffe, wie beispielsweise Desmethyldoxepin, das direkt in der Leber umgewandelte wird, sind fettlöslich und können dem Gehirn deshalb sehr schnell zur Verfügung gestellt werden. Der Abbau der Wirkstoffe findet durch die Leber statt. Die Ausscheidung erfolgt über den Stuhl und Urin.

 

Längerfristige Gabe von Doxepin ist erforderlich

Nach einer erfolgreich verlaufenen Behandlung mit Doxepin darf die Behandlung nicht abrupt abgesetzt werden. Eine weitere Behandlungsdauer von bis zu sechs Monaten ist erforderlich, damit Rückfälle vermieden werden können. Damit Doxepin möglichst ohne Entzugserscheinungen hervorzurufen abgesetzt werden kann, ist eine möglichst langsame Reduzierung der Dosierungen zu empfehlen.

Absetzerscheinungen, die auftreten können, sind beispielsweise:

  • Unruhe
  • Schweißausbrüche
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Schlafstörungen

Auf die Einnahme von Doxepin sollten Sie verzichten, wenn Sie:

  • überempfindlich gegen das Medikament oder auch gegen verwandte Dibenzoxepine sind.
  • unter akuten Delirien leiden oder mit solchen zu rechnen haben.
  • unter einer Darmlähmung leiden.
  • Nicht in der Lage sind, Wasser zu lassen.

Wichtig zu wissen: Bei der Anwendung unter 18 Jahren ist keine medizinische Wirksamkeit vorhanden.

 

Welche Nebenwirkungen kann Doxepin hervorrufen?

Folgende Nebenwirkungen nach der Einnahme von Doxepin wurden am häufigsten beobachtet:

  • Trockener Mund
  • trockene Nase
  • verstärktes Schwitzen
  • Zittern (Tremor)
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • niedriger Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzrasen
  • Zittern
  • Sehstörungen, gerade beim Nah-Fernsehen
  • Verstopfung
  • Gewichtszunahme
  • erhöhte Leberenzymaktivität

Rund 10 Prozent aller Doxepin Patienten berichten nach der Einnahme über eine oder mehre der oben genannten Symptome

Über diese Nebenwirkungen sollte unbedingt mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden:

    • Durstgefühl
    • Juckreiz
    • allergischen Hautreaktionen
    • Verlust der Libido
    • Störungen bei der Entleerung der Blase
    • große innere Unruhe
    • Verwirrtheit
    • Libidoverlust
    • Impotenz

Was ist bei der Einnahme von Doxepin hinsichtlich dem Umgang mit Maschinen und Straßenverkehr zu beachten?

Die Reaktionsfähigkeit, kann während einer Behandlung mit Doxepin stark eingeschränkt sein. Es ist nicht zu empfehlen, Maschinen zu bedienen und auch nicht ratsam, mit einem Verkehrsmittel am Straßenverkehr teilzunehmen.

 

Ist die Einnahme von Doxepin während der Schwangerschaft und Stillzeit gestattet?

Es liegen noch zu wenige Studienergebnisse und Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Doxepin während der Schwangerschaft, weshalb von einer Einnahme besser abgesehen werden sollte. Während der Stillzeit ist die Verwendung von Doxepin ebenso nicht zu empfehlen, weil die Wirkstoffe von Medikamenten in die Muttermilch übergehen, was zu ernsthaften Auswirkungen für das ungeborene Leben führen kann.

Die Einnahme mit weiteren Medikamenten sollte unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden

Mit bestimmten Wirkstoffen, gegen psychische Störungen, Epilepsie oder Depressionen sollte Doxepin nicht zusammen eingenommen werden, weil es zu sogenannten Wechselwirkungen kommen kann. Einzelne Wirkungen können sich beispielsweise verstärken. Es kann aber auch vorkommen, dass eines der Medikamente seine Wirksamkeit vollständig verliert.

Auch mit folgenden Arzneien sollte Doxepin nicht zusammen eingenommen werden:

        • Schmerzmittel, die Morphine enthalten
        • Beruhigungsmittel
        • Schlafmittel
        • H1-Antihistaminika
        • Antidepressiva (MAO-Hemmer)
        • Droperidol
        • Pimozid
        • Sertindol
        • Amiodaron
        • Chinidin
        • Lumefantrin

Wichtig: Während einer Behandlung mit Doxepin sollte auf Hautkontakt mit der Sonne verzichtet werden. Doxepin kann die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich steigern.

Doxepin ist verschreibungspflichtig und nur über Rezept in Apotheken erhältlich.

Quellen: