5-HTP gegen Depressionen und Angststörungen: Wirkung, Nebenwirkungen, Dosierung und Erfahrungen

In diesem Beitrag geht es um die Aminosäure 5-HTP gegen Depressionen. Ich möchte auf die Wirkung von Serotonin und 5-HTP in seiner Wirkunsgsweise auf den Organismus in Zusammenhang mit Depressionen und Schlafstörungen eingehen.

Depressionen zählen zu den größten Erkrankungen in Deutschland. Studien zufolge leidet jeder fünfte Bundesbürger im Laufe seines Lebens an einer Depression. Entsprechend befinden sich etwa 4 Millionen Menschen in einer ärztlichen Behandlung.

Die Kombination von Therapie und Medikamenten ist oft nicht von langfristigem Erfolg geprägt. Daher greifen immer mehr Menschen zu natürlichen Präparaten, da vor allem die starken Nebenwirkungen von Psychopharmaka nicht zu unterschätzen sind.

 

Grundlegendes zur Depression

Was sind typische Anzeichen von Depressionen?

Eine Person mit depressiver Störung fühlt sich in der Regel bedrückt oder niedergeschlagen. Abhängig vom Grad der Erkrankung sind die Symptome mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Entscheidend ist aber, dass eine Depression maßgeblichen Einfluss auf das Leben der betroffenen Person haben kann.

Wie entsteht eine Depression?

Es wird oft versucht herauszufinden was nun genau die Ursachen für die Depression sind. Grundsätzlich sind die Ursachen einer Depression sehr komplex. Daher ist man in medizinischer Hinsicht bis heute nicht zu einer ganzheitlichen Lösung gekommen.

Depressionen entstehen oft aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Als Begleiterscheinung von Krankheiten, falsche Ernährung, Mangelerscheinungen, anhaltender Stress im Beruf, Arbeitslosigkeit, ein traumatisches Ereignis oder veränderte Stoffwechselprozesse im Gehirn können eine Depression verursachen. Dazu gehört auch ein Mangel an Serotonin.

 

Wie kann eine Depression behandelt werden?

Klassische Behandlungsformen

Behandlungen erfolgen in der Regel über eine Psychotherapie. Es werden hier spezifische Gespräche geführt, um mehr über das Verhalten und die Ursachen der betroffenen Person herauszufinden.

Eine weitere klassische Behandlungsform stellt die medikamentöse Behandlung mit Psychopharmaka oder Antidepressiva dar.

Normalerweise werden diese beiden Formen der Behandlung am Patienten kombiniert.

 

Die Behandlung mit den Glückshormonen Serotonin und Dopamin

In vielen Fällen hat sich die Behandlung mit den sogenannten Glückshormonen Serotonin und Dopamin als hilfreich erwiesen.

Als Neurotransmitter übernehmen Botenstoffe wie Serotonin oder Dopamin wichtige Funktionen im Gehirn. Ohne sie wäre kein Glücksgefühl, keine Hochstimmung spürbar. Aus diesem Grund sind sie umgangssprachlich auch als „Glückshormone“ bekannt.

Der Stoff Serotonin nimmt im menschlichen Körper eine sehr wichtige Rolle ein. Er sorgt für eine bessere mentale Stimmung und erhöht das Wohlbefinden. Personen mit einer Depression haben in der Regel bis zu 50% weniger Serotonin im Blutserum. Mit einer Verabreichung von diesem Neurotransmitter kann ein Stimmungstief kompensiert werden.

Der Begriff „Glückshormon“ beschreibt sehr gut die Bedeutung und Funktion im Gehirn. Einer der zentralen Punkte ist die Informationsverarbeitung , die stetig im Gehirn stattfindet. Hier gibt es ein riesiges Netzwerk der Nervenzellen selbst, aber auch der Synapsen, die eine chemische Kommunikation innerhalb des komplizierten Nervensystems eingehen. Für diese Übertragung von Informationen sind chemische Synapsen beteiligt. Als Botenstoffe erhalten sie deshalb auch den Begriff Neurotransmitter, die zahlreich im Gehirn vorhanden sind. Die wichtigsten sind die bereits angesprochenen Glückshormone Dopamin und Serotonin. Ihre messbaren Werte verändern sich laufend. Bei geringerem Gehalt an Serotonin oder Dopamin erhöht sich vereinfacht dargestellt das fehlende Glücksgefühl, das dauerhaft in depressive Verstimmungen übergehen kann.

Serotonin transportiert demzufolge wichtige Signale zwischen den Zellen. Ein Mangel wiederum führt dazu, dass diese wichtigen Signale nicht übertragen und im Gehirn geregelt werden. Es entstehen Auswirkungen wie Fibromyalgie und Schlaflosigkeit bis hin zur Depression – basierend auf der Tatsache, dass wichtige Prozesse im Gehirn unvollständig ausgeführt werden.

Nun ist die Frage wie der Serotoninmangel bei einer depressiv gestörten Person ausgeglichen werden kann. Fakt ist, dass die betroffene Person unbedingt mehr Serotonin braucht, um die Depression, Stimmungsschwankungen oder Angstzustände systematisch zu reduzieren.

 

Die Bekämpfung von Depressionen mit 5-HTP

Was ist 5-HTP?

5-HTP ist eine Aminosäure und als Vorstufe von Serotonin zu betrachten. Der Inhaltsstoff steht für „5-Hydroxytryptophan“. Dies impliziert, dass 5-HTP im menschlichen Körper zum stimmungsfördernden Serotonin umgewandelt wird.

Serotonin ist das Hormon, welches die Stimmung reguliert, Aggressionen reduziert und Ängste erst gar nicht aufkommen lässt. Daher wird bei einer Depression auch ein Mangel an Serotonin vermutet. Eine mögliche Maßnahme zur Erhöhung des Serotoninspiegels ist die Einnahme von 5-HTP.

Von vielen Experten wird dieser Stoff als eine natürliche Alternative zu Beruhigungsmitteln angesehen, um leichte bis mittelschwere Depressionen zu bekämpfen. 5-HTP ist aufgrund der geringen Nebenwirkungen eine sehr attraktive und rein pflanzliche Alternative zu klassischen Medikamenten.

Die meisten Menschen vertragen diesen Inhaltsstoff auch sehr gut über einen längeren Zeitraum hinweg.

Eine Ration für ein halbes Jahr 5-HTP kann bereits ab ca. 20 Euro z.B. bei amazon gekauft werden.

 

Der Einsatz von 5-HTP in der Vergangenheit

5-HTP wurde in den 1970er und 1980er Jahren sehr häufig bei Depressionen eingesetzt. Dann kamen aber die Antidepressiva auf den Markt.

Diese haben den Stoff 5-HTP soweit verdrängt, dass es inzwischen nicht mehr als Arzneimittel gilt, sondern lediglich als Nahrungsergänzungsmittel.

Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, denke aber, dass 5-HTP als nicht patentierbarer Rohstoff kaum lukrativ ist und das der Grund für die Ablösung der milliardenschweren Industrie der Psychopharmaka ist.

 

Wie ist die Wirkung von 5-HTP?

5-HTP wird meistens aus den Samen der afrikanischen Schwarzbohne (Griffonia) gewonnen.

Die hohen 5-HTP-Gehalte wurden in den Samen der afrikanischen Pflanze (Griffonia Simplicifolia) entdeckt. Diese Pflanze wurde seit diesem Zeitpunkt überwiegend als Rohstoff genutzt, um isolierte 5-HTP-Präparate herzustellen. Möchte man sich also gezielt mit 5-HTP-Mengen versorgen, so stellen diese Präparate eine sehr gute Lösung dar. 5-HTP kann zudem nicht nur gegen Depressionen, sondern auch gegen Schlafstörungen und Migräne helfen. Of auch typische Erscheinungsformen, die bei einer Depression auftreten.

Einigen Studien zufolge ist 5-HTP genauso wirksam gegen Depressionen wie Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und Antidepressiva. Der Inhaltsstoff ist gegenüber den Antidepressiva deutlich im Vorteil, was auf die sofortige Wirkung direkt nach der Einnahme zurückzuverfolgen ist.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass beide Stoffe in der Wirkung ähnlich sind, aber 5-HTP den klaren Vorteil habe, dass keine schweren Nebenwirkungen auftreten. Es gibt zudem keine problematischen Entzugserscheinungen, wie es bei den meisten Antidepressiva der Fall ist. Die Einnahme von 5-HTP kann daher jederzeit problemlos beendet werden.

Im Journal of Psychopharmacology wurde aufgezeigt, dass täglich 200 mg 5-HTP hilft, Panikattacken bei Frauen zu mindern. Dieser Effekt konnte aber bei Männern nicht gesehen werden.

 

Studien in Zusammenhang mit 5-HTP

Die Wissenschaft hat sich in den letzten 30 Jahren ausgiebig mit der Wirkung von 5-HTP beschäftigt. In der Gesamtheit bestätigen diese Studien die positiven Effekte von 5-HTP auf den menschlichen Organismus. Bei einer dieser Studien in den frühen 70er Jahren zeigten ca. 56 Prozent eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome. Eine weitere Studie behandelte die Wirksamkeit von 5-HTP als natürliches Antidepressivum. Die Probanden nahmen dazu täglich eine Menge zwischen 150 und 300 mg 5-HTP ein. Schon nach einer Woche zeigten bereits 68 Prozent der Patienten positive Reaktionen.

 

Die richtige Dosierung von 5-HTP

Die Gesamtmenge sollte nicht über 300 mg am Tag betragen. Bei Menschen mit starken Angststörungen können in Einzelfällen auch höheren Dosen sinnvoll sein.

Da 5-HTP nach ca. vier Stunden nach der Einnahme vom Körper zur Hälfte bereits wieder aufgebraucht ist, sind mehrere kleinere Dosen über den Tag verteilt sinnvoller als eine große Einzeldosis.

[su_box title=“Beispiel einer Dosierung“]Starte mit einer Dosis von 50mg am Nachtmittag und erhöhe auf 100 mg, wenn Du nach einer Stunde noch keine Besserung spürst. Eine weitere Dosis von 100-150 mg kann dann noch mal zum Abendessen eingenommen werden.[/su_box]

Wenn Du Dich nach einer Woche mit einer Dosis von 300 Milligramm 5-HTP am Tag nicht besser fühlst, solltest Du es stattdessen mit Tryptophan versuchen.

 

Studien besagen: 5-HTP fördert die Schlafqualität

In einer Studie an der Stanford Universität wurde die Auswirkung von 5-HTP auf die Schlafqualität in Bezug der REM-Schlafphasen beobachtet. Hierbei wurde noch einmal deutlich, dass ein stabiler Serotonin-Spiegel ein ausschlaggebender Faktor sowohl für die Einschlafphase als auch für das Durchschlafen ist. Die Resultate zeigten ebenso, dass 5-HTP in unterschiedlicher Dosierung die REM-Schlafphasen verändern kann. Das bedeutet, Menschen mit Schlafproblemen können durch die Einnahme von 5-HTP für eine Verbesserung der Schlafqualität sorgen. Ein maßgebliches Ziel insbesondere für Menschen, die bereits länger Schlafprobleme haben und unter verminderter Leistungsfähigkeit leiden. Denn wie jeder Mensch weiß, ist im unausgeschlafenen Zustand Konzentration und Leistung besonders schwierig. In Verbindung mit Depressionen oder depressiven Verstimmungen kann bereits die Verbesserung der Schlafqualität deutlich spürbare Verbesserungen nach sich ziehen.

 

So dicht stehen Schlaflosigkeit und 5-HTP zusammen

Befragt man drei Personen, so leidet mindestens eine davon unter Schlaflosigkeit oder starken Schlafproblemen. Dazu zählt auch die Unfähigkeit einzuschlafen. Ein typisches Stresssymptom: Der Kopf kann nicht abschalten. Meist sind es Gedanken über die Arbeit und private Sorgen, die den Schlaf verhindern. Kommt es hierbei gleichzeitig zu depressiven Verstimmungen kann es an einem zu niedrigen Serotonin-Spiegel liegen, der als Botenstoff an diesen Prozessen beteiligt ist. Als natürliches Ergänzungsmittel bei Einschlafproblemen kann 5-HTP deshalb durchaus eine Alternative sein.

Grundsätzlich wird der nächtliche Schlaf in unterschiedliche Phasen eingeteilt. Während einer Nacht von ca. sieben Schlafstunden gibt es sieben Phasen, die sich über den gesamten Zeitraum verteilen. Jede einzelne dieser Schlafphasen besteht aus zwei detaillierten Abschnitten. Im ersten Abschnitt reduziert sich das Niveau des Bewusstseins, ein Hypnose ähnlicher Zustand entsteht durch die verlangsamte Gehirnaktivität. Der zweite Abschnitt ist der allgemein bekannte REM-Schlaf, indem wir auch träumen. Der während der Nacht wechselnde Rhythmus erzeugt bis zum Morgen die gewünschte Erholung. Bei Menschen mit Schlafproblemen hingegen sind diese Schlafphasen gestört, und dies ist der Grund warum der nächste Morgen meist unausgeschlafenen beginnt. 5-HTP glättet sozusagen diese Schlafphasen. Dabei wird die Tiefschlafphase deutlich verlängert. Denn genau diese Traumphase ist für die seelische wie körperliche Regeneration entscheidend. Die Anzahl der Schlafstunden wird hingegen nicht erhöht. Solltest Du bisher über einen längeren Zeitraum klassische Schlafmittel eingenommen haben, ist es wichtig, diese nicht abrupt abzusetzen und in fließenden Übergängen mit 5-HTP zu ersetzen.

 

Wie sind die Erfahrungen mit 5-HTP?

Viele Menschen, die 5-HTP eingenommen haben, haben nach einer Woche bereits deutliche Resultate verzeichnen können.

Angstzustände konnten bei betroffenen Personen so stark reduziert werden, dass wieder Mut geschöpft werden konnte. Für andere Menschen hat die Einnahme von 5-HTP ihr Leben radikal geändert. Betroffene Menschen konnten besser einschlafen, mit Stress besser umgehen und sich insgesamt viel besser fühlen.

Weiterhin haben betroffene Personen angegeben, dass sie mit dem ständigen Nachdenken aufgehört haben und sich nicht mehr herumquälen mussten. Stimmungsschwankungen sind komplett verschwunden und das Wohlbefinden konnte durch den steigenden Optimismus ungemein erhöht werden.

 

5-HTP im Vergleich zu Antidepressiva

Da Antidepressiva meist mit schwerwiegenden Nebenwirkungen und dem Risiko zur Medikamentenabhängigkeit einhergehen, liegt es nahe, hier ein natürliches Präparat zu finden.

Da die Aminosäure 5-HTP schon seit längerem für ihre positive Wirkung bekannt ist, wurde eine weitere Studie in die Wege geleitet. Sie behandelte die Therapiemöglichkeit bestimmter Aminosäuren bei der Behandlung einer Depression. Also 5-HTP im direkten Vergleich zu Antidepressiva. Durchgeführt wurde diese Studie an der Psychiatrischen Universitäts-Klinik Basel von Prof. Pöldinger. Seine Überlegung war folgende:

Wenn während einer Depression reduzierte Botenstoffe aufgebaut werden, könnte ein höheres Angebot an Serotonin zu einer vermehrten Bildung des Neurotransmitters führen. Diese Überlegung liegt nahe, da Aminosäuren körpereigene Stoffe sind und vom Organismus gebildet werden können. Ein demzufolge höherer Serotonin-Spiegel, ausgelöst durch 5-HTP, könnte demnach die Symptomatik von Depressionen verbessern und zur Heilung beitragen.

In seiner Studie wurden zwei Gruppen von Patienten mit Depressionen behandelt. Eine Gruppe mit der Aminosäure 5-HTP und eine Gruppe, die das Medikament Fluvoxamin erhielt. Dieses Medikament verstärkte seinerzeit die Wirkung von Serotonin, ohne jedoch den Spiegel zu erhöhen. 5-HTP erhöht den Serotonin-Spiegel. Die Studie verlief über sechs Wochen. Während dieser Zeit wurde die Schwere der Depression an jedem einzelnen Patienten gemessen.

Die Ergebnisse sprachen eine deutliche Sprache. In beiden Gruppen konnte der Schweregrad der depressiven Störung reduziert werden. Die Beschwerdebilder gingen zurück. Ein wichtiges Detail unterschied jedoch die Ergebnisse: Die Gruppe der Patienten, die mit 5-HTP behandelt wurde, hatte deutlich geringere Nebenwirkungen als die Gruppe, die das Anti-Depressivum erhielt.

Oft sind es nur depressive Verstimmungen, die uns das Leben schwer machen. Damit es nicht zu einer langwierigen Depression kommt, kann Dir eine zeitlich begrenzte Einnahme von 5-HTP helfen, über diese depressiven Verstimmungen hinweg zu kommen.

Gerade in lichtarmen Wintermonaten verspüren viele Menschen eine gedämpfte, innere Stimmung. Wenn dann der Alltag schwierig zu bewältigen ist, entstehen schon in kurzer Zeit Schlafprobleme und Depressionen. Auch die Aktivität des Einzelnen wird deutlich gemindert.

Aus eigener Kraft schaffen es viele Menschen nicht, wieder auf die Beine zu kommen. Bei mehreren abnormalen Stimmungen, die Deinen Alltag einschränken, kann die Einnahme von 5-HTP sinnvoll sein.

 

Bedenken bei der Einnahme von 5-HTP

Der Inhaltsstoff 5-HTP hat sehr viele Vorteile. Doch ist kein Inhaltsstoff perfekt. Ich will kurz auf die Mängel von 5-HTP eingehen, auch wenn diese im Vergleich mit den zahlreichen Vorteilen sehr gering sind. Im Vergleich mit 5-HTP kann die Aminosäure sehr leicht über die Ernährung gesteuert werden. Dazu isst man viele Lebensmittel wie Nüsse, Getreide, und Erdnüsse. Beim 5-HTP ist dies allerdings nicht der Fall. Der Stoff ist nämlich in den Lebensmitteln so gut wie gar nicht enthalten.

Weiterhin sollte man auch beachten, dass Antidepressiva mit 5-HTP interagieren. Die Einnahme von 5-HTP mit Antidepressiva lässt den Serotoninspiegel zu stark ansteigen. Dies verursacht schwerwiegende Nebenwirkungen. Es können Herzprobleme, Schüttelfrost und Ängste hervorgerufen werden. Daher sollte man bei der Einnahme von 5-HTP den Stoff nicht einnehmen, wenn während Antidepressiva eingenommen werden.

Eine Überdosierung könnte auch das Serotoninsyndrom auslösen. In diesem Fall wird dem Körper zu viel Serotonin zugeführt. Dadurch verspürt man eine Ruhelosigkeit, Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Schwitzen oder Zittern. Das Aufsuchen eines Arztes ist dann dringend zu empfehlen.

[su_note note_color=“#f49893″]Ein zu hoher Serotoninspiegel kann zu ernsthaften Schäden am Herz führen. Daher darf 5-HTP niemals überdosiert werden. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, nutze lieber L-Tryptophan anstatt 5-HTP. [/su_note]

 

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Es ist bekannt, dass 5-HTP mit zahlreichen Arzneimitteln unerwünschte Wechselwirkungen verursachen kann. Dies gilt insbesondere für Antidepressiva und die sogenannten „Triptane“, welche als Therapie bei Migräneerkrankungen eingenommen werden.

Wenn Du bereits Medikamente zu Dir nimmst, solltest Du die Einnahme von 5-HTP vorher mit einem Arzt abklären. Das gleiche gilt chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck.

Darüber hinaus sollten schwangere und noch stillende Mütter das natürliche Antidepressivum nicht zu sich nehmen. Dasselbe gilt auch für Kinder.

Ich würde Dir raten, Dich zusätzlich selbst gründlich zu informieren, da Du davon ausgehen kannst, dass die meisten Ärzte wenig bis keine Ahnung zum Thema Aminosäuren haben und im Zweifelsfall aus Unwissenheit sogar von der Einnahme abraten.

 

Der Zusammenhang von 5-HTP mit der Aminosäure L-Tryptophan

Auch die Aminosäure L-Tryptophan hat einen guten Ruf bekommen die Stimmung aufzuhellen. Der Inhaltsstoff wurde nicht nur für die Bekämpfung von Depressionen verwendet, sondern auch für die Förderung des Schlafes. Ein guter Serotoninspiegel hat nachts einen gesunden Melatoninspiegel zur Folge. Dies wiederum führte zu einem erholsamen und ungestörten Schlaf. Sicherlich kann jetzt die Vermutung entstehen, dass diese Aminosäure ebenfalls perfekt ist, um Depressionen zu bekämpfen. Allerdings hat 5-HTP gegenüber der Einnahme von L-Tryptophan einige Vorteile.

Was sind die Vorteile von 5-HTP gegenüber L-Tryptophan?

Unter 5-HTP versteht man die direkte Vorstufe des Serotonins. Bei der Aminosäure L-Tryptophan handelt es sich um die Vorstufe von 5-HTP. Hier ist schon der erste wichtige Vorteil von 5-HTP zu erkennen. Es wird ein wichtiger Schritt übersprungen, womit die Serotoninherstellung wesentlich vereinfach und beschleunigt wird. Es ist nämlich gerade der erste Schritt, der sehr kompliziert ist.

Die Umwandlung zu 5-HTP ist kompliziert

Die Umwandlung von L-Tryptophan zu 5-HTP ist nicht ganz so einfach. Es gibt viele Faktoren, welche die Umwandlung beeinträchtigen können. Wenn beispielsweise ein hoher Vitalstoffmangel, ein hoher Stresshormonspiegel oder starke Blutzuckerschwankung vorliegt, dann muss man mit zahlreichen Risikofaktoren rechnen, die eine einfache Serotoninbildung beeinträchtigen können.

Beförderung von L-Tryptophan ins Gehirn oft problematisch

Damit L-Tryptophan im Gehirn zu Serotonin umgewandelt werden kann, muss der Stoff zunächst einmal ins Gehirn transportiert werden. Hier fangen auch schon die ersten Probleme an. Die Aminosäure ist nämlich nicht die einzige Aminosäure, die ins Gehirn will. Es sind viele anderen Aminosäuren schneller, was die Beförderung in das Gehirn angeht. So ist es auch kein Wunder, dass die Aminosäure oftmals auf den letzten Plätzen endet und keinen Platz mehr bekommt.

Es gelangt mehr 5-HTP in den Körper als L-Tryptophan

Die Aminosäure L-Tryptophan ist leider nicht nur für die Bildung von Serotonin zuständig. In der Tat werden nur 3 Prozent der mit der Nahrung aufgenommenen Aminosäure in Serotonin umgewandelt. Im Vergleich ist der Anteil von 5-HTP weitaus höher. Problematisch ist auch, dass Serotonin nicht nur im Gehirn erforderlich ist, sondern auch gebraucht wird für die Gefäße und den Appetit. Somit ist ersichtlich, dass der größte Teil dieser geringen Menge an L-Tryptophan zur Bildung von Körperserotonin eingesetzt wird. Was die Bildung von dem Serotonin für das Gehirn angeht, so bleibt am Ende nicht so viel übrig.

Dagegen wird 5-HTP fast vollständig zu Serotonin umgewandelt

Man kann behaupten, dass fast 100 Prozent von 5-HTP in Serotonin umgewandelt wird. Dadurch erscheint die Einnahme von 5-HTP auch als sehr attraktiv. Es kann der Serotoninspiegel erhöht werden und Depressionen, Stimmungsschwankungen und Ängste vollständig verschwinden.

Die Vorteile von 5-HTP bei Depressionen und Angststörungen im Überblick

  • Renommierte Universitäten und Studien über drei Jahrzehnte bestätigen die Erhöhung des Serotonin-Spiegels
  • Im Vergleich zu Anti-Depressiva entstehen keine Nebenwirkungen
  • Depressionen können leichter behandelt werden
  • Mit 5-HTP kann die Schlafqualität verbessert werden
  • 5-HTP gilt als Nahrungsergänzungsmittel und erfordert kein Rezept. Somit kann es eigenverantwortlich ausprobiert werden.

Quellen

Johanniskraut

Johanniskraut gegen Depressionen: Hypericum Perforatum: Heilpflanze seit der Antike

Die Verwendung von Johanniskraut (Hypericum Perforatum) zu medizinischen Zwecken war bereits im Altertum Gang und Gäbe. Allerdings waren die Haupteinsatzbereiche für das Kraut zunächst entzündliche Erkrankungen wie Gicht und Rheuma, sowie die Behandlung offener Wunden. Bereits im Mittelalter wurde man aber auch auf eine mögliche stimmungsaufhellende Wirkung der Pflanze aufmerksam und setzte sie unter anderem gegen Angstzustände und Stimmungsschwankungen ein.

Tabletten aus Johanniskraut-Trockenextrakt sind heute für die Anwendung bei leichten bis mittelschweren Depressionen zugelassen, da zahlreiche Studien eine Besserung der Symptomatik im Rahmen der Einnahme belegen konnten. Als rein pflanzliches Mittel sind die Präparate vergleichsweise nebenwirkungsarm. Der tatsächliche Wirkmechanismus des Medikamentes ist bis heute nicht vollständig geklärt, man geht aber davon aus, dass die positiven Effekte auf die in der Pflanze enthaltenen Stoffe Hyperforin und Hyperosid zurückzuführen sind.

Die antidepressive Wirkung des Krautes

Die Stoffe Hyperforin und Hyperosid sollen – vergleichbar mit den Wirkstoffen chemisch hergestellter Antidepressiva – die Verfügbarkeit bestimmter Botenstoffe im Gehirn erhöhen, indem sie deren „Wiederaufnahme“ (und damit ihren Abbau) hemmen. Das Ungleichgewicht dieser Neurotransmitter, das eine der Hauptursachen von Depressionen darstellt, kann damit aufgehoben werden. Insbesondere die mangelnde Verfügbarkeit des auch als „Glücksbotenstoff“
bezeichneten Transmitters Serotonin wird mit Störungen des Gemüts in Verbindung gebracht.

Präparate mit Johanniskraut-Trockenextrakt sind rezeptfrei in den Apotheken erhältlich, eine Rücksprache mit dem Arzt wird aber dringend angeraten. Bei Depressionen handelt es sich um potentiell lebensbedrohliche Erkrankungen und letztlich kann nur in einem Gespräch mit einem Fachmann geklärt werden, welchen Schweregrad die vorliegende Störung des Empfindens hat. Etwas in die Kritik geraten sind auch die nicht apothekenpflichtigen Johanniskrautpräparate, die man beispielsweise in Drogeriemärkten erhält. Die Dosierung ist hier in den meisten Fällen zu niedrig, um eine antidepressive Wirkung zu erreichen und die Qualität entspricht auf Grund des vereinfachten Prüfverfahrens für „traditionelle Heilmittel“ meist nicht den hohen Standards der apothekenpflichtigen Präparate.

Gut Ding will Weile haben – Johanniskraut braucht Zeit zum Wirken

Was die Zeit bis zum Eintritt einer erkennbaren stimmungsaufhellenden Wirkung betrifft, ist antidepressiv eingesetztes Johanniskraut mit chemischen Präparaten vergleichbar. Das heißt: es kann etwas dauern (ca. 4-6 Wochen), bis eine umfassende Besserung eintritt. Nach dieser Anlaufwirkzeit fühlen sich die Behandelten üblicherweise entspannter, aktiver und fröhlicher und das Schlafverhalten bessert sich. Im Vergleich zu manchen chemisch hergestellten Antidepressiva erhöht Johanniskraut trotz der genannten schlaffördernden Wirkung meistens nicht die Tagesmüdigkeit, was die Patienten als sehr positiv wahrnehmen. Ärzte empfehlen, das Medikament über einen Zeitraum von mindestens 9 Monaten einzunehmen, damit die Wirkung auch nach dem Absetzen dauerhaft anhält. Rückfälle können durch eine kontinuierliche und langanhaltende Einnahme ebenfalls vermieden werden.

Rezeptfrei aber nicht immer harmlos: Neben- und Wechselwirkungen

Präparate mit Johanniskraut werden als sehr nebenwirkungsarm beschrieben und gelten im Vergleich zu chemisch hergestellten Präparaten mit ähnlicher Wirkung als wesentlich verträglicher. Insbesondere bei Patienten, die keine weiteren Medikamente einnehmen, sind meist keine unerwünschten Effekte zu erwarten. Das Fehlen einer Absetzsymptomatik ist ebenfalls ein großes Plus, da es dadurch nicht notwendig ist, das Mittel vorsichtig ein- oder auszuschleichen. Da die Studienlage für einen Einsatz bei Schwangeren oder Stillenden nicht ausreichend geklärt ist, empfehlen Fachleute, dass Frauen in diesen Phasen auf eine Einnahme des Wirkstoffes verzichten. Nebenwirkungen sind bei Johanniskraut selten, kommen aber trotzdem vor. Die wichtigsten unerwünschten Effekte sollen im Folgenden aufgezählt werden:

  • Erhöhung der Lichtempfindlichkeit der Haut; es kann zu sonnenbrandähnlichen Effekten kommen
  • Hautjucken
  • Verdauungsstörungen
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • innere Unruhe

Da Johanniskraut den Abbau bestimmter Stoffe in der Leber beschleunigt kann es die Wirksamkeit einiger (teilweise lebensnotwendiger) Medikamente deutlich herabsetzten. Auch aus diesem Grund sollte die Einnahme keinesfalls ohne Rücksprache mit den betreuenden Ärzten oder mit pharmazeutischen Fachkräften in den Apotheken erfolgen. Eine Wirkungsabschwächung in Verbindung mit der Einnahme von Johanniskraut-Präparaten ist für folgende Medikamentengruppen beschrieben worden:

  • Mittel, die gegen HIV/AIDS eingesetzt werden
  • Zytostatika bei Krebserkrankungen (Chemotherapie)
  • Medikamente die der Blutverdünnung dienen (zum Beispiel: Phenprocoumon)
  • die Antibabypille
  • herz- und kreislaufstabilisierende Mittel

Wichtig!

Abschließend soll noch einmal erwähnt werden, dass Studien zwar eine gute Wirksamkeit der Heilpflanze „Hypericum Perforatum“ bei leichten bis mittelschweren Depressionen verzeichnen konnten, dass dieser Beleg aber für schwerere oder chronisch verlaufende Formen der Erkrankung fehlt, beziehungsweise nicht erbracht werden konnte. Eine alleinige Behandlung mit Johanniskraut im Rahmen einer so schwerwiegenden Beeinträchtigung ist daher keinesfalls zu empfehlen und birgt erhebliche Risiken.

 

Weiterführende Links

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=37681
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC552808/
https://www.johanniskraut.net/nebenwirkungen-wechselwirkungen.html

Bachmann, Christof (2017): Wirksamkeit eines hochdosierten Johanniskraut-Extraktes bei mittelschweren Depressionen:
Studien bestätigen gleiche Wirksamkeit wie und bessere Sicherheit als Citalopram. In: Schweiz Z Ganzheitsmed 2017;29:320-322.
https://www.karger.com/Article/Pdf/481964

Bachmann, Christof (2016): Phytotherapie und Phytopharmaka: Experteninterview mit Prof. Dr. Siegfried Kasper. In: Schweiz Z Ganzheitsmed 2016; 28:254-257.
https://www.karger.com/Article/Pdf/448678

Lipp, HP (2017). Phytopharmaka der komplementären und alternativen Medizin
Ausgangspunkt für Wechselwirkungen in der Tumortherapie. In: Forum (2017) 32: 411.

Moclobemid

Moclobemid

Bei dem Wirkstoff Moclobemid handelt es sich um einen selektiven MAO-A-Hemmer. Der Zusatz selektiv sagt aus, dass dieser Wirkstoff nur auf einen Teil des Monoaminoxidase-Enzyms wirkt, das sogenannte MAO-A. Aminosäuren wie L-Tyramin bleiben ungestört und werden nicht gespaltet. Dies sorgt für eine bessere Verträglichkeit, da die Hemmung des Abbaus von L-Tyramin zu Bluthochdruckkrisen führen kann! Diese treten insbesondere dann auf, wenn Lebensmittel mit hohem Tyramingehalt verzehrt werden. Hierzu gehören Rotwein, Käse und weiße Bohnen. MAO-A-Hemmer haben diesbezüglich keine Auswirkung und bei der Einnahme muss auf den Verzehr dieser Lebensmittel nicht verzichtet werden.

Wie wirkt Moclobemid?

Die Einnahme von Moclomebid hemmt den Abbau sogenannter Monoamine im Gehirn. Hierfür wird die Monoaminoxidase gehemmt. Das hat zur Folge, dass die Botenstoffe Noradrenalin, Serotonin, Adrenalin und Dopamin in höherer Konzentration vorliegen und Depressionen gelindert werden. Medikamente mit dem Wirkstoff Moclobemid wirken daher vierfach, sie steigern den Antrieb, erhellen die Stimmung, dämpfen die Angst und aktivieren die Psyche.

Wann ist die Einnahme von Moclobemid angezeigt?

MAO-A-Hemmer sind nicht das Mittel erster Wahl bei Depressionen, sie werden nur bei äußerst schweren Fällen eingesetzt. Oft erfolgt zunächst eine Therapie mit den modernen SSRI oder den etwas älteren, trizyklischen Antidepressiva. Ist die Wirkung unzureichend, kann ein MAO-A-Hemmer zum Einsatz kommen. Auch Angststörungen und Psychosen können ein Indikator für die Verwendung von Moclobemid sein.

Verträgt sich Moclobemid mit anderen Medikamenten und Lebensmitteln?

Da unter Moclobemid keine Verstoffwechselung von L-Tyramin stattfindet, gibt es keine nennenswerten Wechselwirkungen mit tyraminhaltigen Lebensmitteln. Dennoch sollte auf Käse, Rotwein und weiße Bohnen in großen Mengen verzichtet werden. Insbesondere die gemeinsame Einnahme ist zu vermeiden.

Auf keinen Fall darf Moclobemid gleichzeitig mit anderen Medikamenten eingenommen werden, die für eine Steigerung des Serotoningehalts sorgen. Hierzu gehören SSRT (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) und alle Antidepressiva aus unterschiedlichen Gruppen. Auch Triptane – Schmerzmittel welche bei Migräne verabreicht werden – dürfen nicht zeitgleich mit MAO-A-Hemmern genutzt werden. Ebenfalls verboten ist das Hustenmedikament Dextromethorphan, sowie die Schmerzmittel Tramadol und Pethidin. Die gemeinsame Einnahme dieser Substanzen kann zu starken Nebenwirkungen im zentralen Nervensystem führen. Die Anwendung von Antidepressiva kann zum Serotonin-Syndrom führen, welches mit starken Krämpfen, Schwitzen, Angstattacken, Muskelkontraktionen bis hin zum Tod einhergeht.

Zwischen der Einnahme von Antidepressiva und MAO-A-Hemmern muss eine Frist von mindestens 14 Tagen eingehalten werden, da erst nach diesem Zeitpunkt eine vollständige Verstoffwechselung garantiert ist.

Kann Moclobemid zu Nebenwirkungen führen?

Nahezu jedes Arzneimittel birgt die Gefahr von Nebenwirkungen, so auch Moclobemid. Diese treten am häufigsten in den ersten Einnahmewochen auf und reduzieren sich dann von selbst. Am häufigsten kommt es zu Übelkeit, Mundtrockenheit, Schwindel, Störungen des Schlafs und Kopfschmerzen. Gelegentlich können Hautreaktionen auftreten, zu denen auch Nesselsucht gehört. Das zentrale Nervensystem kann auf die Einnahme mit einer erhöhten Reizbarkeit und Angstzuständen reagieren. Eher selten kommt es zu Störungen im Bereich des Magen-Darm-Trakts, Durchfall, Erbrechen und Verstopfung gehören dazu. Ab und an können Paresthesien (Kribbelempfindungen in den Extremitäten) und Sehstörungen auftreten. Bei Frauen besteht die Gefahr eines krankhaften Milchflusses, obwohl keine Schwangerschaft vorliegt.

Zu Beginn der Behandlung sollten regelmäßig die Blutwerte des Patienten kontrolliert werden. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Leberwerten, da sich diese in seltenen Fällen unter der Einnahme von Moclobemid erhöhen können.

Ärztlicher Rat ist erforderlich, wenn es während der Einnahme von MAO-A-Hemmern zu Bluthochdruckkrisen kommt. Es besteht die Gefahr einer Blutung im inneren des Schädels, bei einer Überdosis Moclobemid ist eine maligne Hyperthermie möglich.

Was muss bei der Einnahme von Moclobemid beachtet werden?

Es kann unter der Einnahme von Moclobemid zu einer extrem aufgedrehten Stimmungslage, der Manie, kommen. Auch kann es passieren, dass sich bestehende, depressive Symptome verschlimmern. In diesem Fall ist die sofortige Hinzuziehung eines Arztes erforderlich. Moclobemid muss bei einer auftretenden Manie abgesetzt und gegebenenfalls durch ein anderes Präparat ersetzt werden.

Ein weiteres Risiko besteht bei Patienten, die an einer schizophrenen Psychose leiden. Die Symptomatik der Psychose kann durch die Einnahme von MAO-A-Hemmern verstärkt werden. Es ist daher erforderlich, dass parallel hierzu eine Therapie mit geeigneten Neuroleptika erfolgt. Die Diagnose Psychose ist kein grundsätzliches Ausschlusskriterium für eine Therapie mit Moclobemid, allerdings ist eine besondere, medizinische Überwachung nötig.

Wird die Therapie beendet, ist es erforderlich die Dosierung schrittweise zu reduzieren. Es besteht bei einer zu schnellen Reduktion die Gefahr von Absetzsymptomen, die sich durch Benommenheit, Verwirrtheitszustände, Schwindel, Angst, Panik oder Halluzinationen äußern können. In der Regel sind diese Symptome selbstlimitierend.

Quellen: 

Duloxetin

Duloxetin

Bei Duloxetin handelt es sich um einen sogenannten, selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer, der als Therapeutikum gegen Angststörungen, Polyneuropathie, Depressionen und Inkontinenz eingesetzt wird. In Europa fehlt bislang die Zulassung gegen Fibromyalgie, in den USA ist das Medikament hierfür schon zugelassen.

Welcher Wirkungsmechanismus steht hinter Duloxetin?

Die interne Kommunikation des Hirns funktioniert über Neuronen und Neurotransmitter. Jede Zelle schüttet bestimmte Transmitter aus, die dann von anderen Zellen und ihren Rezeptoren erkannt werden. Es entsteht ein riesiges, kommunikatives Netzwerk, welches selbst Wissenschaftlern noch nicht vollständig begreiflich ist. Einige dieser Botenstoffe rufen bestimmte Wirkungen hervor, so gilt Serotonin beispielsweise als Glückshormon. Fehlt Serotonin oder ist die Konzentration zu niedrig, können Depressionen entstehen. Noradrenalin hingegen gilt als erregender Neurotransmitter und sorgt für den Antrieb des Menschen. Zu wenig Noradrenalin kann zu einer ausgeprägten Antriebslosigkeit führen.

Duloxetin verstärkt die Wirkung der einzelnen Neurotransmitter und sorgt dafür, dass diese länger an einer Zelle verweilen. Serotonin und Noradrenalin wirken stärker, was den antidepressiven Effekt erklärt. Doch auch die schmerzstillende Eigenschaft des Medikaments ergibt sich im Gehirn. Durch ein übersensibilisiertes Schmerzzentrum werden bei Fibromyalgie und Polyneuropathie schon kleinste Schmerzreize überstark wahrgenommen. Duloxetin normalisiert das Schmerzzentrum und sorgt somit für eine Verminderung des Leidensdrucks. Ein weiterer Aspekt des Medikaments ist der stärkere Harnröhrenverschluss, der sich bei Belastungsinkontinenz als sehr hilfreich erwiesen hat.

Das Medikament wird oral eingenommen und gelangt durch den Darm ins Blut. Es dauert rund sechs Stunden, bis die höchste Konzentration im Blut erreicht ist. Verstoffwechselt wird Duloxetin teilweise über die Leber, unwirksame Restprodukte werden von der Niere ausgeschieden. Etwa 12 Stunden nach der Einnahme ist der Wirkstoff aus dem Körper wieder entfernt, was einer kurzen Halbwertszeit entspricht. In der Regel werden gerade bei Depressionen und Angststörungen zwei Einnahmen täglich favorisiert, um den Blutspiegel hoch zu halten.

Hat Duloxetin unerwünschte Nebenwirkungen?

Am Anfang der Behandlung mit Duloxetin kann es vermehrt zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Viele davon verschwinden innerhalb der ersten 14 Tage der Einnahme wieder. Ausnahme stellen schwerwiegende Nebenwirkungen dar, die einen sofortigen Abbruch der Therapie erfordern.

Sehr häufig kommt es zu Symptomen wie Müdigkeit, Schlaflosigkeit, stärkere Angst, Einschränkungen der Libido und Impotenz. Auch Schwindel, Ohrgeräusche, Sehstörungen, ein Anstieg des Blutdrucks, gastrointernale Symptome und Hautausschlag kann häufig vorkommen. Meist sind diese Nebenwirkungen leichter Natur und limitieren sich von selbst.

Sollte es während der Einnahme von Duloxetin zu starken Beschwerden kommen, wie beispielsweise hohem Fieber, Atemnot oder schwerer Hautausschlag, ist der Besuch beim Arzt unumgänglich. Gleiches gilt für das Auftreten schwerer Suizidgedanken, denn dieses Phänomen kann innerhalb der ersten sechs Wochen nach der Tabletteneinnahme auftreten.

Darf Duloxetin mit anderen Medikamenten kombiniert werden?

Es gibt Medikamente, die bei gleichzeitiger Einnahme von Duloxetin in ihrer Wirkung verstärkt oder abgeschwächt werden. Keinesfalls sollte das Medikament gemeinsam mit anderen Präparaten eingenommen werden, welche die Serotoninkonzentration erhöhen. Es besteht das Risiko eines Serotonin-Syndroms, welches sich durch Muskelkrämpfe, starkes Schwitzen und hohes Fieber zeigt. Zu diesen Medikamentengruppen gehören MAO-Hemmer (zur Behandlung von Depressionen), Antidepressiva vom Typ SSRI oder tri- und tetrazyklische Antidepressiva, Johanniskraut, Triptane, Opiode und auch das frei verkäufliche L-Tryptophan.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn gleichzeitig mit Duloxetin Gerinnungshemmer wie Marcumar, ASS, Warfarin oder Phenprocoumon eingenommen werden. Es ist mitunter nötig die Dosis der Gerinnungshemmer zu ändern.

Wie wird die Einnahme von Duloxetin beendet?

Auch wenn Medikamente mit dem Wirkstoff Duloxetin nicht klassisch abhängig machen, dürfen sie nicht von heute auf morgen abgesetzt werden. Es besteht das Risiko schwerer Nebenwirkungen, auch als Absetzsymptomatik bezeichnet. Dies ist nicht immer ein Hinweis darauf, dass die eigentliche Grunderkrankung noch besteht. Häufig sind Absetzsymptome ein Zeichen dafür, dass der Hirnstoffwechsel Zeit benötigt um sich wieder umzustellen.

Eine Dosisreduktion sollte ausschließlich nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen und schrittweise vorgenommen werden. Mitunter kann es mehrere Wochen oder gar Monate dauern, bis die letzte Dosis Duloxetin eingenommen wurde.

Zu den Absetzsymptomen gehört nicht nur eine Intensivierung der ursprünglichen Symptome, sondern auch eine heftige Reaktion des zentralen Nervensystems. Hierzu gehören Schwindel, Sehstörungen, Zittern, unkontrolliertes Weinen und eine Überreizung des Magen-Darm-Trakts mit Durchfall.

Wichtige Hinweise während der Therapie mit Duloxetin

Es handelt sich bei Duloxetin um ein stark wirksames Medikament, welches zu verschiedenen, therapeutischen Zwecken eingesetzt wird. Es ist das erste Präparat, welches in Europa auch bei Belastungsinkontinenz zugelassen ist. Ärzte und Wissenschaftler sind sich jedoch nicht einig, ob es sich um die beste Therapieoption handelt. Das Risiko schwerwiegender, psychischer Nebenwirkungen ist groß, daher ist die Kosten-Nutzen-Rechnung sehr sorgfältig abzuwägen.

Patienten, die erstmals mit einem Psychopharmaka behandelt werden, sollten in den ersten Wochen der Therapie engmaschig überwacht werden. Im Zweifel oder bei Suizidgefahr muss die Einstellung in stationärer Umgebung erfolgen.

Es ist zu beachten, dass der Konsum von Alkohol und Nikotin während der Therapie unterbleiben sollte. Es wurde nachgewiesen, dass Raucher den Wirkstoff schneller abbauen und somit keinen konstanten Wirkspiegel erzielen können.

Quellen: 

Paroxetin

Paroxetin

Paroxetin gilt als sogenannter Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und wird zur Behandlung von Angststörungen, Depressionen, Zwängen und posttraumatischen Belastungsstrungen eingesetzt. Eingenommen wird das Mittel in Tablettenform, obwohl auch Tropfen zur Verfügung stehen.

Wie wirken Medikamente mit Paroxetin?

Paroxetin wirkt auf die gleiche Weise wie andere SSRI, indem es direkt in den Stoffwechsel des Hirns eingreift. Die Kommunikation der Nervenzellen findet über chemische Botenstoffe statt, auch Neurotransmitter genannt. Sie wandern von Zelle zu Zelle, wo sie von den Rezeptoren wahrgenommen werden. Durch die Einnahme von Paroxetin verbleibt der Neurotransmitter Serotonin länger an den Andockstellen, die Wiederaufnahme wird gehemmt. Da Depressionen und andere, psychiatrische Erkrankungen oft auf einen Mangel an Serotonin zurückzuführen sind, kann auf diese Weise das Beschwerdebild gelindert werden.

Paroxetin wird in der Regel einmal täglich, bevorzugt in den Morgenstunden, eingenommen. Die Aufnahme in den Blutkreislauf erfolgt über den Darm, die Verstoffwechselung findet in der Leber statt. Ausgeschieden wird Paroxetin sowohl über den Stuhlgang, als auch über den Urin. Die Halbwertszeit liegt bei 24 Stunden, weswegen bei Beendigung der Therapie eine langsame Reduktion des Wirkstoffs nötig ist. Auch bei Therapiebeginn wird nicht sofort die volle Dosis verabreicht, sondern in 10mg-Schritten gesteigert. Dieses Einschleichen hat eine bessere Verträglichkeit zur Folge und reduziert die Gefahr von Nebenwirkungen.

Hat Paroxetin unerwünschte Nebenwirkungen?

Besonders zu Beginn der Therapie kann es passieren, dass neben der gewünschten Wirkung auch unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Am häufigsten kommt es zu Übelkeit, der mit der Gabe eines Magenschutzmittels entgegengewirkt werden kann. In den meisten Fällen verschwindet diese Übelkeit aber auch ohne Medikamenteneinnahme innerhalb weniger Tage wieder.

Die gängigsten Nebenwirkungen, welche häufig auftreten sind: Müdigkeit, Zittern, verschwommenes Sehen, Schwitzen, Gähnen, Schwindel und Kopfschmerzen. Auch Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt sind möglich, besonders häufig werden Durchfall und Verstopfung beobachtet.

Bei jungen Menschen besteht in den ersten sechs Wochen der Einnahme das Risiko von stark impulsivem Verhalten und suizidalen Gedanken. Auch erwachsene Personen können diese Nebenwirkung bekommen und sollten umgehend ihren Arzt verständigen. Es liegen bis dato keine ausreichenden Studien darüber vor, ob Paroxetin bei Kindern und Jugendlichen einen therapeutischen Nutzen hat. Die Anwendung wird daher kontrovers diskutiert und sollte vermieden werden.

Verträgt sich Paroxetin mit anderen Medikamenten und Lebensmitteln?

Paroxetin hat einen maßgeblichen Einfluss auf den Serotoninspiegel. Werden zusätzlich andere Medikamente eingenommen, die ebenfalls den Serotoningehalt im Körper beeinflussen, verstärken sich die Präparate gegenseitig. Dies gilt für alle anderen Antidepressiva aus der Klasse der SSRI, aber auch für tri- und tetrazyklische Antidepressiva, sowie für MAO-Hemmer. Wegen der Gefahr des potentiell tödlichen Serotoninsyndroms dürfen diese Medikamente nicht zusammen genommen werden. Auch die Einnahme von L-Tryptophan, Tramadol, Fentanyl, Penthidin und Triptanen darf nur nach strenger Abwägung des Kosten-Nutzen-Risikos erfolgen.

Während der Anwendung von Paroxetin sollte darüber hinaus der Konsum von Alkohol vermieden werden. Die Wirkung von Alkohol kann deutlich verstärkt werden, außerdem ist das Risiko von starker Übelkeit und Unwohlsein gegeben. Selbst am Tag nach dem Alkoholkonsum können sich Anwender von Paroxetin übermäßig schlecht fühlen.

Gibt es besondere Warnhinweise für die Verwendung von Paroxetin?

Der Wirkstoff darf von schwangeren Frauen nicht eingenommen werden, da das Risiko von Fehlbildungen beim ungeborenen Kind besteht. Auch kann der Säugling nach der Geburt unter starken Entzugssymptomen leiden, die die ersten Lebenswochen erschweren können. Da Paroxetin in die Muttermilch übergeht sollten stillende Mütter das Präparat nicht einnehmen.

Wird Paroxetin abgesetzt, besteht das Risiko von Absetzsymptomen. Diese treten besonders häufig dann auf, wenn das Medikament von heute auf morgen abgesetzt wird. Langsames Ausschleichen kann die Wahrscheinlichkeit von Absetzsymptomen stark vermindern. Mitunter kann es nötig sein die Dosierung wöchentlich um eine geringe Menge zu reduzieren, der gesamte Absetzvorgang kann mehrere Wochen oder gar Monate dauern.

Als häufigste Absetzsymptomatik wird eine Verschlimmerung der ursprünglichen Symptomatik geschildert. Darüber hinaus kann es zu Schwindel, Kopfschmerzen, starken Angstzuständen und pathologischem Weinen kommen. Viele Nutzer beschrieben nach dem Absetzen sogenannte Brainzapps. Hierbei handelt es sich um Missempfindungen des Gehirns, die ähnlich wie ein Blitzschlaggefühl wahrgenommen werden. Ein ähnliches Phänomen berichten Paroxetin-Nutzer auch bei Fieber, wenn es unter der Einnahme des Medikaments auftritt.

Die kleinste Dosierungseinheit von Tabletten reicht oft nicht aus, um die letzten Milligramm des Wirkstoffs auszuschleichen. Zu diesem Zweck gibt es Paroxetin in Tropfenform. Der Vorteil dieser Darreichungsform liegt darin, dass die Substanz tropfenweise reduziert werden kann, um den Entzug möglichst schonend zu gestalten.

 

Sertralin

Sertralin: Anwendungsgebiete, Wirkung und Nebenwirkungen

Sertralin ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, kurz SSRI. Es ist ursprünglich unter dem Originalnamen Zoloft erschienen, heute aber von vielen Firmen als günstiges Generikum zu erhalten.

Es wird als Antidepressivum verwendet. Es wird zur Behandlung von Depressionen, Angst- und Panikstörungen, Zwangserkrankungen und auch der sozialen Phobie und der Posttraumatischen Belastungsstörung auschließlich ärztlich verordnet. Sertralin ist in Deutschland und den meisten anderen Ländern in denen es zur Behandlung psychischer Erkrankungen zugelassen ist, verschreibungspflichtig.

Die Wirkungsweise

Sertralin wirkt durch die Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin in die Nervenzelle und sorgt auf diese Weise dafür, dass sich das Hormon Serotonin somit länger im synaptischen Spalt zwischen den Zellfortsätzen zweier Nervenzellen befindet. Auf diese Weise bleibt das für seine stimmungshebende Wirkung bekannte Serotonin länger im Gehirn verfügbar. Dies ist die Wirkungsweise aller selektiven Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer und trifft nicht nur auf Sertralin zu. Einen tatsächlichen physischen Beweis für die stimmungsaufhellende Wirkung gibt es nicht, der genaue Mechanismus ist noch unbekannt.
Sertralin wird ausschließlich oral eingenommen und sehr langsam vom menschlichen Körper resorbiert, erst nach 6-8 Stunden ist die volle Plasmakonzentration erreicht, nur 32% des Wirkstoffes können vom menschlichen Körper überhaupt aufgenommen werden. Nach etwa einer Woche ist der sogenannte Steady State erreicht, bei dem das Medikament seine volle Wirksamkeit erreichen kann. Bei den meisten Patienten dauert es bis zum Wirkungseintritt im Sinne einer Stimmungsaufhellung aber mehrere Wochen, während ein rein antriebssteigernder Effekt bereits früher wahrgenommen werden kann.

Die Wirksamkeit von Sertralin

Die Wirksamkeit von Sertralin konnte in vielen von den Pharmaunternehmen durchgeführten Studien belegt werden. So wirkt Sertralin in jeder stattgefundenen Doppelblindstudie gegen die Indikationen Depression oder Dysthymia, Panik, soziale Phobie und Zwangsstörung nachweislich besser als ein Placebo und ebenso gut wie ein klassisches trizyklisches Antidepressivum. Bei der Posttraumatischen Belastungsstörung, insbesondere bei Kriegsgeschädigten, stellte sich Linderung erst nach längerer Behandlungsdauer und bei höherer Dosierung ein.

Die Risiken und Nebenwirkungen bei Sertralin sind geringer ausgeprägt als bei trizyklischen Antidepressiva. Die Messinstrumente zur Feststellung der Wirksamkeit, beziehungsweise zur Festlegung der Stimmung und einer Stimmungsaufhellung waren klassische Fragebögen wie die Hamilton Depression Rating Scale und die Clinical Global Impression Scale, wie sie auch tagtäglich zur Diagnostik von psychischen Erkrankungen verwendet werden. Höhere Dosierungen zeigten von Beginn der Studien an auch bessere Wirkungen.

Die Nebenwirkungen

Leider sind auch die Arzneimittel aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer nicht nebenwirkungsfrei. So gehören zu den sehr häufigen Nebenwirkungen Übelkeit, Erbrechen, unspezifische Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und auch erektile Dysfunktion. Auch die Nebenwirkungen stehen in starkem Zusammenhang mit der Höhe der Dosierung, so dass zu Minimierung der Nebenwirkungen Sertralin langsam aufdosiert werden sollte.

MAO-Hemmer dürfen nicht mit Sertralin kombiniert eingenommen werden, da diese die Gefahr für ein lebensgefährliches Serotonin-Syndrom signifikant erhöhen. Für Kinder und Jugendliche ist Sertralin aufgrund der starken Nebenwirkungen nur zur Behandlung von ausgeprägten Zwangsstörungen zugelassen. Bei Kindern und Jugendlichen zeigte sich unter Einnahme von Sertralin eine massiv erhöhte Suizidalität, was bereits 2004 zu kontroversen Diskussionen über den Einsatz von SSRI geführt hat.

Kritik

Die gesamte Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, darunter auch Sertralin, muss sich einer herben Kritik aussetzen. Tatsächlich konnten unabhängige Studien die Wirksamkeit der SSRI nicht belegen, stattdessen blieb laut dieser Studien die Wirkung auf dem reinen Placeboniveau. Auch wurde im Jahr 2004 belegt, dass die SSRI-produzierenden Pharmaunternehmen in einigen Studien zum gleichen Ergebnis gekommen waren, diese Ergebnisse jedoch nicht veröffentlicht hatten und unter Verschluss hielten.

Auch die Tatsache, dass es sich um Medikamente mit einem hohen Potenzial an unerwünschten Nebenwirkungen handelt und dass die Einnahme bei Kindern und Jugendlichen sogar zu Selbstmordversuchen geführt hat, kann nicht ohne Kritik bleiben.

Daten und Fakten

Weltweit nehmen Millionen Menschen Antidepressiva ein, circa 45 Millionen Menschen setzen auf Linderung durch selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Circa 30-50% der Patienten leiden während der Einnahme unter mehr oder minder ausgeprägten Nebenwirkungen. Bei den meisten Patienten stellt sich innerhalb der ersten 12 Wochen der Einnahme eine stimmungsaufhellende Wirkung ein, unter denjenigen Patienten, die innerhalb dieser Zeitspanne keine Linderung verspürt haben, stellt sich bei 50% unter Dosiserhöhung und längerer Einnahme auch noch eine Linderung ein.

Auch die zunehmende Kritik hat den Verordnungszahlen der selektiven Wiederaufnahmehemmern keinen Einbruch beschert, der Trend zur Einnahme von Antidepressiva, und aktuell eben den SSRI, hält weiter an und die Verordnungen weltweit steigen unvermindert an. Inzwischen halten viele Neurologen die SSRI für die Antidepressiva der ersten Wahl, was bislang den trizyklischen Antidepressiva zukam. Tatsächlich werden die meisten Verordnungen über Antidepressiva allerdings nicht von Neurologen, sondern von Hausärzten vorgenommen. SSRI sind dabei erheblich teurer als trizyklische Antidepressiva.

Fazit

Bei Sertralin handelt es sich um einen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, der die Wiederaufnahme von Serotonin an den Verbindungsstellen der Nervenzellen blockiert, so dass es länger verfügbar bleibt. In zahlreichen Studien konnte die Wirksamkeit von Sertralin belegt werden, wenn auch die Pharmaunternehmen wegen zurückgehaltener Studienergebnisse sowie den Nebenwirkungen des Präparates, insbesondere bei der Anwendung bei Kindern und Jugendlichen, stark kritisiert werden. Insgesamt aber werden SSRI, und eben auch Sertralin immer häufiger verordnet, weil fachärztlich tätige Neurologen von den positiven Wirkeffekten überzeugt sind.

Quellen:

Fluoxetin

Fluoxetin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmern, kurz SSRI genannt. Die Pharmafirma Eli Lilly untersuchte den Wirkstoff bereits 1972, in den USA erfolgte die Zulassung im Jahr 1987 unter dem Handelsnamen Prozac (in Deutschland 1990 als „Fluctin“). Dort gehört das Medikament zu den am häufigsten verabreichten Substanzen bei Depressionen und anderen, psychiatrischen Erkrankungen. Fluoxetin gilt als Vorreiter der ganzen Wirkstoffgruppe, da es eines der ersten Medikamente dieser Art war.

 

Auf welche Art wirkt Fluoxetin?

Die Wirkungsweise von Fluoxetin besteht auf einem direkten Eingriff in den Hirnstoffwechsel. Durch Neurotransmitter werden verschiedene Signale zwischen Nervenzellen transportiert. Diese docken dann an die entsprechenden Rezeptoren an und übermitteln so das Signal. Ein Ungleichgewicht des Botenstoffs Serotonin gilt unter anderem als Auslöser für Depressionen. Die Einnahme von Fluoxetin bewirkt, dass bereits ausgeschüttetes Serotonin wieder zurück in die Zelle findet und für eine langfristige, stimmungsaufhellende Wirkung sorgt. Bis zum Wirkungseintritt vergehen rund 14 Tage.

Wie lange wirkt Fluoxetin und wie wird es verstoffwechselt?

Der Wirkstoff von Fluoxetin gelangt über die Darmwand ins Blut. Bis zur maximalen Konzentration vergehen ab der Einnahme rund sechs Stunden. Verstoffwechselt wird Fluoxetin in der Leber, durch eine extrem lange Halbwertszeit von ca. vier Tagen (bei regelmäßiger Einnahme) wird der Wirkstoff langsam abgebaut. Die Wirkung entfaltet das Medikament direkt im Hirn.

Welche Menschen werden mit Fluoxetin behandelt?

Grundsätzlich wird der Wirkstoff vor allem zur Linderung von Depressionen eingesetzt. Auch bei Zwangsstörungen konnte die Wirkung nachgewiesen werden und das Medikament ist hiergegen zugelassen. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Essstörung Bulimie, allerdings wird Fluoxetin hier nur in Kombination mit einer Psychotherapie empfohlen.

Die Anwendungsdauer ist abhängig von der Grunderkrankung. Bei Depressionen sollte ein halbes Jahr nicht unterschritten werden. In der Praxis hat es sich bei Zwangsstörungen hingegen gezeigt, dass auch kurzfristige Einnahmezeiträume, insbesondere in Kombination mit einer Verhaltenstherapie, möglich sind.

 

Gibt es bei der Einnahme von Fluoxetin Nebenwirkungen?

Ein großer Nachteil der langen Halbwertszeit von Fluoxetin sind Nebenwirkungen. Treten sie auf, können sie aufgrund der langen Verweildauer im Körper noch tagelang anhalten. Das ist insbesondere bei schweren Nebenwirkungen gefährlich, die jedoch nur sehr selten auftreten. Im Zweifel kann medizinische Beratung und Behandlung erforderlich sein.

Zu den häufigsten, unerwünschten Wirkungen gehören eine rasche Gewichtsabnahme, gastrointernale Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, sowie Beschwerden des zentralen Nervensystems (Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen). Gelegentlich kann es zu Missempfindungen wie Kribbeln in den Extremitäten, Juckreiz oder Schmerzen in der Brust kommen. Bei Männern ist eine sehr unbeliebte Nebenwirkung die Störung der männlichen Potenz. In sehr seltenen Fällen kann sich außerdem eine schmerzende Dauererrektion entwickeln, die ärztlich therapiert werden muss.

Herzpatienten und auch alle gesunden Patienten müssen auf eine mögliche Veränderung des Herzrhythmus hingewiesen werden. Vor Beginn der Einnahme und regelmäßig im Verlauf sollte eine EKG-Untersuchung durchgeführt werden, um den Herzrhythmus zu überprüfen. Der QT-Intervall ist relevant, denn dieser kann sich durch die Einnahme von Fluoxetin verlängern, was zu Herzrhythmusstörungen führen kann.

Verträgt sich Fluoxetin mit anderen Medikamenten?

Bei der Einnahme von SSRI, zu denen auch Fluoxetin gehören, besteht das Risiko eines Serotoninsyndroms. Dies tritt besonders häufig dann auf, wenn andere Präparate eingenommen werden, die eine Wirkung auf das zentrale Nervensystem haben. Hierzu gehören u.a. Tramadol, Migränemittel sowie MAO-Hemmer. Die gemeinsame Einnahme ist nur nach Absprache mit dem Arzt erlaubt und sollte nie eigenmächtig erfolgen.

Die Einnahme von Benzodiazepinen, Medikamenten gegen Epilepsie und Bluthochdrucksenker wie Metoprolol können zu Wechselwirkungen führen. Eine genaue Auflistung aller inkompatiblen Medikamente sind im Beipackzettel zu finden. Bevor die Therapie mit Fluoxetin begonnen wird, sollte der behandelnde Arzt über alle Medikamente informiert werden, die der Patient einnimmt.

Der Konsum von Alkohol ist während der Therapie nicht empfehlenswert, da die Leber bereits mit der Verstoffwechselung von Fluoxetin ausgelastet ist.

Gibt es besondere Hinweise bei der Einnahme von Fluoxetin?

Unter nahezu allen SSRI gibt es das Risiko von Suizidgedanken, die insbesondere während der ersten sechs Wochen der Einnahme auftreten. Auch bei Fluoxetin gab es bereits derartige Fälle, die schließlich tatsächlich zum vollendeten Suizid geführt haben. Es ist daher erforderlich die Patienten in den ersten Wochen sorgfältig zu überwachen.

Besonders junge Menschen sind gefährdet, allerdings ist die Ursache hierfür wissenschaftlich noch nicht belegt.

Bei großer Gefahr empfiehlt sich die Einleitung der Therapie unter stationären Bedingungen. Patienten werden dazu angehalten im Fall von Suizidgedanken ihren Arzt zu kontaktieren.

 

Venlafaxin

Venlafaxin: Wirkungsweise, Anwendungsgebiete und Nebenwirkungen

Bei Venlafaxin handelt es sich um einen Wirkstoff, der zu der Gruppe der Antidepressiva gehört und bei medikamentösen Behandlungen von Angststörungen und Depressionen zum Einsatz kommt.

Die Wirkungsweise von Venlafaxin

Grundsätzlich gehört das Antidepressivum Venlafaxin zur Gruppe der Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Dabei übernehmen die Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin die Aufgabe, Nervensignale zwischen den Hirnzellen zu übermitteln. Dies funktioniert, indem sie zunächst von einer Zelle ausgeschüttet werden und im Anschluss daran an spezielle Rezeptoren oder Andockstellen der nächsten Zelle binden. Danach nimmt die erste Nervenzelle die Botenstoffe wieder auf, sodass es zu einer Inaktivierung kommt. Venlafaxin sorgt dafür, dass diese Wiederaufnahme gehemmt wird. Auf diese Weise bleiben Serotonin und Noradrenalin länger aktiv und dadurch auch länger wirksam. Dies hat einen antriebssteigernden und stimmungsaufhellenden Effekt.

In der Regel kommt Venlafaxin als Venlafaxinhydrochlorid in Salzform zum Einsatz und wird oral eingenommen. Nach dieser oralen Aufnahme wird Venlafaxin insbesondere über die Leber verstoffwechselt. Zudem besitzt es über eine Bioverfügbarkeit von 40 Prozent. Das bedeutet konkret, dass 40 Prozent der Wirkstoffmenge, die über den Mund eingenommen wird, vom Körper verwertet werden kann.

Ist die Verstoffwechslung durch die Leber abgeschlossen, wird Venlafaxin zum größten Teil über die Nieren ausgeschieden. Nach rund zwei Stunden ist dabei die maximale Konzentration im Blutserum erreicht. Wird Venlafaxin mehrfach nacheinander eingenommen, sind nach etwa drei Tagen konstante Werte im Blutspiegel erreicht.

Die Anwendungsgebiete von Venlafaxin

Bevorzugt wird Venlafaxin grundsätzlich in der medikamentösen Therapie von Depressionen eingesetzt. Dies bezieht sich natürlich auch auf die Erhaltungstherapie, welche verhindern soll, dass neue depressive Episoden auftreten. Auch Patienten, die an Angststörungen leiden, profitieren von der Wirkung des Venlafaxins.

In manchen Fällen wird Venlafaxin nicht nur bei Angststörungen oder Depressionen eingesetzt, sondern auch vorbeugend gegen Kopfschmerzen beziehungsweise gegen Migräne und Spannungskopfschmerzen und bei ADHS. Eigentlich ist Venlafaxin nicht für Anwendungsgebiete wie ADHS und Kopfschmerzen zugelassen und kommt aus diesem Grund für beide Anwendungsgebiete kaum zum Einsatz.

Wie wird Venlafaxin angewendet?

In oraler Form wird Venlafaxin vor allem als Kapsel oder Tablette angewendet. Dabei ist auch eine verzögerte Wirkstofffreisetzung möglich. Bei einer generalisierten Angststörung oder depressiven Syndromen erfolgt in der Regel eine ambulante Therapie mit einer Dosierung von 75 Milligramm am Tag. Dabei handelt es sich jedoch nur um die anfängliche Dosierung, denn bei Bedarf kann die Dosis vom Arzt auf bis zu 150 Milligramm pro Tag erhöht werden. Zu beachten ist jedoch, dass die Maximaldosis von 375 Milligramm pro Tag nicht überschritten werden sollte.

Damit ein Therapieerfolg möglich ist, ist es wichtig, dass Venlafaxin regelmäßig eingenommen wird. Ansonsten kann es passieren, dass die Menge an aktivem Serotonin und Noradrenalin sinken kann. Zusätzlich zur Einnahme von Venlafaxin sollte kein zusätzliches Kombinationspräparat eingenommen werden, ohne, dass dies vorher mit dem Arzt abgesprochen worden ist.

Wenn Venlafaxin abgesetzt werden soll, muss dies unbedingt schrittweise und nicht sofort passieren. Ansonsten können Absetzerscheinungen auftreten. Beispiele hierfür sind Wahrnehmungsstörungen, Angstgefühle oder Verwirrtheit. Auch neurologische Störungen wie Schwindel, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen oder Empfindungsstörungen sind möglich, wenn Venlafaxin nicht schrittweise abgesetzt wird.

Die Nebenwirkungen von Venlafaxin

Die Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Venlafaxin häufig auftreten, sind Magen-Darm-Störungen, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Schwitzen und ein erhöhtes Kariesrisiko. Diese Nebenwirkungen treten bei mehr als einem von zehn Patienten auf, die mit Venlafaxin behandelt werden. Bei einem von zehn bis hundert Patienten treten hingegen Schlaflosigkeit, eine Abnahme der sexuellen Lust, Gewichtsabnahme und ungewöhnliche Träume auf. Bei hingegen nur einem von hundert bis tausend Patienten kann die Einnahme von Venlafaxin dazu führen, dass es zu Orgasmusstörungen bei Frauen, zu einer Gewichtsabnahme, zu Hautreaktionen oder zu Geschmacksveränderungen kommt.

Was muss bei der Einnahme von Venlafaxin beachtet werden?

Grundsätzlich dürfen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren kein Venlafaxin einnehmen. Auch in der Stillzeit oder in der Schwangerschaft sollte Venlafaxin nur dann eingenommen werden, wenn seine Wirkung als Antidepressivum unbedingt notwendig ist. Während der Einnahme von Venlafaxin sollten Patienten darauf verzichten, Alkohol zu konsumieren.

Angewendet werden darf das Antidepressivum außerdem nicht mit anderen Antidepressiva beziehungsweise MAO-Hemmern sowie zusammen mit Serotoninvorläufern. In Kombination mit diesen Medikamenten kann es zum sogenannten „Serotonin-Syndrom“ kommen. Bei diesem Syndrom handelt es sich um ein Zustand mit Blutdruckanstieg, Körperüberhitzung, Erregung und Krämpfen, der dementsprechend lebensbedrohlich ist. Aus diesem Grund sollten zwischen der Einnahme von einem MAO-Hemmer und Venlafaxin mindestens zwei Wochen Abstand gehalten werden.

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Wird nicht nur Venlafaxin, sondern zugleich ein anderes Medikament eingenommen, kann es unter Umständen zu Wechselwirkungen kommen. Wechselwirkungen sind insbesondere dann möglich, wenn gleichzeitig Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems eingenommen werden. Beispiele hierfür sind Immunsuppressiva wie Sirolimus oder Tacrolimus.

Auch bei Anti-Pilzmitteln wie Itraconazol, Clotrimazol oder Ketocanazol sowie mit verschiedenen Antidepressiva sind Wechselwirkungen möglich. Antidepressiva wie Imipramin, Fluoxetin, Sertralin, Amitripylin oder Norfluoxetin dürfen demnach nicht zusammen mit Venlafaxin eingenommen werden. Auch mit starken Schmerzmitteln aus der Gruppe der Opioide und Opiate, mit Mitteln gegen erektile Dysfunktionen oder mit Cholesterinsenkern sind Wechselwirkungen möglich.

Wann sollte Venlafaxin nicht angewendet werden?

Mit Vorsicht sollte die Anwendung von Venlafaxin als Antidepressivum bei Suizidgedanken, Epilepsie und bei einem erhöhten Augeninnendruck erfolgen. Nicht nur beim Absetzen von Venlafaxin, sondern auch zu Beginn der Behandlung kann es dazu kommen, dass das Reaktions- und Urteilsvermögen eingeschränkt sein kann. Aus diesem Grund sollten Patienten insbesondere bei Bedienen von Maschinen oder bei Autofahren vorsichtig sein.

Venlafaxin ist grundsätzlich rezeptpflichtig, ganz gleich, in welcher Dosierung. Dies ist aufgrund der vielen Wechselwirkungen und Nebenwirkungen der Fall. Auch darf Venlafaxin natürlich nur auf ärztliche Anweisung und in der empfohlenen Dosierung angewendet werden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Venlafaxin ist ein rezeptpflichtiges Antidepressivum
  • Die Dosierung darf nicht überschritten werden
  • Mit einigen Medikamenten sind Wechselwirkungen möglich
  • Venlafaxin darf nur auf eine ärztliche Anweisung hin eingenommen werden
  • Nicht nur zu Beginn und während der Einnahme, sondern auch beim Absetzen von Venlafaxin sind einige Nebenwirkungen möglich

 

Quellen und weiterführende Informationen:

Trimipramin

Was man über Trimipramin wissen sollte

Früher wurde Trimipramin häufig als Antidepressivum eingesetzt. Inzwischen wird der Wirkstoff, der zu den trizyklischen Antidepressiva zählt, eher in der Schlafmedizin angewandt. Die Wirkung von Trimipramin kann als beruhigend, schlaffördernd, angstlösend und stimmungsaufhellend bezeichnet werden. Daher wird Trimipramin in erster Linie zur Behandlung von Schlafstörungen, Angstzuständen und davon geprägten Depressionen verordnet.

Geschichte des Wirkstoffs Trimipramin

Trimipramin zählt zu den ältesten trizyklischen Antidepressiva. Bereits in den 1950er Jahren wurde als erste Substanz dieser Gruppe das Imipramin mit antidepressiver Wirkung. Aus diesem Wirkstoff entwickelten die Wissenschaftler zahlreiche chemisch ähnliche Antidepressiva. Trimipramin wurde im Jahre 1961 auf den Markt gebracht. Da dieser Wirkstoff ausgeprägte Nebenwirkungen auslösen kann, wird seit der Entwicklung besser verträglicher SSRI Trimipramin eher als Schlafmittel verordnet. Üblicherweise kommt der Wirkstoff bei Depressionen in Kombination mit einem gut verträglichen SSRI-Wirkstoff zum Einsatz.

Wirkungsweise von Trimipramin

Eine gestörte Signalübertragung zwischen den Neuronen (Nervenzellen) im Gehirn wird als Ursache von psychischen Erkrankungen und Depressionen angesehen. Damit verbunden ist eine Funktionsstörung des Gehirns. Sogenannte Neurotransmitter, die chemische Botenstoffe darstellen, übernehmen die Aufgabe der Signalübertragung. Nervenzellen schütten diese Botenstoffe aus, die sich an bestimmten Rezeptoren (Andockstellen) mit den Nachbarzellen verbinden. Dadurch wird ein erregendes oder hemmendes Signal weitergegeben. Anschließend kehrt der Botenstoff wieder in seine Ursprungszelle zurück, womit seine Signalwirkung beendet wird. Diese Signalübertragung ist bei depressiven Menschen gestört. An dieser Stelle greifen Antidepressiva ein, indem sie die Wirkung bestimmter Botenstoffe hemmen oder verlängern. Damit wird die gewünschte angstlösende, beruhigende oder stimmungsaufhellende Wirkung erzielt. Allerdings unterscheidet sich die Wirkung des trizyklischen Antidepressivas Trimipramin von anderen Wirkstoffen dieser Klasse. Trimipramin hemmt die Wiederaufnahme der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin in die ursprüngliche Zelle kaum. Dadurch ergibt sich eine schwächere antidepressive Wirkung als bei den typischen trizyklischen Antidepressiva. Die sedative, angstlösende und beruhigende Wirkung ist dafür stärker ausgeprägt. Diese Wirkung beruht darauf, dass Trimipramin die entsprechenden Rezeptoren der Neurotransmitter von Dopamin, Acetylcholin, Histamin und Serotonin besetzt.

Trimipramin – Aufnahme und Ausscheidung des Wirkstoffs

Von der eingenommenen Trimipramin-Dosis gelangen lediglich 40 Prozent tatsächlin in den Blutkreislauf. Entsprechend verfügt der Wirkstoff Trimipramin über eine geringe Bioverfügbarkeit. Der Abbau des Wirkstoffs dauert dafür länger. Nach der Aufnahme wird Trimipramin innerhalb von 24 Stunden gerade einmal zur Hälfte vom Körper abgebaut bzw. ausgeschieden. Der Wirkstoff verfügt entsprechend über eine lange Halbwertszeit.

Die Wirkung im Überblick

  • Die stark sedierende Wirkung hält über mehrere Stunden an.
  • Trimipramin verfügt über antikistaminerge und anticholinerge Wirkungen.
  • Über eine Blockade der 5-HT2-Rezeptoren wirkt Trimipramin schlafanstoßend.
  • Trimipramin wird überwiegend als Schlafmittel eingesetzt, da es keine REM-Schlaf-Störungen und keine Abhängigkeit bewirkt.
  • Der Wirkstoff zeigt kaum eine Noradrenalin- und Serotonin-Wiederaufnahmehemmung, weshalb nur eine schwach antidepressive Wirkung erzielt wird.

Wann wird Trimipramin verordnet?

Aufgrund seiner beruhigenden, antidepressiven, schlaffördernden, anxiolytischen und angstlösenden Wirkung wird Trimipramin bei:
  • Schlafstörungen
  • Angstzuständen
  • innerer Unruhe
  • depressiven Erkrankungen

eingesetzt. Trimipramin kann im Rahmen einer längerfristigen Schmerztherapie die Wirkung der Schmerzmittel fördern. Das Antidepressivum hilft nämlich dem Patienten, von den Schmerzen einen gewissen Abstand zu gewinnen. Eine analgetische, schmerzlindernde Wirkung besitzt der Wirkstoff allerdings nicht. Bei der Behandlung von endogenen Depressionen, die teils genetische Ursachen haben, stellt Trimipramin eher ein Mittel zweiter Wahl. Eine wichtigere Anwendung von Trimipramin liegt in der Behandlung von Opioid-Abhängigen, da der Wirkstoff in diesen Fällen die Entzugssymptome wie Unruhe und Angst lindert.

Anwendung von Trimipramin

Der Wirkstoff kann in Form von Tabletten, Tropfen und Lösungen angewandt werden. Die Dosierung muss natürlich vom behandelnden Arzt festgelegt werden. Üblicherweise wird bei depressiven Störungen mit einer Dosierung von 25 bis 50 Milligramm Trimipramin täglich begonnen. Nach Anweisung des Arztes kann die Dosis bei Bedarf langsam erhöht werden. Bei mittelschweren Beschwerden kann die Tagesgesamtdosis auf 100 bis 150 Milligramm und bei schweren depressiven Schüben auch auf 300 bis 400 Milligramm gesetzt werden. Die Höchstdosis von 400 Milligramm darf jedoch nicht überschritten werden. Die Hauptdosis sollte am Abend eingenommen werden, da Trimipramin eine sedierende und stark beruhigende Wirkung hat. Die Trimipramin-Dosierung bei der Behandlung von chronischen Schmerzzuständen liegt in der Regel bei 50 Milligramm pro Tag und einer maximalen Tagesdosis von 150 Milligramm. Bei Schlafstörungen ohne depressive Symptome kann am Abend eine Dosis von 25 bis 50 Milligramm eingenommen werden. Eine Anpassung der Dosierung ist insbesondere bei Patienten mit Nieren- oder Leberschwäche und bei älteren Patienten notwendig.

Absetzen von Medikamenten mit Trimipramin

Wenn die Behandlung mit Trimipramin beendet werden soll, so ist es unbedingt notwendig das Medikament langsam abzusetzen. Ein plötzliches Beenden der Einnahme kann zu einer erhöhten Suizidgefahr, zu grippeähnlichen Symptomen, zu Unruhe und Stimmungsschwankungen kommen.

Nebenwirkungen von Trimipramin

Trimipramin ist ein recht nebenwirkungsintensiver Wirkstoff. Von Fall zu Fall können unterschiedlichste Nebenwirkungen auftreten. Die wichtigsten bisher beobachteten Nebenwirkungen sind:

  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Ostipation bzw. Verstopfung
  • Appetitzunahme
  • Gewichtszunahme
  • Mundtrockenheit
  • Schwitzen
  • Akkomodationsstörungen bei der Anpassung der Augen an Nah- und Fernsicht
  • innere Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit
  • Magenschmerzen
  • sexuelle Disfunktionen
  • Miktionsstörungen bei der Blasenentleerung
  • Hautausschläge
  • Blutbildveränderungen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Tinnitus bzw. Ohrgeräusche
  • Ileus (Darmverschluss)
  • Haarausfall

Was muss bei der Einnahme von Trimiprmin-Medikamenten beachtet werden?

Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen ist Trimiparmin nicht empfehlenswert. Bei zwingender Notwendigkeit können Medikamente mit diesem Wirkstoff jedoch verordnet werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte ebenfalls auf eine Einnahme verzichtet werden. Begonnene Therapien sollten jedoch fortgeführt werden. Wenn erstmalig ein Antidepressivum in der Schwangerschaft benötigt wird, so sollten andere Mittel bevorzugt werden. Das Trimipramin einen schädigenden Effekt auf die Kindesentwicklung im Mutterleib hat, ist bisher noch nicht festgestellt worden. Allerdings kann es bei Neugeborenen häufig zu verschiedenen Anpassungsstörungen wie Atemstörungen, Trinkschwächen oder Übererregbarkeit kommen. Wenn Trimipramin Schwangeren verabreicht wird, so ist es notwendig die Entwicklung des Kindes im Mutterleib und den Zustand in den ersten Tagen nach der Geburt zu kontrollieren.

Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen

Mit folgenden Substanzen darf Trimipramin nicht eingenommen werden:

  • starken Schmerzmitteln
  • Schlafmitteln und Hypnotika
  • Alkohol
  • Opioide
  • Atropin
  • Antiparkinsonmittel
  • Anticholinergika
  • Mittel gegen Herzrhythmusstörungen
  • Antiarrhythmika
  • Cinidin
  • Amiodaron

Trimipramin darf nur mit ärztlicher Verordnung und entsprechendem Rezept von der Apotheke ausgegeben werden. Präparate mit diesem Wirkstoff sind also verschreibungspflichtig. Dies gilt auch für Präparate mit niedriger Dosierung.

 

Quellen und weiterführende Infos:

  • https://chem.nlm.nih.gov/chemidplus/rn/739-71-9
  • Lapierre Y.D. A review of trimipramine. 30 years of clinical use. Drugs, 1989, 38, Suppl 1, 17-24 Pubmed
  • Hippius, B. et al, Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie, 7. Auflage, Springer Berlin Heidelberg, 2009
  • Aktories, W. et al.: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, Urban & Fischer Verlag,10. Auflage, 2009
  • Karow,T. & Lang-Roth, R.: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie, Thomas Karow Verlag, 20. Auflage, 2012

 

Doxepin

Doxepin

Unruhe, Angstzustände, damit einhergehende Schlafstörungen und weitere depressive Erkrankungen werden effektiv mit Antidepressiva behandelt, die körperliche und gesteigerte geistige Aktivitäten eindämmen und stark beruhigend wirken. Dexopin, ist ein solches trizyklisches Antidepressiva, das stimmungsaufhellend wirkt und sich zur Behandlung von Depressionen eignet.

Dexopin verhindert die Aufnahme von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin in die Nervenzellen des Gehirns. Diese Botenstoffe stehen jetzt vermehrt zur Verfügung und können den Mangel ausgleichen. Dexopin übt eine stark beruhigende Wirkung aus, was beispielsweise folgenden, typischen Symptomen einer Depression entgegenwirken kann:

  • Traurigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • ständigem getrieben fühlen
  • inneren Unruhezuständen
  • Schlaflosigkeit

Die Wirkungsweise von Doxepin

Wie Doxepin exakt auf den menschlichen Organismus wirkt, ist noch nicht vollständig erforscht. Bekannt ist aber, dass Doxepin den Stoffwechsel von Botenstoffen im Gehirn beeinflusst und stark stimmungsaufhellend wirkt. Gerade die dem Organismus vermehrt zur Verfügung stehenden Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin, lösen verstärkt Glücksgefühle aus und können auf diese Weise akute depressive Schüben lindern und deren Dauer verkürzen.

Wann kann Doxepin angewendet werden?

Doxepin kann verabreicht werden, wenn:

  • depressive Erkrankungen auftreten und längerfristig behandelt werden sollen
  • sich leichte Entzugserscheinungen bei einem Drogen-, Alkohol und Arzneimittelentzug einstellen

 

Ab welchem Zeitpunkt entfaltet sich die Wirkung von Doxepin?

Die Wirkung von Doxepin macht sich schon kurze Zeit nach der Einnahme bemerkbar. Der Patient wird schläfrig, unaufmerksam und gleichgültig, wodurch beispielsweise hervorragend akute Angstzustände und Panikattacken eingedämmt werden können. Die volle Wirkung auf die Psyche entfaltet Doxepin jedoch erst nach einigen Tagen der Einnahme. Bei manchen Patienten sogar erst nach mehrwöchiger Einnahme.

 

Stark beruhigende Wirkung

Doxepin macht schläfrig, weil es diejenigen Eiweißmoleküle in den Zellen hemmt, welche Signale von außen übermitteln. Dadurch wird die Informationsüberflutung, die Depressionen begünstigt, bei depressiven Patienten stark eingedämmt. Diese Phasen sind von einer starken Müdigkeit geprägt. Äußere Einflüsse werden nur mehr stark abgeschwächt und verstärkt mit Desinteresse wahrgenommen.

 

Wie wird Doxepin verabreicht?

Doxepin wird bei depressiven Erkrankungen und Angstzuständen vor dem Schlafengehen verabreicht, damit die Wirkstoffe den Tagesablauf des Patienten so wenig wie möglich beeinträchtigen. Die Einnahme kann aber auch vor oder nach einer Mahlzeit erfolgen. Doxepin wird unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit zur Unterstützung geschluckt. Die Dosis wird im Laufe einer Behandlung schrittweise erhöht.

 

Wie wird Doxepin vom Körper verarbeitet und ausgeschieden?

Über die orale Einnahme gelangen die Wirkstoffe von Doxepin über den Magen-Darm-Trakt in den Körper und in das Gehirn. Zwei Wirkstoffe, wie beispielsweise Desmethyldoxepin, das direkt in der Leber umgewandelte wird, sind fettlöslich und können dem Gehirn deshalb sehr schnell zur Verfügung gestellt werden. Der Abbau der Wirkstoffe findet durch die Leber statt. Die Ausscheidung erfolgt über den Stuhl und Urin.

 

Längerfristige Gabe von Doxepin ist erforderlich

Nach einer erfolgreich verlaufenen Behandlung mit Doxepin darf die Behandlung nicht abrupt abgesetzt werden. Eine weitere Behandlungsdauer von bis zu sechs Monaten ist erforderlich, damit Rückfälle vermieden werden können. Damit Doxepin möglichst ohne Entzugserscheinungen hervorzurufen abgesetzt werden kann, ist eine möglichst langsame Reduzierung der Dosierungen zu empfehlen.

Absetzerscheinungen, die auftreten können, sind beispielsweise:

  • Unruhe
  • Schweißausbrüche
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Schlafstörungen

Auf die Einnahme von Doxepin sollten Sie verzichten, wenn Sie:

  • überempfindlich gegen das Medikament oder auch gegen verwandte Dibenzoxepine sind.
  • unter akuten Delirien leiden oder mit solchen zu rechnen haben.
  • unter einer Darmlähmung leiden.
  • Nicht in der Lage sind, Wasser zu lassen.

Wichtig zu wissen: Bei der Anwendung unter 18 Jahren ist keine medizinische Wirksamkeit vorhanden.

 

Welche Nebenwirkungen kann Doxepin hervorrufen?

Folgende Nebenwirkungen nach der Einnahme von Doxepin wurden am häufigsten beobachtet:

  • Trockener Mund
  • trockene Nase
  • verstärktes Schwitzen
  • Zittern (Tremor)
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • niedriger Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzrasen
  • Zittern
  • Sehstörungen, gerade beim Nah-Fernsehen
  • Verstopfung
  • Gewichtszunahme
  • erhöhte Leberenzymaktivität

Rund 10 Prozent aller Doxepin Patienten berichten nach der Einnahme über eine oder mehre der oben genannten Symptome

Über diese Nebenwirkungen sollte unbedingt mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden:

    • Durstgefühl
    • Juckreiz
    • allergischen Hautreaktionen
    • Verlust der Libido
    • Störungen bei der Entleerung der Blase
    • große innere Unruhe
    • Verwirrtheit
    • Libidoverlust
    • Impotenz

Was ist bei der Einnahme von Doxepin hinsichtlich dem Umgang mit Maschinen und Straßenverkehr zu beachten?

Die Reaktionsfähigkeit, kann während einer Behandlung mit Doxepin stark eingeschränkt sein. Es ist nicht zu empfehlen, Maschinen zu bedienen und auch nicht ratsam, mit einem Verkehrsmittel am Straßenverkehr teilzunehmen.

 

Ist die Einnahme von Doxepin während der Schwangerschaft und Stillzeit gestattet?

Es liegen noch zu wenige Studienergebnisse und Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Doxepin während der Schwangerschaft, weshalb von einer Einnahme besser abgesehen werden sollte. Während der Stillzeit ist die Verwendung von Doxepin ebenso nicht zu empfehlen, weil die Wirkstoffe von Medikamenten in die Muttermilch übergehen, was zu ernsthaften Auswirkungen für das ungeborene Leben führen kann.

Die Einnahme mit weiteren Medikamenten sollte unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden

Mit bestimmten Wirkstoffen, gegen psychische Störungen, Epilepsie oder Depressionen sollte Doxepin nicht zusammen eingenommen werden, weil es zu sogenannten Wechselwirkungen kommen kann. Einzelne Wirkungen können sich beispielsweise verstärken. Es kann aber auch vorkommen, dass eines der Medikamente seine Wirksamkeit vollständig verliert.

Auch mit folgenden Arzneien sollte Doxepin nicht zusammen eingenommen werden:

        • Schmerzmittel, die Morphine enthalten
        • Beruhigungsmittel
        • Schlafmittel
        • H1-Antihistaminika
        • Antidepressiva (MAO-Hemmer)
        • Droperidol
        • Pimozid
        • Sertindol
        • Amiodaron
        • Chinidin
        • Lumefantrin

Wichtig: Während einer Behandlung mit Doxepin sollte auf Hautkontakt mit der Sonne verzichtet werden. Doxepin kann die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich steigern.

Doxepin ist verschreibungspflichtig und nur über Rezept in Apotheken erhältlich.

Quellen: