Die Nebennierenschwäche als Ursache für Depressionen? Symptome, Test und Behandlung

Die Nebennieren befinden sich direkt über den Nieren. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des endokrinen Systems. Dort werden mehrerer wichtiger Hormone produziert, die für die Stressreaktion entscheidend verantwortlich sind. Die Nebennierenschwäche ist eine stressbedingte Erkrankung, die zu Symptomen wie Erschöpfung, geschwächter Immunität, Schlafstörungen und Heißhungerattacken führt. Die Nebennieren sind nach einer langen Zeit emotionalen Stresses oder chronischer Krankheit erschöpft und dysreguliert.

 

So funktionieren die Nebennieren

Die Nebennieren sind zwei kleine Organe, die sich oberhalb der Nieren befinden. Sie bestehen hauptsächlich aus zwei Teilen: dem Nebennierenmark und der Nebennierenrinde. Zu den Aufgaben dieser Hormondrüse gehört unter anderem die Produktion der lebenswichtigen Hormone Adrenalin und Noradrenalin (Nebennierenmark) und Aldosteron, DHEA und Cortisol (Nebennierenrinde). Cortisol ist ein starkes entzündungshemmendes Hormon. Das Hormon kontrolliert Entzündungen im Körper beeinflusst Allergien, Wundheilung, Asthma, um nur einige zu nennen.

Wie die Nebennieren unsere Energie beeinflussen

Die Nebennieren produzieren die Hormone in einem komplexen System, das von zwei Strukturen im Gehirn, dem Hypothalamus und der Hypophyse, koordiniert wird. Wenn Stress und schlechte Ernährung zu einem veränderten Hormonspiegeln führen, kann ein Ungleichgewicht der endokrinen Funktion zu erheblicher Müdigkeit führen. Die Arten von Stressoren, die die Nebennieren belasten, umfassen:

  • körperliches Trauma
  • emotionales Trauma
  • chemische Toxine
  • Infektionen
  • schlechte Ernährung
  • Angst, Depressionen
  • Schwangerschaft
  • verschreibungspflichtige Medikamente
  • Schlafmangel

Die meisten Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass sie sich bei einer Nebennierenschwäche ständig müde und erschöpft fühlen. Wenn wir Angst haben und unser Herz zu rasen beginnt, scheidet die Nebenniere Adrenalin und andere stressbedingte Hormone aus, um eine Reaktion auszulösen oder mit emotionalem Stress zurechtzukommen.

Wenn das Gehirn ein Ereignis als bedrohlich interpretiert, beginnen die Nebennieren zu wirken. Sie signalisieren dem Nervensystem, sich auf den Kampf oder die Flucht vorzubereiten. Dieses Signal mobilisiert die Atmungs- und Kreislaufsysteme des Körpers für Notfallmaßnahmen.

In diesem Fall benötigt der Körper Reserve-Energie und fährt deshalb alle homöostatischen Körperfunktion einschließlich der des Immunsystems herunter. Auch wenn die Kampf- oder Fluchtreaktion vorbei ist, verbleibt der Hormonspiegel noch eine Weile auf hohem Niveau, bis alle Auswirkungen unseres Alarmsystems abgeklungen sind.

Wird dieser Ausnahmezustand für längere Zeiträume aufrechterhalten, werden die Reserven des Körpers erschöpft und das Immunsystem geschwächt. Eine langfristige Überaktivierung dieser Hormone kann die Nieren und Nebennieren schwächen und die Funktionsfähigkeit des Immunsystems erheblich beeinträchtigen.

Wenn die Nebennierenfunktion beeinträchtigt oder schwach ist, kann eine Person an niedrigem Blutzucker, niedrigem Blutdruck, niedriger Körpertemperatur und einem völligen Gefühl der Erschöpfung leiden. Wenn der Stress länger anhält, beginnen die Organe zu schwächeln und andere gesundheitliche Probleme wie Hypoglykämie (Unterzuckerung) können auftreten.

Einige der häufigsten Ursachen, die zur Schwächung der Nebennieren beitragen, sind anhaltender Stress, schlechte Ernährung, übermäßiger Konsum von Zucker und raffinierten Kohlenhydraten, übermäßiger Konsum von Koffein, Alkohol, Drogen, Nikotin sowie Vitamin B- und C-Mangel.

Der menschliche Körper reagiert auf reale und imaginäre Bedrohungen immer auf die gleiche Weise. Zum Beispiel kann eine ungelöste Sorge um den Verlust des Arbeitsplatzes die gleiche Überlastung der Nebennieren und die daraus resultierende Unterdrückung des Immunsystems verursachen wie der tatsächliche Verlust des Arbeitsplatzes.

 

Symptome: Wie ist eine Nebennierenschwäche zu erkennen?

Zu den häufigsten Anzeichen von Nebennierenschwäche gehören Symptome wie Müdigkeit und Heißhungerattacken. Es gibt aber auch weniger häufigen Symptome, die nur bei einer kleineren Gruppe von Patienten auftreten. Dazu gehören niedriger Blutdruck und häufiges Wasserlassen. In der Regel hat eine Person mit Nebennierenschwäche mehrere Symptome, die auf die Erkrankung hinweisen. Hier sind die wichtigsten:

 

Müdigkeit, trotz ausreichendem Schlaf

Patienten, mit einer Nebennierenschwäche leiden in den frühen Stadien ihres Zustands unter erheblichem Stress. Daher sind ihre Adrenalin- und Cortisol-Spiegel sehr hoch. Dies unterbricht den natürlichen 24-Stunden-Zyklus des Cortisol-Spiegels und führt abends zu einem Zustand der Wachsamkeit, der einen erholsamen Schlaf verhindert.

In einem späteren Stadium der Erkrankung haben viele Patienten meistens einen niedrigeren Cortisol-Spiegel. Auch der Blutzucker ist in der Nacht und am frühen Morgen tendenziell viel niedriger (Cortisol reguliert auch den Blutzucker). Der Körper erkennt, dass er hungrig ist und der Patient wacht auf. Viele Menschen mit Nebennierenschwäche essen genau diesem Grund häufig in der Nacht.

Bei Patienten mit Nebennierenschwäche haben ein dauerhaft niedrigeres Energieniveau als früher. Das Altern ist oft ein Faktor, aber auch chronischer Stress kann auch einen wesentlichen Beitrag zur Erschöpfung leisten. Bei Menschen, die immer mehr Kaffee trinken , um den Tag zu überstehen, ist es möglicherweise an der Zeit, die Ursache für die Müdigkeit zu untersuchen.

In den späteren Stadien der Nebennierenschwäche sind die Nebennieren erschöpft und können nicht mehr genügend Hormone produzieren. Dies bedeutet, dass der Cortisol-Spiegel zusammen mit Neurotransmittern wie Adrenalin und Noradrenalin im Allgemeinen niedriger ist, als sie sein sollten.

 

Die Unfähigkeit mit Stress umzugehen

Wenn wir körperlichen oder emotionalen Stress erleiden, sind wir auf unsere Nebennieren angewiesen, um Hormone wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin freizusetzen. Diese Hormone regulieren unsere Stressreaktion und ermöglichen es uns, unsere Kraft, unseren Fokus und unser Bewusstsein zu steigern, wenn wir es brauchen.

Sind die Nebennieren jedoch schwach, haben diese Menschen Schwierigkeiten, die notwendige Menge dieser Hormone freizusetzen. Patienten mit Nebennierenschwäche berichten häufig von mangelnder Begeisterung, Apathie oder Desinteresse, Reizbarkeit und Angstzuständen.

 

Heißhunger auf salzige Lebensmittel

Personen mit erschöpftem endokrinen System berichten oft von häufigem Wasserlassen. Das kann auf das Alter zurückzuführen sein, kann aber auch durch eine schwache Nebennierenfunktion verursacht werden.

Dies bedeutet, dass Patienten mit Nebennierenschwäche die Fähigkeit verlieren, den Gehalt an Mineralien wie Natrium, Kalium und Magnesium in ihrem Blut auszugleichen. Dies führt wiederum zu Heißhunger auf Lebensmittel, die das verlorene Natrium ersetzen. Menschen, die plötzlich Lust auf salzige Snacks haben, leiden möglicherweise an einer Nebennierenschwäche.

 

Höheres Energieniveau am Abend

Bei einigen Patienten mit Nebennierenschwäche treten am späten Nachmittag und Abend Cortisol-Spitzen auf, die häufig zu Schlaflosigkeit führen. Meistens fühlen sie sich den ganzen Tag über müde, um dann am späten Abend plötzlich einen Schwung Energie zu bekommen. Dies tritt tendenziell in früheren Stadien der Nebennierenschwäche auf, wenn die Nebennieren noch in der Lage sind, erhebliche Mengen an Cortisol und Adrenalin zu produzieren.

Übermäßiger Gebrauch von Stimulanzien wie Zucker und Koffein

Millionen von Menschen verlassen sich täglich auf Stimulanzien wie Kaffee und Zucker, um die Müdigkeit zu vertreiben. Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen dem gelegentlichen Trinken eines Kaffees und dem Konsum von Stimulanzien den ganzen Tag über.

Das Problem ist, dass Stimulanzien dazu neigen, ihre Wirksamkeit im Laufe der Zeit zu verlieren. Da chronischer Stress das endokrine System belastet, gibt jede Tasse Kaffee oder zuckerhaltige Snack einen geringeren Energieschub. Je gestresster und müder die Patienten werden, desto mehr Stimulanzien benötigen sie. In diesem Teufelskreis beschleunigen viele Menschen unabsichtlich ihre hormonelle Dysregulation und chronische Müdigkeit.

 

Geschwächtes Immunsystem

Cortisol hat eine entzündungshemmende Wirkung, die zur Regulierung des Immunsystems beiträgt. Eine Entzündung ist oft nur ein Zeichen dafür, dass der Körper gegen eine Infektion kämpft. Cortisol verhindert, dass diese Reaktion außer Kontrolle gerät. Die Aufrechterhaltung eines ausgeglichenen Cortisol-Spiegels ist ein wichtiger Teil unserer Gesundheit.

Wenn Stress dazu führt, dass der Cortisol-Spiegel erhöht ist, wird diese entzündungshemmende Wirkung zu stark. Dies verhindert effektiv, dass das Immunsystem so funktioniert, wie es sollte. Ohne ein ordnungsgemäß funktionierendes Immunsystem werden wir anfällig für Krankheiten. Umgekehrt lässt ein niedrigerer Cortisol-Spiegel das Immunsystem häufig auf Krankheitserreger überreagieren. Dies kann zu chronischen Entzündungen und einer Reihe von Atemwegserkrankungen oder Autoimmunerkrankungen führen.

 

Weitere Symptome einer Nebennierenschwäche

Es gibt noch einige weitere Symptome, die in Zusammenhang mit einer Nebennierenschwäche stehen können.

  • Angstzustände
  • Reizbarkeit
  • Schwindel
  • Depressionen
  • trockene Haut
  • Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • häufiges Wasserlassen
  • geringer Sexualtrieb
  • niedriger Blutzucker
  • Gewichtszunahme

Die Behandlung der Nebennierenschwäche

Die Wiederherstellung der normalen Nebennierenfunktionen ist keine unmögliche Aufgabe. Glücklicherweise ist der Weg zur Genesung meistens sehr einfach und durch ein paar Änderungen im Lebensstil zu erreichen. Hier sind vier Möglichkeiten, um mit der Wiederherstellung zu beginnen.

Die Ernährung verbessern

Wichtig ist, zum richtigen Zeitpunkt zu essen. Der Blutzuckerspiegel spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Energieniveaus. Um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, sollten Patienten kleine, regelmäßige Mahlzeiten mit einem niedrigen glykämischen Index zu sich nehmen. Regelmäßige Snacks sind eine gute Idee. Dies hilft bei der Bewältigung des Cortisol-Einbruchs, der am späten Nachmittag auftreten kann.

 

Die besten Lebensmittel bei Nebennierenschwäche

Eine ausreichende Nährstoffversorgung ist für einen gesunden Zustand von Körper und Geist unerlässlich. Forscher haben einen Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Unterernährung gefunden, insbesondere in der westlichen Ernährung. Diäten, die reich an Zucker, Natrium und gesättigten Fettsäuren sind, wurden mit einer stärkeren Erschöpfung der Nebennieren in Verbindung gebracht. Die folgenden Nahrungsmitteln benötigt ein Körper, um sich von einer Nebennierenschwäche zu erholen:

 

Proteine

Menschen benötigen Proteine, um den Aufbau und die Reparatur von Muskelgewebe, Haaren, Haut, Nägeln und fast jedem Organ im Körper zu unterstützen.

Die Proteinaufnahme variiert von Individuum zu Individuum, aber die meisten Ernährungsrichtlinien empfehlen etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Gute Proteinquellen sind Bio-Fleisch, Eier und Organfleisch wie Leber.

 

Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index

Der glykämische Index (GI) eines Lebensmittels zeigt an, um wie viel jedes Gramm Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel erhöht. Lebensmittel mit hohem GI (> 70 auf der Glukoseskala) sind einfache Zucker, die plötzliche Blutzuckerspitzen verursachen. Lebensmittel mit niedrigem GI (<55) sind normalerweise komplexe Kohlenhydrate, die langsam verdaut werden und daher den Blutzuckerspiegel weniger beeinflussen.

Dies bedeutet, dass komplexe Kohlenhydrate über einen längeren Zeitraum nachhaltige Energie liefern. Lebensmittel mit niedrigem GI können Vollkornprodukte, Bohnen, Linsen und Sojaprodukte enthalten. Patienten sollten ihrem Speiseplan einige Früchte mit niedrigem GI wie Beeren und grüne Äpfel hinzufügen.

 

Vermeiden Sie bei Versacht auf eine Nebennierenschwäche Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index.

 

Gesunde Fette

Fette sind die Hauptquelle des Körpers für gespeicherte Energie und wirken als Vorläufer für andere vom Körper hergestellte Substanzen. Essentielle Fettsäuren (EFAs) umfassen Linolsäure und Alpha-Linolsäure. Diese werden nicht im Körper hergestellt und müssen daher aus der Nahrung gewonnen werden.

Die besten Quellen für gesundes Fett sind fettiger Fisch (Lachs, Makrele, Sardine), Avocados, Olivenöl, Kokosöl, Nüsse und Samen.

 

Genügend Flüssigkeit aufnehmen

Flüssigkeiten sind nötig, um Nährstoffe zu den Zellen zu befördern, die Verdauung zu ermöglichen und den Nieren zu helfen, die Giftstoffe aus dem Körper zu spülen. Flüssigkeiten unterstützen auch die Bildung von Verdauungssäften im Magen, sodass wir Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen können. Wasser reguliert auch unsere Körpertemperatur und unseren Stoffwechsel. Die meisten Ernährungswissenschaftler empfehlen, mindestens 6 Gläser frisches, gefiltertes Wasser pro Tag zu trinken.

 

Meditation und Yoga können helfen

Traditionelle Heilpraktiker wissen seit Jahrhunderten, dass auf Achtsamkeit basierende Übungen wie Meditation und Yoga helfen, Stress und Angst abzubauen . Regelmäßiges Üben verbessert die Fähigkeit auf Stress richtig zu reagieren. In einem meditativen Zustand können bestimmte Gedanken oder Gefühle vorbeiziehen, ohne Stress oder Angst zu verursachen. Das bedeutet, dass Patienten weniger Zeit damit verbringen, sich auf negative Gedanken zu konzentrieren.

Bei der Meditation wird das Zwerchfell verwendet, um Sauerstoff in den Körper zu bekommen und einen vollständigen Sauerstoffaustausch in der Lunge zu ermöglichen. Dies führt dazu, dass der Körper die Reaktion “Kampf oder Flucht” deaktiviert, da er plötzlich erkennt, dass er keiner Bedrohung ausgesetzt ist. Die Produktion von Cortisol wird vorübergehend eingestellt, wodurch sich Patienten entspannter und ruhiger fühlen.

Zu Beginn sollten Patienten nicht länger als 2-3 Minuten meditieren. Wenn sie sich daran gewöhnt haben, still zu sitzen und sich auf den Atem zu konzentrieren, kann die Dauer erhöht werden. Es gibt beim Meditieren keinen richtigen oder falschen Weg. Die Techniken können zwischen verschiedenen Tutoren und Schulen variieren, aber die Gesamtidee ist dieselbe.

 

Nebennierenschwäche – Realität oder Mythos?

Nebennierenschwäche ist ein Begriff, der auf eine Sammlung unspezifischer Symptome wie Körperschmerzen, Müdigkeit, Nervosität, Schlafstörungen und Verdauungsprobleme angewendet wird. Der Begriff taucht häufig in populären Gesundheitsbüchern und auf Websites für alternative Medizin auf, ist jedoch keine akzeptierte medizinische Diagnose.

Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die eine Nebennierenschwäche belegen. Die Endocrine Society, die weltweit größte Organisation von Endokrinologen (Ärzte, die Patienten mit Drüsen- und Hormon-Erkrankungen behandeln), sagt, das Nebennierenschwäche keine echte Krankheit ist. Die Symptome sind häufig so allgemein, dass sie auf viele Krankheiten, Zustände oder auf einen stressigen Alltag zurückzuführen sind.

Manche Endokrinologen warnen sogar davor, dass einige Behandlungen gefährlich sein können. Wer bestimmte Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, die Cortisol produzieren, das gar nicht nicht benötigt wird, kann auf Dauer die Nebennieren schädigen.

 

Was ist der Unterschied zu einer Nebenniereninsuffizienz?

Im Gegensatz zur Nebennierenschwäche ist die Nebenniereninsuffizienz eine anerkannte Krankheit, die diagnostiziert werden kann. Es gibt zwei Formen dieser Erkrankung, und beide werden durch Schäden oder Probleme der Nebennieren verursacht, die dazu führen, dass sie nicht genug vom Hormon Cortisol produzieren.

Die Symptome beider Formen sind chronische Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Muskelschwäche, Gewichtsverlust und Magenschmerzen. Sie können auch Übelkeit, Erbrechen, niedrigen Blutdruck, Durchfall, Depressionen oder Verdunkelung der Haut hervorrufen.

Die Nebenniereninsuffizienz wird mit einem Test durch eine Blutuntersuchung diagnostiziert. Dabei wird überprüft, ob der Cortisol-Spiegel im Körper zu niedrig ist. Patienten, die davon betroffen sind müssen einen Hormonersatz einnehmen.

Depression Selbsthilfe: Was kann ich selbst tun?

Depression ist eine Krankheit, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Sie hat nichts mit einer normalen Traurigkeit nach einem schweren Schicksalsschlag zu tun. Trauer ist eine normale Reaktion des Körpers und klingt mit der Zeit ab. Depression ist ein andauernder Zustand der Niedergeschlagenheit, der von selbst nicht vergeht. Betroffene müssen dringend einen Arzt und Psychotherapeuten aufsuchen. Oft sind sogar Medikamente notwendig. Dies reicht jedoch nicht aus. Der Patient muss selbst aktiv mithelfen, damit die Depression nicht die Oberhand über sein Leben gewinnt. Nachfolgend ein paar Tipps, wie sich jeder Mensch mit Depressionen bis zu einem gewissen Punkt selbst helfen kann.

 

Erste Schritte der Depression Selbsthilfe: Dem Leben eine feste Struktur geben

Depressive Menschen bleiben oft den ganzen Tag im Bett und sind kaum zu motivieren. Diese Untätigkeit begünstigt die Depression. Betroffene brechen am besten aus diesem Teufelskreis mit einer festen Struktur aus. Berufstätige haben es einfach, denn der Tag wird ohnehin durch ihre Aufgaben bestimmt. Wer das nicht hat, muss sich selbst eine Struktur geben. Ein Tagesplan könnte so aussehen:
  • 7:30 Uhr Aufstehen
  • 7:30 Uhr bis 8:30 Uhr Frühstück
  • 8:30 Uhr bis 9:00 Uhr Morgenspaziergang
  • 9:00 Uhr bis 9:30 Uhr Zeitung lesen
  • 9:30 Uhr bis 10:30 Uhr: Wohnung aufräumen
  • 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr: Mittag essen kochen
  • 11:30 Uhr bis 13:00 Uhr Mittag essen
  • 13:00 Uhr bis 13:30 Uhr Meditation
  • 13:30 Uhr bis 14:00 Uhr: Gymnastik
  • 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr: Gartenarbeit
  • 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr Freunde anrufen
  • 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr Abendessen
  •  18:00 Uhr bis 20:00 Uhr zur freien Verfügung
  • 20:00 bis 22:00 Uhr Freunde treffen

Das ist nur ein Beispiel, das jeder auf seine persönlichen Bedürfnisse anpassen kann. Ist der Tag gut strukturiert, tritt eine Depression nicht so häufig auf.

Die Gedankenspirale stoppen

Depressionen beginnen im Kopf. Es ist die Flut an negativen Gedanken, die sich im Kopf im Kreis drehen. Viele Patienten bemerken das zunächst gar nicht und gleiten so immer stärker in eine negative Stimmung ab.

Um das erst gar nicht aufkommen zu lassen ist Aufmerksamkeit eine gute Lösung. Diese Technik ist eigentlich eine buddhistische Meditationstechnik. Der Patient beobachtet wertfrei sich und seine Umgebung. Das hört sich einfach an, ist aber in der Durchführung anspruchsvoll. Es gibt sogar Apps, welche die User entsprechend anleiten.

Vor allem depressiven Menschen fällt es schwer, sich längere Zeit auf einen Gegenstand zu konzentrieren. Schnell beginnt sich das Gedankenrad zu drehen. Bemerkt der Patient das, soll er bewusst stopp sagen. Ist er allein spricht nichts dagegen, es laut auszusprechen. Dadurch bricht der Strom an negativen Gedanken zunächst ab. Beginnen die negativen Gedanken den Patienten erneut zu quälen, wiederholt er dies einfach.

Für mehr Glückshormone im Körper sorgen

Moderne Antidepressiva sind Serotonin- oder Nordadrenalinwiederaufnahmehemmer. Serotonin und Noradrenalin sind sogenannte Glückshormone. Diese schüttet der Körper nach einem schönen Erlebnis aus und man fühlt sich einfach gut. Leider verschwinden die Stoffe sehr schnell wieder aus dem Körper. Um Nachschub muss sich der Patient selbst kümmern. Wer mehr Glückshormone möchte, muss für schöne Erlebnisse sorgen.
Folgende Aktivitäten schütten Glückshormone aus:

  • Einen schönen Film mit Freunden sehen
  • Ein anregendes Gespräch mit netten Menschen
  • Sex
  • Massage
  • Sportliche Aktivitäten

Sport ist fast eine Art Wunderwaffe gegen Depressionen. Damit lösen Betroffene mehrere Probleme. Viele Aktivitäten finden im Freien statt. Wer in einem Sportverein trainiert, kommt mit vielen Menschen zusammen, die das gleiche Ziel haben. Hinzu kommt, dass vor allem Ausdauersport Serotonin ausschüttet. Bekannt ist das vor allem bei Laufsportler. Wer intensiv trainiert erlebt einen sogenannten “Runners High”. Das ist eine Art Rauschzustand während des Joggens. Das Erlebnis ist so intensiv, dass manche davon sogar süchtig werden. Diesen Zustand sollte gar nicht das Ziel sein. 30 Minuten Sport am Tag genügt, um sich besser zu fühlen.

Ähnlich verhält es sich mit Sex. Jeder kennt das euphorische Gefühl nach einer schönen Liebesnacht. Das funktioniert aber nur, wenn das Liebesspiel selbst keinen Stress erzeugt. Wer Angst hat zu versagen oder den Ansprüchen des Partners nicht zu genügen, hat Stresshormone statt Glückshormone im Körper, was eine Depression eher begünstigt.

Auf die Ernährung achten

Zu einer Depression kommt oft noch eine Essstörung hinzu. Einige Betroffene beginnen zu essen, wenn sie sich schlecht fühlen. Andere verweigern die Nahrung und nehmen stark ab, sodass die Gewichtsabnahme sogar lebensbedrohlich werden kann.
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hilft nicht nur bei der Normalisierung des Gewichts, sondern auch gegen Depressionen. Die Ernährung sollte aus möglichst viel Obst und Gemüse bestehen. Dadurch enthält sie viele Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Bei einer Essstörung ist es wichtig, die Nahrungsaufnahme bewusst zu gestalten. Der Betroffene nimmt sich zum Beispiel vor, drei Mahlzeiten am Tag zu essen. Außerdem dieser Zeiten trinkt er höchstens Wasser. Dadurch verhindert er Essattacken. Durch eine ausgewogene Ernährung fühlt sich der depressive Mensch besser und die Stimmung hellt sich auf.

Für die richtige Menge an Schlaf sorgen

Beim Schlaf kommt es auf die richtige Menge an. Wer zu lange schläft, stellt oft fest, dass er sich sogar schlechter fühlt. Die meisten Menschen benötigen ungefähr sieben Stunden Schlaf. Depressive Menschen fühlen sich oft müde und niedergeschlagen. Sie dürfen dem Schlafbedürfnis nicht nachgeben, da das die Depression steigert.

Wie viel Schlaf man wirklich benötigt, kann jeder nur für sich selbst beantworten. Wer es nicht genau weiß, darf ruhig ein wenig experimentieren. Junge Menschen schlafen meist ein wenig länger als Ältere. Übrigens: Moderater Schlafentzug kann stimmungsaufhellend wirken. Auch hier spielt eine vermehrte Ausschüttung von Serotonin eine Rolle. Das sollte aber nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Selbstmedikation bei Depressionen

Depression ist ein komplexes Krankheitsbild und es gibt nur wenige frei verkäufliche Medikamente. Diese eignen sich nur bei leichten Formen und sollten auch nur vorübergehend genommen werden. Das Mittel der Wahl ist ein Johanniskrautpräparat. Dieses können sich Betroffene in der Apotheke kaufen.

Leiden Betroffene zusätzlich an Schlafstörungen oder innere Unruhe könne Präparate mit den Wirkstoffen Baldrian, Hopfen, Passionsblume, Lavendel oder Melisse helfen.

Depression muss behandelt werden

Depressionen sind eine ernste Krankheit. Die vorgeschlagenen Methoden der Depression Selbsthilfe lindern zwar die Beschwerden ein wenig, doch muss auf jeden Fall begleitend eine Psychotherapie und eine medikamentöse Behandlung erfolgen. Wichtig ist vor allem, dass der Betroffene möglichst lange zur Arbeit geht. Die Versuchung ist groß, sich einfach längere Zeit krankschreiben zu lassen. Das kann die Depression verstärken, da die Arbeit dem Tag Struktur gibt. Ist der Patient krankgeschrieben, muss er erst selbst einen eigenen Tagesablauf finden. Das ist übrigens auch ein Grund, warum viele Rentner nicht die erhoffte Erholung finden, sondern in die Depression abgleiten. Der gewohnte Tagesablauf fehlt ihnen und sie schaffen es nicht, dem Tag einen eigenen Sinn zu geben.

Tryptophan bei Depressionen: Wirkung, Einnahme, Dosierung und Nebenwirkungen

Tryptophan bei Depressionen

Tryptophan ist kein Medikament, sondern eine körpereignee Aminosäure. Nahrungsergänzungsmittel mit diesem Inhaltsstoff können Körper und Psyche beim Kampf gegen Depressionen unterstützen. Dieser Text handelt davon, was Depressionen überhaupt sind. Hauptsächlich wird jedoch die Wirkung des Nahrungsergänzungsmittels Tryptophan betrachtet, sowie Lebensmittel, die viel Tryptophan enthalten und die Behandlung von Depressionen unterstützen können.

Depressionen – ein kurzer Exkurs

Bei einer Depression handelt es sich um eine psychische Erkrankung, die mitunter auch körperliche Symptome hervorrufen kann. Betroffene können an unterschiedlichen Symptomen leiden. Dazu zählen gedrückte Stimmung, Appetitlosigkeit, Angstzustände, Antrieblosigkeit und die Hemmung zu denken, sowie Schlaflosigkeit. Bei einer starken Depression sind es nicht selten Suizidgedanken, die aus den Symptomen resultieren. Umso wichtiger ist es, eine Depression früh zu erkennen und zu behandeln.

Bei der Behandlung kann ein körpereigener Stoff helfen: Tryptophan. Dieser kann über die Nahrung oder als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, um die Behandlung von Depressionen zu unterstützen. Die Hauptbehandlung erfordert jedoch immer die Therapie mit einem Psychologen oder einem Psychiater, um die Symptome von Depressionen schnellstmöglich zu behandeln und die Auswirkungen auf das Leben und den Alltag so schnell wie möglich zu minimieren.

Was ist Tryptophan?

Wissenschaftlich betrachtet, handelt es sich bei Tryptophan um eine Aminosäure. Sie wird in der Regel über die Nahrung aufgenommen. Da sie jedoch nicht wasserlöslich ist, beläuft sich die Aufnahme über Nahrungsmittel in kleinen und manchmal zu geringen Mengen. Dies liegt an der chemischen Bindung der Aminosäure an Proteine. Die Einnahme von Tryptophan als Nahrungsergänzungsmittel hat viele positive Auswirkungen. Es kann Depressionen und Angstzustände mildern.

Wirkungsweise von Tryptophan

Nun stellt sich natürlich die Frage, was Tryptophan mit Depressionen zu tun hat. Schlicht: Tryptophan gilt als Stimmungsaufheller in natürlicher Form. Im Körper wird die Aminosäure Tryptophan in Serotonin, ein körpereigener Transmitter, umgewandelt. Damit handelt es sich bei Tryptophan um eine Vorstufe des Transmitters, durch welche sich die Gefühlslage im Menschen von Natur aus regulieren kann. Darüber hinaus wird die sogenannte Niacin-Synthese angeregt, aus welcher die Produktion des Vitamins B3 hervorgeht.

Daraus folgend ergibt sich die Tatsache, dass es auch zu depressiven Verstimmungen führen kann, wenn der Körper an einem Mangel an Tryptophan leidet. Depressive Verhaltensweisen, sowie Stimmungsschwankungen liegen häufig einem Mangel zugrunde. Dies beruht darauf, dass eine gesunde psychische Verfassung nur dann möglich ist, wenn sich der Hormonhaushalt im Gleichgewicht befindet. So kommt es ohne die passenden Neurotransmitter, wie beispielsweise Serotonin, dazu, dass depressive Stimmungen verstärkt oder gar hervorgerufen werden können. Darüber hinaus kann der Stress, der bei manchen Betroffenen ebenfalls zu depressiven Verhaltensweisen führt, durch ungesunde Handlungen hervorgerufen werden, wozu nicht zuletzt die Ernährung zählt. Dies sollte auch bei der Behandlung von Depressionen berücksichtigt werden. Im Folgenden wird daher die Rolle von Nahrungsergänzungsmitteln und einer tryptophanhaltigen Ernährungsweise betrachtet.

Die Geschichte von Tryptophan und Depressionen

Bereits in den 70er Jahren wurde die Wirkung von Trypthophan entdeckt. Der appetitzügelnde Wirkstoff wird von da an bei leichten und mittelschweren Depressionen als Nahrungsergänzungsmittel verschrieben, da Studien dessen Wirkung bei diesen Krankheitsbildern nachweisen. Etlichen Studien ist es außerdem zu verdanken, dass der Wirkstoff Tryptophan in Nahrungsergänzungsmitteln frei verkäuflich ist.

Wenn der Stress steigt

Wie bei anderen Nährstoffen ist der Bedarf von Tryptophan von Person zu Person unterschiedlich. Als Faustregel gilt jedoch: Je höher der Stress, desto wahrscheinlicher ist ein Mangel an Tryptophan. Wenn dieser durch Stress und Hektik entsteht, kommt es nicht selten zu Stimmungsschwanken, Depressionen, sowie zu Müdigkeit und Schlafstörungen. Dies kann durch eine tryptophanhaltige Ernährung und vor allem durch Nahrungsergänzungsmittel wieder eingependelt werden.

Tryptophanhaltige Lebensmittel – Health Food ist Soul Food

Oft ist es ein Teufelskreis. Der Mangel an Tryptophan führt zu Depressionen, welche sich in Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit auswirken. Umso schlimmer sind die Folgen. Denn diese Antriebslosigkeit macht sogenanntes Soulfood besonders verführerisch. Schließlich müssen Schokolade, Pommes, Pizza und Co nicht aufwendig zubereitet werden. Die ungesunde Ernährung zieht in den Alltag ein und macht es immer schwieriger, Tryptophan über die Ernährung aufnehmen zu können, da gesunde Lebensmittel weniger konsumiert werden. Umso wichtiger ist es, sich eine gesunde Ernährung mit jenen Lebensmitteln zu entwickeln, die viel Tryptophan enthalten. Dazu zählen besonders Lebensmittel mit viel pflanzlichem oder tierischem Eiweiß. Besonders viel Tryptophan ist in Sojabohnen enthalten. Aber auch Cashewkerne, Kakaopulver und Lachs sind zu empfehlen, um den Tryptophanhaushalt wieder aufzustocken und Depressionen zu bekämpfen. Denn gesunde Ernährung trägt nicht nur zur körperlichen, sondern auch zur seelischen Gesundheit bei.

Einnahme von Tryptophan

Da Tryptophan in der Nahrung an Proteine gebunden ist und die Bioverfügbarkeit von Tryptophan in Form von Nahrungsmitteln daher gering ist, lohnt sich die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, um gegen leichte bis mittelschwere Depressionen anzugehen. Der Bedarf an Tryptophan beträgt zwischen 3,5 und 6 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Kann dies durch die Nahrung nicht gewährleistet werden oder besteht ein großer Mangel an Tryptophan, kommen Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz. Deren Dosierung liegt je nach Bedarf zwischen 400 und 1000 Milligramm täglich. Bei einer Überdosierung sind keine toxischen Wirkungen und demnach auch keine Nebenwirkungen zu erwarten, da es sich bei Tryptophan um einen körpereigenen Stoff handelt. Bei der Einnahme gilt es lediglich zu bedenken, dass Tryptophan zu Schläfrigkeit führen kann. Daher sollte das Nahrungsergänzungsmittel ungefähr eine Stunde vor dem Schlafen eingenommen werden, um den Alltag weiterhin meistern zu können.

Wie bei allen Nahrungsergänzungsmitteln ist es wichtig, die Einnahme im Vorhinein mit dem Hausarzt zu besprechen, um den Serotoninspiegel nicht zu sehr zu beeinflussen.

Tryptophan oder 5-HTP?

Bevor herausgefunden werden kann, welcher der beiden Stoffe geeigneter ist, gilt es zu klären, was 5-HTP eigentlich ist. Wie bei Tryptophan handelt es sich hierbei um eine Aminosäure. Der Körper verwendet sie ebenfalls, um Serotonin herzustellen. Dabei handelt es sich bei 5-HTP um ein Nebenprodukt von Tryptophan, welches gewonnen wird, während Tryptophan im Körper aufgegliedert wird.

In Nahrungsergänzungsmitteln werden Samen des afrikanischen Strauchs Griffonia simplicifolia verwendet, die 5-HTP enthalten. Nahrungsmittel mit 5-HTP werden eingesetzt, um Stress zu lindern, die Stimmung aufzuhellen und Appetit zu steigern.

Die Beschreibung von 5-HTP zeigt die Gemeinsamkeit, die zwischen diesem Stoff und seinem Vorgänger Tryptophan bestehen. Da stellt sich die Frage, welchen Stoff das Nahrungsergänzungsmittel enthalten soll, mit dem Depressionen gelindert werden sollen.

Ein Vorteil von 5-HTP ist die Tatsache, dass dieser Stoff nur für die Herstellung von Serotonin zur Verfügung steht, während Tryptophan für andere Vorgänge im Körper verwendet wird.

Die Beantwortung der Frage, welcher der Stoffe besser ist, orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und Leiden des Einzelnen, da sich die beiden Stoffe in ihrer Wirkung unterscheiden. Für Momente depressiver Stimmung, die nur ab und zu aufkommen, eignet sich 5-HTP besser, während Tryptophan für eine dauerhafte Anwendung von Vorteil ist.

Angstzustände: Symptome, Ursachen und Therapien

Was versteht man unter Angstzuständen?

Normalerweise ist Angst eine gesunde Reaktion, die jeder Mensch kennt. Angst ist eine Art Selbstschutz des Körpers, der damit bezweckt, dass die auslösende Situation schnellstmöglich verlassen wird. Sie gehört, wie unzählige alltägliche Empfindungen, zum Leben dazu und ist in gesundem Maße kein Grund zur Beunruhigung.

In seinem Angstempfinden ist jeder Mensch unterschiedlich veranlagt.

Wenn Angst besonders stark empfunden wird, so, dass es im Alltag immer wieder zu Einschränkungen kommt und die Lebensqualität stark darunter leidet, spricht man Angstzuständen.

Unter dem Begriff “Angststörung” sind verschiedene psychische Erkrankungen zusammengefasst. Von Phobien, über die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bis hin zur generalisierten Angststörung ist das Feld der Erkrankungen, die sich durch krankhaft empfundene Angst charakterisieren, groß.

Unter einer Angststörung kann jeder Mensch unabhängig seines Alters erkranken. Eine Veranlagung, beispielsweise durch familiäre Vorbelastung, kann die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöhen.

Wie kommt es zu Angstzuständen?

Die Ursachen für Angstzustände sind meist ein Zusammenspiel erblicher, neurobiologischer und psychologischer Faktoren.
Verschiedene Faktoren begünstigen Angstzustände. Folgende Punkte können der Auslöser für krankhafte Angst sein:
  • Traumata
  • Suchterkrankungen
  • Nebenwirkungen spezieller Medikamente
  • Schilddrüsenunter- oder Überfunktionen
  • Übermäßiger Stress
  • Nicht entdeckte Erkrankungen
  • Genetische Veranlagung
Oft lässt sich nicht die eine Ursache ausfindig machen. Es handelt sich eher um ein Zusammenspiel verschiedener Auslöser.

Symptome: Wie äußern sich Angstzustände?

Von Betroffenen werden Angstzustände als sehr unangenehm empfunden. Die einhergehenden Symptome werden häufig für einen nahenden Herzinfarkt gehalten. Angstzustände äußern sich unter anderem durch:
  • Herzrasen
  • Kreislaufprobleme, z.B. Schwindel
  • Todesangst
  • Kontrollverlust
  • Engegefühle
  • Panik
  • Todesangst
  • Schweißausbrüche
  • Atemnot
  • Zittern
  • Körperliche Schmerzen (z.B. in der Brust)
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Muskelverspannungen

Was kann man gegen Angstzustände tun?

Haben Sie das Gefühl, an Angstzuständen zu leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und ihm die Symptome schildern. Zuerst sollten körperliche Ursachen wie Schilddrüsenerkrankungen ausgeschlossen werden, ehe mit der Behandlung begonnen wird.
Angstzustände werden meist mit kognitiven oder tiefenpsychologischen Therapien behandelt. Nicht bei jeder Form der Angststörung ist eine Behandlung nötig. Doch wenn das Leben massiv eingeschränkt wird und die Symptome zunehmen, ist sie ratsam.

Wie kann man Angstzustände überwinden?

Wenn Sie unter Angstzuständen leiden, kennen Sie das Gefühl, in einem ewigen Kreislauf gefangen zu sein.

Es gibt verschiedene Wege, diesen Kreislauf zu durchbrechen und die Angst in den Griff zu bekommen. Die folgenden fünf Punkte sollen einen kleinen Leitfaden darstellen, der Ihnen dabei helfen kann, das zu schaffen.

1. Die Angst akzeptieren

Angstzustände sind etwas Abstraktes. Es kann schwerfallen, sich einzugestehen, dass sie Einfluss auf das Leben und Entscheidungen haben. Die permanente Sorge davor, wieder eine Angstattacke zu erleiden, beeinflusst den Tagesablauf.
Der erste Schritt ist, die Angst zu akzeptieren. Es geht nicht darum, sich damit abzufinden und das Leiden als Teil des Lebens zu akzeptieren, sondern zuzugeben, dass ein Problem besteht und man als als solches erkannt hat.
Nur, wer ehrlich zu sich selbst ist, schafft es, den Kreislauf zu verlassen.

2. Das Muster durchbrechen

Auf die Akzeptanz folgt der zweite wichtige Schritt. Angstzustände verlaufen nach einem Muster. Dieses Muster zu erkennen ist wichtig, um es zu durchbrechen.

Um Regelmäßigkeiten zu erkennen, kann es helfen, ein Tagebuch zu führen. In welchen Situationen empfinden Sie die Angst? Wann ist sie besonders ausgeprägt?

3. Die Angst hinterfragen

In dem Augenblick, in dem Sie die aufkommende Angst bereits spüren, sollten Sie sich fragen, wieso. Wieso haben Sie Angst? Gibt es in diesem Moment etwas Konkretes, das dieses Gefühl in Ihnen auslöst?

Hinterfragen Sie, ob es einen realen Grund dafür gibt, so zu empfinden. Seien Sie ehrlich zu sich. Ist die Angst möglicherweise unbegründet? Können Sie Abstand zu diesen Gedanken aufbauen?

Die Angst verliert viel von ihrer Wirkung, wenn sie in Frage gestellt wird. Das erfordert anfangs etwas Übung, wird aber von Mal zu Mal einfacher werden.

4. Auf den Notfall vorbereitet sein

Trotz aller Strategien kann es dennoch zu einer Angstattacke kommen. Darauf können Sie sich vorbereiten.

Wenn Sie sich in eine Situation begeben, in der Sie zuvor schon Angstattacken erlitten haben, tun Sie es so, dass Sie sie jederzeit verlassen können. Positionieren Sie sich an Ausgängen oder halten Sie etwas bereit, dass sie zur Ablenkung nutzen können.
Ablenkung ist allgemein etwas, auf das Sie achten sollten. Das kann ein gutes Buch sein, ein Hörspiel, ein Podcast oder die Lieblingsmusik. Alles, was Ihnen dabei hilft, runterzukommen und sich zu beruhigen, sollte in greifbarer Nähe sein.

Probieren Sie verschiedene Hilfsmittel aus und entscheiden Sie, welche für Sie am besten geeignet sind.

5. Hilfe in Anspruch nehmen

Letztlich ist es trotzdem ratsam, sich in professionelle Hände zu begeben. Eine Therapie hilft dabei, versteckte Ursachen zu finden und sie aufzuarbeiten. Dazu ist man alleine nur in seltenen Fällen in der Lage.

6. Prophylaxe

Auch, wenn die krankhaft empfundene Angst erfolgreich behandelt worden ist, sollten Sie prophylaktische Maßnahmen ergreifen, um einen “Rückfall” zu vermeiden. Dazu eignen sich verschiedene Entspannungstechniken, die Sie in den Alltag integrieren können.

Ein gesunder Lebensstil ist allgemein eine gute Voraussetzungen, um Angstattacken zu vermeiden und Auslöser frühzeitig zu erkennen.

Lassen Sie sich die Lebensfreude von der Angst nicht nehmen. Finden Sie Dinge, die Sie unternehmen können, ohne Angst vor der Angst zu haben. Schöne ausgedehnte Spaziergänge, ein Wochenende am Meer oder Yoga – alles, was Ihnen gut tut, ist gut gegen die Angst.

 

Welche Medikamente werden zur Behandlung eingesetzt?

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit von Angstzuständen sind Medikamente.

Sogenannte selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, kurz SSRI, gehören zu den Antidepressiva und lindern die starke Angst, aber auch einhergehende Symptome, die denen einer Depression ähnlich sind.

Nicht selten treten Depressionen und Angststörungen gemeinsam auf oder bedingen aneinander.

Zu den SSRI gehören unter anderem Paroxetin, Citalopram, Escitalopram und Sertralin.

Nicht jedem Patienten ist mit SSRI geholfen. Die Wirkung setzt nach zwei bis sechs Wochen ein, kann allerdings auch ausbleiben oder nicht die gewünschte Intensität haben. Deshalb werden häufig verschiedene Medikamente getestet, bis die richtige Dosierung gefunden worden ist.

Weitere Medikamente, die zur Behandlung von Angststörungen eingesetzt werden, sind:

 

Panikattacken: Ursachen, Behandlung, Medikamente und Vorbeugung

Panikattacken treten oft anfallartig auf und sind mit einem starken Gefühl der Bedrohung verbunden. Diese ist meist nicht real, der Körper reagiert jedoch sehr heftig darauf. Der Patient leidet unter Herzrasen, Schweißausbrüchen, Zittern der Knie und andere körperliche Symptome. Die körperlichen Beschwerden können so gravierend sein, dass die ihr zugrundliegende Angst fast nicht mehr sichtbar ist. Manche Ärzte behandeln jahrelang nur die Symptome, ohne überhaupt auf die Idee zu kommen, dass sich dahinter eine Panikattacke verbergen könnte. Im folgenden Ratgeber erfahren Betroffene, woher Panikattacken kommen und wie man diese behandeln kann.

I.: Theoretische Grundlagen

Typische Symptome einer Panikattacke

Die Panikattacke selbst dauert in der Regel nur wenigen Minuten. Der Patient erlebt ein starkes Gefühl der Angst. Die Angst kann ohne einen bestimmten Auslöser plötzlich auftreten. Viele Menschen haben Angst vor Menschenansammlungen, Kinos, Busse oder Fahrstühle. Diese Form der Angst nennt man Agoraphobie.

Zu den Angstgefühlen kommen fast immer körperliche Symptome. Diese können sein:

  • Schweißausbrüche
  • Herzklopfen
  • Zittern der Beine, Hände oder Arme
  • Mundtrockenheit

Manche Panikattacken fühlen sich wie ein Herzanfall aus, sodass Betroffene den Notarzt rufen. Dieser erklärt zwar, dass das Herz vollkommen gesund ist, die Angst jedoch bleibt.

Neben den körperlichen Symptomen kommen noch psychische Symptome wie Schwindel, Unsicherheit und Versagensgefühle.
Für viele Patienten ist jedoch das größte Problem, dass sich der Anfall nicht ankündigt. Dadurch entsteht ein Gefühl der Unsicherheit. Viele Patienten versuchen angstauslösende Situationen zu vermeiden. Sie achten den ganzen Tag ängstlich auf körperliche Symptome, die eine Panikattacke ankündigen. Im besonders schlimmen Fällen gehen Betroffene nicht mehr aus dem Haus, weil sie fürchten, bei einer Panikattacke nicht mehr nach Hause zu kommen.

Ursachen einer Panikattacke

Panikattacken können viele Ursachen haben. Wie sie genau entstehen ist noch nicht restlos geklärt. Möglicherweise spielt die Vererbung dabei eine Rolle. Bei manchen Angstpatienten wirken bestimmten Botenstoffe im Gehirn nicht richtig.
Panikattacken treten oft in Zusammenhang mit körperlichen Krankheiten auf. Dies muss zunächst geklärt werden. Kann diese Krankheit erfolgreich behandelt werden, hören auch die Ängste auf. Unter anderem führen folgende Krankheiten zu Ängsten:

  • Angina Pectoris
  • COPD (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung)
  • Schlafmangel
  • Unterzuckerung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Epilepsie
  • Drogen (Alkohol, Opiate, Kokain und andere)
  • Asthma

Viele Ängste lassen sich jedoch auf konkrete Erfahrungen zurückführen. Diese liegen oft in der Kindheit. Alkoholabhängige Eltern oder sexueller Missbrauch können zu Panikattacken führen. Selbst im Erwachsenenalter lösen bestimmten negative Lebenserfahrungen Panikattacken aus. Dazu gehören Scheidung, der Verlust eines nahen Angehörigen, ein schwerer Verkehrsunfall und andere Ereignisse.

Stark gefährdet sind sensible Menschen mit einem Hang zur Ängstlichkeit. Sie erleben körperliche Beschwerden intensiver als andere Menschen und reagieren mit starken Gefühlen darauf.

Bestimmte Stoffe können Angstattacken auslösen. Es genügt oft schon eine Tasse Kaffee. Das Koffein führt zu einem leichten Zittern im Körper, was ängstliche Menschen als Beginn einer Panikattacke interpretieren. Innerhalb von Sekunden entsteht nun tatsächlich eine Attacke mit den bekannten körperlichen Symptomen. Ähnliche Reaktionen können Nikotin, Alkohol oder Tabletten auslösen.

Die Diagnose einer Panikattacke

Auch bei Panikattacken ist der erste Ansprechpartner der Hausarzt. Viele kommen nicht wegen Ängste, sondern wegen körperlichen Beschwerden. Deshalb folgt zunächst eine gründliche körperliche Untersuchung. Diese kann der Hausarzt in der Regel nicht allein leisten, deshalb überweist er den Patienten an Spezialisten. Unter Umständen ist sogar ein Klinikaufenthalt notwendig.

Um die Ausprägung der Krankheit zu ermitteln bedienen sich Ärzte und Psychotherapeuten verschiedener Fragebögen. Diese sollen die schwere der Krankheit ermitteln und welche körperlichen Beschwerden auftreten.
Unter anderem kommen folgende Fragen vor:

  • Haben Sie regelmäßig starke Angstgefühle
  • Kommen immer wieder unklare körperliche Symptome wie Zittern, Schwindel, Gefühllosigkeit in Armen und Beinen vor
  • Haben Sie Angst vor der Angst selbst?
  • Tritt die Angst in bestimmten Situationen auf?
  • Kommt es zu Anfällen nach bestimmten Speisen oder Getränken
  • Tritt der Anfall bei starkem Stress aus?
  • Waren Sie wegen dieser körperlichen Beschwerden schon in Behandlung?

Panikattacken dürfen dabei nicht mit Phobien verwechselt werden. Das sind konkrete Ängste vor bestimmten Tieren oder Situationen. Keine Panikstörung ist es, wenn die Anfälle nach einer starken körperlichen Anstrengung auftreten.

Die Behandlung von Panikattacken mit Hilfe einer Psychotherapie

Das Mittel der Wahl ist eine kognitive Verhaltenstherapie. Hinter diesem sperrigen Namen verbirgt sich ein Verfahren, das oft zum Erfolg führt. Allerdings muss dabei der Patient mitarbeiten. Bei besonders starken Panikanfällen kann diese Behandlung im Rahmen eines Klinikaufenthalts durchgeführt werden.

Ein Teil der Therapie besteht darin, einen Panikanfall bewusst auszulösen. Viele Angstpatienten erschrecken zunächst bei dem Gedanken, denn Anfall selbst herbeizuführen. Die kontrollierte Umgebung einer Arztpraxis oder einer Klinik gibt ihnen die Möglichkeit, die Situation zum ersten Mal zu beherrschen. Als Auslöser wird dabei oft eine leichte sportliche Betätigung gewählt. Die Betroffenen laufen einfach längere Zeit auf der Stelle. Bald stellen sich Beschwerden wie Schwindel und Körperzittern ein. Nun geht es darum, diese Zustände zu beobachten. Die Erfahrungen besprechen die Patienten mit dem Therapeuten oder in der Gruppe.

Ein wichtiger Teil der Behandlung besteht darin, sich den Ängsten bewusst zu stellen. Das bedeutet konkret, dass er Situationen, die ihm Angst machen, bewusst aufsucht. Jedes Mal werden die Angstattacken geringer und schließlich verschwinden sie ganz. Dieses Vorgehen ist bei konkreten Ängsten vor Spinnen und großen Flächen gut wirksam. Bei einer generalisierenden Angststörung dauert es manchmal ein wenig länger, da ein direkter Ansatzpunkt fehlt.

Wie oben erwähnt haben manche Panikattacken ihre Ursache in vergangene Traumata. In diesem Fall ist eine Gesprächstherapie oft wirksam. Diese bringt verdrängte Konflikte an die Oberfläche. Durch die Gespräche wird dem Patienten klar, welchen Gefühlen den Angstzuständen zu Grunde liegen. Dadurch können die Panikanfälle weniger werden und schließlich ganz aufhören.

Medikamente gegen Panikattacken

Da Ängste eine Volkskrankheit sind, gibt es eine große Anzahl von Medikamenten dagegen. Diese können Psychiater, Nervenärzte und Hausärzte verschreiben. Psychologen verschreiben keine Medikamente.

Das Mittel der Wahl sind sogenannte selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Diese Medikamente sind eigentlich für depressive Patienten gedacht, wirken jedoch auch bei Angstpatienten. Serotonin ist vielen Menschen als Glückshormon bekannt. Bei einem schönen Erlebnis wird dieser Stoff ausgeschüttet und der Mensch fühlt sich gut. Leider wird Serotonin sehr schnell vom Körper wieder aufgenommen. Wie der Name sagt sollen die Medikamente die Wiederaufnahme hinauszögern. Das gute Gefühl bleibt längere Zeit erhalten. Werden diese Medikamente über eine längere Zeit eingenommen, heben sie die Stimmung und der Patient fühlt sich wohler. Der Vorteil ist, dass diese Medikamentengruppe nicht süchtig macht.

Neben den Serotonin-Wiederaufnahmehemmern gibt es auch Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Die Wirkung ist ähnlich. Nicht jeder Patient verträgt die Medikamente gleich gut. Manche wirken aufputschend und können sogar einen Panikanfall auslösen. Deshalb sollte der Patient mit dem Arzt sprechen und das Medikament gegebenenfalls gegen ein anderes austauschen.
Neben diesen gut verträglichen Medikamenten gibt es noch Benzodiazepine und Neuroleptika. Diese Medikamente sollten nur für kurze Zeit genommen werden und auch nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Sie machen abhängig, was für den Betroffenen weitere Probleme bedeutet.

II.: Tipps zur Selbsthilfe für Betroffene

Was tun bei einer Panikattacke?

Die Panikattacke wirkt deshalb so bedrohlich, weil sie unvermittelt auftritt. Viele Betroffene haben zur Sicherheit ihr Handy dabei, um Hilfe zu holen. Das ist nicht richtig, da es sich um eine Vermeidungsstrategie handelt. Besser ist es, die Situation selbst zu beherrschen. Hier eine Möglichkeit, wie der Patient den Anfall in den Griff bekommt.
Eine gute Methode ist die sogenannte Fokussierung. Man konzentriert sich dabei einfach auf die Umgebung und nimmt alles bewusst wahr. Die Menschen um sich, die Gerüche, den Wind auf der Haut. Der Angstpatient öffnet alle Sinne und lässt damit der Angst keinen Raum.

Manche Ärzte empfehlen den sogenannten Body Scan. Wer sich mit Mediation befasst kennt das vielleicht. Der Patient beobachtet seinen Körper. Diesmal aber nicht ängstlich, sondern wertfrei. Er sieht einfach, was los ist, ohne zu werten und zu urteilen. Dadurch macht er sich mit den körperlichen Zuständen besser vertraut und verliert die Angst. Dadurch vergeht die Panikattacke schneller.

Autogenes Training und Panikattacken

Eine Angststörung ist unangenehm und es ist nur zu verständlich, dass Betroffene eine effektive Behandlungsmethode suchen. Bei der Suche nach passenden Verfahren treffen sie auch auf Entspannungsmethoden wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Diese Methoden eigenen sich gut um sich zu entspannen. Sie helfen jedoch nicht bei Angststörungen. Der Grund liegt auf der Hand. Alles was Betroffene versuchen, um die Ängste zu bekämpfen, löst einen Anfall aus. Es gibt nur eine Methode, mit den Ängsten umzugehen: Sich der Situation auszusetzen.

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie

Diese Methode wenden einige Psychotherapeuten und Kliniken an. Darüber existieren mehrere umfangreiche Bücher. Es würde zu weit führen, hier einen genauen Therapieplan aufzustellen. Der Name der Therapie deutet an, wohin die Reise geht. Der Patient lernt, die Angstzustände und die körperlichen Beschwerden zu akzeptieren und sie in sein Leben zu integrieren. Wenn diese keine Macht mehr über den Patienten haben, verschwinden sie und es bleibt nur noch die Erinnerung daran.

Sich der Situation stellen I: Soziale Ängste überwinden

Nun noch zwei Beispiele, wie man sich seinen Ängsten stellen kann. Viele Menschen haben Angst vor Lokalen mit vielen Menschen. Noch stärker wird die Beklemmung, wenn es darum geht, einen anderen Menschen kennenzulernen. Am einfachsten ist es, wenn man mit einer Bar beginnt, die wenig frequentiert ist. Man versucht mit dem Kellner ins Gespräch zu kommen. Im nächsten Schritt spricht der Betroffene jemanden an. Reagiert dieser abweisend, akzeptiert man das und versucht sein Glück bei einem anderen Menschen. Das kostet anfangs Überwindung und vor jedem Besuch in einem Lokal ist die Anspannung hoch. Doch schon bald legt es sich und es stellen sich die ersten Erfolge ein. Schon nach kurzer Zeit findet man den ersten Freund/die erste Freundin und baut seinen Bekanntenkreis stetig aus.

Sich der Situation stellen II: Angst beim Autofahren

Da Ängste mit körperlichen Problemen verbunden sind, haben viele Patienten Angst vor dem Autofahren. Es ist anfangs nicht ratsam, das Problem allein in den Griff zu bekommen. Das Risiko, einen Unfall zu verursachen ist größer als bei angstfreien Fahrern. Besser ist es, zunächst mit einer Fahrschule zusammenzuarbeiten. Der Lehrer gibt einem zunächst Sicherheit. Je häufiger Betroffene mit dem Auto unterwegs sind, desto mehr geht die Angst zurück. Bald fahren sie die ersten Strecken allein.

Fazit: Ängste sind kein unabänderliches Schicksal

Ängste sind unangenehm und sie verhindern eine aktive Teilnahme am Leben. Diese sollten auf jeden Fall überwunden werden. Dabei ist es wichtig, dass es sich der Patient nicht zu einfach macht. Medikamente können diesen Prozess höchstens unterstützen. Die hier beschriebenen Methoden haben sich bewährt und kommen im Rahmen einer Therapie zur Anwendung. Bei leichten Fällen kann der Patient mit den Problemen auch ohne Hilfe fertig werden. Meist ist es besser, einen Psychotherapeuten um Rat zu Fragen. Aufgrund seiner großen Erfahrung kann er dem Angstpatienten einige Tipps geben, sodass die Beschwerden schneller verschwinden.

Was tun bei Depressionen? Ein paar Tipps zur Selbsthilfe!

Wenn Sie das Gefühl haben, unter einer Depression zu leiden, kann Ihnen dieser Text dabei helfen, erste Schritte in Richtung Genesung zu unternehmen und die Lebensqualität, die am meisten unter einer Depression leidet, zurückzugewinnen.

1. Suchen Sie einen Arzt auf

Wenn Sie das Gefühl haben, unter einer Depression zu leiden, sollte Sie der erste Weg zu ihrem Hausarzt führen. Anzeichen, die Sie nicht ignorieren sollten, können sein:
  • Einer inneren Leere
  • Antriebslosigkeit
  • Chronische Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Energieverlust
  • Gereiztheit
  • Sexueller Unlust
  • Körperlichen Schmerzen wie Kopf- oder Magenschmerzen

Treten die Symptome plötzlich auf und lassen über einen Zeitraum von ca. zwei Wochen nicht nach, könnte eine Depression der Grund sein. Nehmen Sie Ihre psychische Gesundheit ernst und vertrauen Sie sich Ihrem Hausarzt an.

Nach einem Erstgespräch kann der Hausarzt Sie an einen Psychiater oder Psychologen überweisen, der letztlich die Diagnose stellen kann. Um vollkommen sicher zu sein, sind hierfür verschiedene Tests und auch ein Rundum-Check des Körpers nötig, denn Depressionen können viele verschiedene, auch physische, Gründe haben.

Bei der Ursachenforschung ist ein Check-Up beim Arzt ein erster wichtiger Schritt. Hören Sie auf Ihren Körper und nehmen Sie Veränderungen bewusst wahr. Nicht immer muss eine Depression dahinterstecken, doch eine frühe Reaktion erspart Ihnen im Zweifel ein längeres Leiden.

 

2. Hinterfragen Sie Ihre Symptome

Nicht immer ist eine schwierige Lebensphase gleich eine Depression. Setzen Sie sich bewusst mit dem auseinander, was sie beschäftigt. Reflektieren Sie Ihre Gedanken. Depressionen lassen sich nicht verallgemeinern. Jeder Mensch empfindet sie unterschiedlich, doch sollten Sie bemerken, dass Sie einige oder alle der nachfolgenden Gedanken in letzter Zeit gehabt haben, könnte dies ein ernstzunehmendes Anzeichen sein.
  • “Ich bin nichts wert”
  • “Es wird nie mehr besser werden, ich werde für immer in diesem Loch gefangen sein”
  • “Ich kann mich zu nichts mehr bewegen, empfinde keine Freude mehr an den Dingen, die ich sonst gerne getan habe”
  • “Ich bin nur noch müde und erschöpft”
  • “Ich kann mir nicht erklären, weshalb ich in letzter Zeit so gereizt bin”

Nehmen Sie Veränderungen in Ihrem Verhalten wahr? Betroffenen fällt es häufig schwer, sich einzugestehen, dass Sie sich in einer Spirale befinden, aus der sie ohne Hilfe von außerhalb nicht mehr herauskommen.

Weitere Anhaltspunkte sind auch Veränderungen im Ess- und Schlafverhalten. Der plötzliche Verfall in Extreme ist immer ein Anzeichen dafür, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Ein deutliches Alarmzeichen, dass Sie sofort ernstnehmen sollten, sind Suizidgedanken. Wenn Sie unter solchen Gedanken leiden und über Selbstmord nachdenken, zögern Sie nicht, sofortige Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Internet finden Sie sämtliche Adressen aller Anlaufstellen in Deutschland. Außerdem die Nummern verschiedener Seelsorgetelefone.

 

3. Informieren Sie sich über Depressionen

Eine einzige Ursache lässt sich nur selten ausmachen. Meist ist es das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die eine Depression begünstigen. Mögliche Gründe für eine Erkrankungen sind beispielsweise:
  • Familiäre Vorbelastungen
  • Genetische Veranlagung
  • Traumata
  • Stress
  • Verlust
  • Nebenwirkungen einzunehmender Medikamente
  • Schwere Erkrankungen
  • Hormonelles Ungleichgewicht
  • Suchterkrankungen
Immer wieder hört man auch von Depressionen, die von der Jahreszeit abhängig sind. Es ist nicht selten, dass sich Betroffene nur in den kalten und dunklen Wintermonaten depressiv fühlen. Seltener, aber nicht weniger belastend, ist die Sommerdepression.

4. Wo stehen Sie in Ihrem Leben?

Neben den Gründen für eine Depression, die bereits aufgezählt worden sind, können selbstverständlich auch momentane Lebenssituationen zu Depressionen führen.

Gibt es in Ihrem Leben Umstände, die Sie unglücklich machen und unter denen Sie eventuell sogar täglich und bereits über einen längeren Zeitraum hinweg leiden? Möglicherweise haben diese Umstände zu einer Erkrankung oder der Verschlimmerung einer vorhandenen Depression geführt.

Umstände, die eine Depression begünstigen, können sein:
  • Ein Job, der Sie nicht erfüllt. Wenn Sie viel Energie und Zeit in Ihren Beruf investieren, der Ihnen nichts zurückgibt, kann das auf Dauer sehr unglücklich machen.
  • Ein toxischer Freundeskreis. Freunde sollten Rückhalt bieten und in schwierigen Situationen für einander da sein. Nicht immer ist das gegeben und es kostet viel Kraft, eine sehr einseitige und nicht funktionierende Freundschaft aufrecht zu erhalten.
  • Eine unerfüllte Beziehung. Der Partner ist ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Wenn in der Beziehung etwas im Argen liegt, dann entwickelt sich daraus schnell ein emotionales Tief, das zu einer Depression werden kann.
  • Die Zeit nach der Geburt. Wenn Sie gerade ein Kind zur Welt gebracht haben, kann es passieren, dass Sie, den Hormonen und der emotionalen Ausnahmesituation geschuldet, eine Depression entwickeln, die in ihrer schwersten Form auch als “Wochenbettdepression” bezeichnet wird.
  • Große Sorgen und Zukunftsängste. Sich Sorgen um seine finanzielle Sicherheit zu machen ist schlafraubend und nervenaufreibend. Wer nicht weiß, wie er über den kommenden Monat kommen soll oder wie seine Zukunft aussehen wird, steht unter permanentem Stress, der zu einer Depression führen kann.

 

5. Informieren Sie sich über mögliche Behandlungsansätze

Nachdem Sie der erste Weg zu Ihrem Hausarzt geführt hat, gilt es jetzt, zu erörtern, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie und Ihre Form der Depression in Frage kommen. Abhängig ist dies auch von dem Schweregrad der Erkrankung.
Medikamente sind nicht grundsätzlich abzulehnen und können in der ersten akuten Phase durchaus sinnvoll sein, um die Depression zu mildern. Jedoch ersetzen Sie keine fundierte Psychotherapie.
Die folgenden Behandlungsmöglichkeiten werden in Betracht gezogen, wenn es um eine Depression geht:

Medikamentöse Behandlung

Ihr Arzt kann Ihnen verschiedene Medikamente verschreiben. Dazu zählen unter anderem Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, atypische Neuroleptika oder trizyklische Antidepressiva.
Nicht bei jedem Patienten führen dieselben Mittel zum durchschlagenden Erfolg. Oft dauert es eine Weile, bis das richtige Medikament in der richtigen Dosierung gefunden ist. Hier sind Geduld und Vertrauen gefragt.

Die Kognitive Verhaltenstherapie

Hierbei werden die Strukturen des eigenen Denkens und Verhaltens erforscht und identifiziert. Auslöser für die Depression werden ausfindig gemacht und aufgearbeitet. Zusammen mit dem Patienten werden Wege und Möglichkeiten ausgearbeitet, wie er sich verhalten kann, wenn die Depression erneut auftritt, sich verschlimmert oder erste Anzeichen sichtbar werden.
Diese und weitere psychologische Therapieansätze sind ein guter Weg, um langfristig mit einer Depression leben zu können und sich mit sich selbst so intensiv auseinanderzusetzen, wie man es alleine kaum könnte.

Gehirnstimulation durch Elektroimpulse

Dabei handelt es sich um eine selten angewandte Form der Behandlung, die nur dann zum Tragen kommt, wenn alle anderen Wege erschöpfend beschritten worden sind. Wenn Medikamente und Psychotherapien keinen erwünschten Erfolg gezeigt haben, kann eine Elektrokrampftherapie ein letzter Weg sein, um die Depression zu bekämpfen.

6. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Gefühle

Allzu oft herrschen im Alltag Hektik und Stress. Zu selten nimmt man sich die Zeit, sich bewusst zurückzuziehen und sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Solche “Inseln” sollten Sie in Ihren Alltag integrieren, um Ihre Empfindungen bewusst zu reflektieren und festzuhalten.

Das Führen eines Tagebuches ist nicht nur eine schöne Erinnerung, in der man immer blättern kann, sondern hilft auch beim Verarbeiten einschneidender emotionaler Erlebnisse.

Ein Tagebuch kann ebenfalls nützlich sein, wenn es darum geht, ein Muster zu erkennen. Wann fühle ich mich depressiv? In welchem Zusammenhang stehen diese Empfindungen mit bestimmten Erlebnissen, die ich gemacht habe?

Vernetzen Sie Ihre Gefühle mit Ihren Gedanken und dem, was Sie an einem Tag erlebt haben, um Situationen bewusst zu meiden oder zu verändern. Häufig erkennt man Probleme erst, wenn man Sie sich ganz direkt vor Augen führt.

 

7. Setzen Sie sich langfristige Ziele

Eine Depression kann immer wieder auftreten. Vor allem, wenn die Ursachen, die sie beim ersten Mal ausgelöst haben, nicht aufgearbeitet worden sind.

Fragen Sie sich, wie Ihr Leben aussehen soll. Und arbeiten Sie gezielt darauf hin. Gehen Sie bewusst Situationen und Menschen aus dem Weg, die Ihnen nicht guttun. Setzen Sie sich nichts aus, dass Sie wieder in die Spirale der Depression führen könnte.

Es kann schwerfallen, wichtige Entscheidungen zu treffen und etwas zu verändern, das sich lange Zeit “richtig” angefühlt hat, aber es ist ein erster wichtiger Schritt zur Verbesserung Ihres gesamten Lebens.

8. Setzen Sie auf ein gesundes soziales Netzwerk

Verbringen Sie Zeit mit Menschen, die Ihnen und Ihrer Seele guttun.

Sie müssen sich nicht ständig mit Menschen umgeben, denn Zeit mit sich allein zu verbringen ist genauso wichtig wie gute Gesellschaft, aber lassen Sie andere Menschen in Ihr Leben und teilen Sie schöne Momente mit Ihnen.

Vertrauen Sie sich Ihren Freunden und Ihrer Familie an und reden Sie offen über Ihre Depression oder über das, was Sie beschäftigt. Machen Sie die Erkrankung nicht zu einem Tabu-Thema, denn so laufen Sie Gefahr, sich erneut zu isolieren.

Lassen Sie die Seele baumeln. Nehmen Sie sich Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Lassen Sie den Stress und den Alltag bewusst von sich abfallen und probieren Sie gemeinsam mit Freunden Neues aus.

 

9. Nehmen Sie am Leben teil

Nehmen Sie am Leben teil und füllen Sie es mit Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen. Das kann von Sport, über Theaterbesuche bis hin zu Tanzveranstaltungen alles sein, was Ihnen einfällt.

Auch im vollsten Terminkalender sollte immer noch Platz für ein Hobby sein, das Sie glücklich macht.
Und wenn Sie noch keines gefunden haben, machen Sie sich auf die Suche. Melden Sie sich bei Schnupperkursen an, machen Sie einen Kochkurs mit Freunden oder unternehmen Sie eine Reise. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

 

10. Tun Sie, was sie schon immer tun wollten

Sie haben ein Tief überwunden, in das Sie nicht zurückwollen. Jetzt ist es an der Zeit, all das zu tun, das Sie sich immer vorgenommen, für das Sie aber nie die Zeit gefunden haben.

Ob Sie sich Kindheitsträume erfüllen oder spontan sind, sich von Freunden und Familie inspirieren lassen oder etwas Verrücktes tun, das Sie sich selbst nie zugetraut hätten – erforschen Sie, was Ihnen Spaß macht.

Nicht alles, was Sie probieren, wird Ihnen am Ende auch gefallen, aber Sie können dann stolz darauf sein, eigene Grenzen überwunden zu haben und ihrer Depression so ein Stück weit die Stirn zu bieten.

 

CBD Öl bei Depressionen, Angststörungen und Panikattacken

Angststörungen werden immer häufiger mit pflanzlichen Beruhigungsmitteln behandelt. CBD Öl soll auf die Serotonin-Rezeptoren des Menschen wirken, daher wird das Öl auch häufig bei Depressionen und Angst empfohlen -Cannabidiol (kurz CBD) soll eine entspannende, krampflösend und vor allem entzündungshemmende Wirkung haben.

CBD wirkt auf das Gehirn und auf das Nervensystem – wie genau, wird inzwischen in zahlreichen Studien untersucht. Die bisherigen Ergebnisse lassen vermuten, dass CBD den 5-HT1A-Rezeptor im Gehirn direkt beeinflusst. Ws bedeutet das? Der Rezeptor ist Teil des zentralen Nervensystems und “fühlt” Serotonin. Bindet sich etwas an diesen Rezeptor, löst sich Angst. CBD kann mit diesem Rezeptor interagieren. Deshalb kann CBD Stressreaktionen und deren verzögerte Folgen auf emotionaler Ebene abmildern.

Geschätzt wird, dass heute jeder vierte Mensch an einer Angststörung leidet oder hin und wieder mit einer Panikattacke konfrontiert wird. Der Leistungsdruck ist heutzutage sehr hoch, die Ansprüche der Menschen an sich selbst sind es ebenfalls. Als Angststörung wird ein Zustand übertriebener Angst und Besorgnis definiert. Der Gefühlsausbruch kann Personen überwältigen oder stark lähmen, sodass die Erledigung alltäglicher Aufgaben fast unmöglich wird. Körperliche Symptome einer Angstötrung können sein:

  • beschleunigter Herzschlag
  • schnelle Atmung
  • Schwitzen
  • Übelkeit
  • Zittern
  • Mundtrockenheit
  • Schwindel

Halten diese Zustände länger an, meiden Menschen irgendwann soziale Kontakte, geben ihre Hobbys auf und leiden unter Schlaflosigkeit. Klinische Studien mit Tieren und Menschen bestätigten, dass CBD-Harz stark angstlösend wirkt. Daher gilt CBD Öl als eine milde und verträgliche Möglichkeit, Panikattacken und Zwangsstörungen, aber auch soziale Phobien, posttraumatische Belastungsstörungen und allgemeine Angstgefühle zu lindern. Sogar leichte bis mittelschwere Depressionen werden mit CBD Öl behandelt.

CBD in der Therapie bei Angststörungen

CBD Öl wird bei Angststörungen immer häufiger empfohlen. Die Wechselwirkung von CBD mit dem Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers ist in Studien belegt – das System hat Einfluss auf die Gefühlsebene. Daher kann CBD einer verstärkten Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin oder anderen Stresshormonen entgegenwirken. Die Folge: CBD Öl entfaltet eine beruhigende Wirkung. Angststörungen können also, genau wie Depressionen, mit CBD Öl behandelt werden. Wie genau CBD Öl bei akuten Panikattacken wirkt, ist noch nicht genau erforscht – dass es wirkt, ist aber durchaus belegt.

Anwendungsmöglichkeiten von CBD Öl

CBD verhilft zu Ausgeglichenheit und bewirkt innere Ruhe. Daher gibt es ganz unterschiedliche Indikationen für das Öl. Die Inhaltsstoffe von CBD Öl können immer dann genutzt werden, wenn Flugangst, nervöse Zustände oder Prüfungsangst gemildert werden sollen. Denn CBD Öl wirkt auf das zentrale Nervensystem und beruhigt es. Klinische Studien fehlen hier allerdings noch – die bisherigen Erkenntnisse basieren auf Erfahrungswerten. Daneben wirkt CBD Öl schmerzlindernd, es kann also auch über das Opioid-System des Körpers eingesetzt werden. Dann kommt eine entzündungshemmende Wirkung hinzu. Dadurch ist CBD Öl auch für eine Behandlung bei Regelschmerzen geeignet. Besonders vorteilhaft ist, dass das Öl nicht nur die Schmerzen lindert, sondern auch noch die Stimmung etwas aufhellt. Allerdings fehlen auch hier noch klinische Studien, Wirkversprechen dürfen die Hersteller nicht machen.

Wie genau wirkt CBD Öl?

Cannabinoid stimuliert verschiedene neuronale Verbindungen im Gehirn. Welche neuronalen Verbindungen wie genau beeinflusst werden, wurde bislang am Menschen nicht erforscht. Hier liegen nur die Ergebnisse von Tierforschungen vor, sodass noch keine definitiven Aussagen zur genauen Wirkweise bei Menschen gemacht werden können. Präklinischen Studien gibt es jedoch schon. Und die weisen darauf hin, dass CBD Öl Angst und Depressionen effektiv lindern kann.

Tierstudien zeigten, dass CBD die Signalwirkung über Serotonin-Rezeptoren erhöht. CBD wirkt dabei schneller als SSRI, das am häufigsten eingesetzte Antidepressivum. Studien an Mäusen zeigten, dass eine regelmäßige Gabe von CBD öl die Regeneration der Neuronen im Hippocampus stimuliert. Auch das beeinflusst die Behandlung von Depressionen und Angststörungen positiv. Derzeit versuchen Wissenschaftler, die Ergebnisse aus Tierstudien auf den Menschen zu übertragen. Dass CBD Öl die Symptome bei Angststörungen und Panikattacken sowie bei Depressionen lindert, ist bereits belegt. Die ideale Dosierung, die Dauer der Einnahme und weitere Parameter sind aber noch offen.

Wirkung stellt sich langfristig ein

Bei vielen Medikamenten weiß man recht genau, wie schnell sie vom Körper verstoffwechselt werden. Oral eingenommene Schmerzmittel brauchen beispielsweise oft nur einige Minuten bis zu einer halben Stunde, um ihre Wirkung zu entfalten. CBD Öl wirkt nicht so schnell. Die meisten Anwender und Anwenderinnen berichten, dass sich bei einer Therapie mit CBD Öl schon innerhalb weniger Wochen eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome eingestellt hat. Damit wirkt CBD Öl schneller als andere langfristige Therapeutika. Wie schnell genau das Öl wirkt, ist aber individuell verschiedenen. Das ist bei pflanzlichen Arzneien durchaus normal.

Dosierung

CBD wird nicht nur als Öl vertrieben, sondern ist auch in andere Darreichungsformen erhältlich. Bei Angststörungen und Panikattacken wird jedoch insbesondere die Anwendung als CBD Öl empfohlen. Eine Dosierungsempfehlung, die für alle Menschen in jeder Lage gilt, gibt es nicht. Die ideale Dosierung müssen die Betroffenen jeweils selbst finden. Das passiert über Ausprobieren: Man beginnt üblicherweise mit sehr bringen Dosen und steigert diese bei Bedarf. Allerdings haben Studien inzwischen grobe Werte ergeben, die bei den meisten Beschwerden helfen können. Wie bei anderen Wirkstoffen auf pflanzlicher Basis nimmt der Körper CBD jedoch individuell verschieden an. Die folgende Empfehlung ist daher nur als Richtwert zu verstehen und sollte in Zusammenarbeit und enger Überwachung mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin angepasst werden:

  • Bei Stress und nervösen Zuständen: 3mal täglich 10 Tropfen CBD Öl (Wirkstoffgehalt 5%), Tageshöchstdosis 20 mg.
  • Bei Angstzuständen mit ausgeprägten Symptomen: 3mal täglich 3 Tropfen CBD Öl (Wirkstoffgehalt 10% bis 15%), Tageshöchstdosis 100 mg.

Nebenwirkungen

CBD Öl ist zwar im Vergleich mit konventionellen Medikamenten zur Behandlung von Panikattacken und Angstörungen sehr verträglich. Nebenwirkungen können dennoch auftreten. Bei der Behandlung mit CBD Öl berichteten Patienten und Patientinnen insbesondere von:

  • Schläfrigkeit
  • Benommenheit
  • trockenem Mundgefühl
  • abgesenktem Blutdruck

Insbesondere Patienten und Patientinnen mit einem ohnehin eher niedrigen Blutdruck sollten bei der Therapie mit CBD Öl ihren Blutdruck im Auge behalten. Denn Studien legen nahe, dass CBD den Blutdruck bei entsprechender Disposition noch weiter senken kann. Werden Nebenwirkungen beobachtet, sollte der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin zu Rate gezogen werden. Gegebenenfalls muss die Dosierung von CBD Öl entsprechend der Nebenwirkungen reduziert werden. In einigen Fällen musste das Medikament sogar ganz abgesetzt werden, um die Nebenwirkungen los zu werden.

Wechselwirkkungen mit Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln

CBD Öl ist zwar ein pflanzliches Präparat, aber dennoch ein Medikament. Der Wirkstoff des Öls ist eine komplexe chemische Verbindung. Im menschlichen Körper löst sie Reaktionen aus – aber dieser Körper ist ebenfalls komplex. CBD dockt nicht nur an die Serotonin-Rezeptoren an, sondern wird an verschiedenen Stellen des Stoffwechsels bemerkbar. Die körpereigenen Enzyme werden ebenfalls von CBD beeinflusst: Medikamente werden unter der Therapie mit BD Öl anders abgebaut als sonst. Bei einigen Medikamenten wird die Wirkung dadurch verstärkt, bei anderen abgeschwächt. betroffen sind:

  • verschiedene Säurehemmer
  • Schmerzmittel (Wirkstoff egal)
  • alle Gerinnungshemmer
  • Neuroleptika

Wird ein Medikament (oder mehrere) aus diesen Gruppen eingenommen, sollte auf eine Therapie mit CBD Öl verzichtet werden. Betroffene beraten sich bitte mit ihrem behandelnden Arzt oder ihrer behandelnden Ärztin.

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel sollen eigentlich eine ausreichende Zufuhr aller wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente sicherstellen. Bei einigen Nahrungsergänzungsmitteln kommt es aber zu Wechselwirkungen mit CBD. Die Folge ist eine vermehrte Schläfrigkeit. Deshalb sollten Patienten und Patientinnen während der Therapie mit CBD Öl auf diese Nahrungsergänzungsmittel verzichten:

  • Katzenminze
  • Kava
  • Tryptophan
  • Johanniskraut
  • Hopfen
  • Melatonin

Bei einer Therapie mit CBD Öl sollte sorgfältig abgewägt werden, ob die genannten Nahrungsergänzungsmittel benötigt werden oder es vielleicht einen anderen Weg gibt, eine ausreichende Versorgung mit den respektiven Stoffen sicherzustellen.

CBD Öl gilt selbst als Nahrungsergänzungsmittel

Bislang ist CBD Öl in Europa nicht zur medizinischen Behandlung oder Therapie zugelassen. Das Öl gilt als Nahrungsergänzungsmittel, nicht als Medikament. Berauschende Wirkung hat CBD Öl nicht. Denn das Öl wird aus Nutzhanf gewonnen. Diese Art Hanf hat einen sehr geringen Gehalt an THC, wodurch auch das CBD Öl kaum oder kein THC enthält.

Das Wichtigste in aller Kürze:

  • CBD Öl kann bei Angstzuständen, Panikattacken, Depressionen und Schmerzen die Symptome lindern und die Stimmung aufhellen.
  • Da CBD Öl in Europa bislang nur als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen ist, wird es rezeptfrei verkauft.
  • CBD Öl hat keine berauschende Wirkung, denn es wird aus Nutzhanf gewonnen und wenig oder kein THC.
  • Bei Angstzuständen und Angststörungen wird eine niedrige Dosierung von 3mal täglich 3 Tropfen CBD Öl mit einem Wirkstoffgehalt von 10 % empfohlen.
  • Als Nebenwirkungen können bei einer Therapie mit CBD Öl Schläfrigkeit, Benommenheit, niedriger Blutdruck und ein trockener Mund auftreten.
  • CBD Öl tritt mit einigen anderen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln in Wechselwirkung – deshalb immer mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin abklären, ob CBD Öl eingesetzt werden darf!

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Antidepressiva Liste

Die Gruppen der Psychopharmaka

Psychopharmaka sind Medikamente, die eine bedeutende Rolle bei der Behandlung psychischer Erkrankungen spielen. Unter einem Psychopharmakon versteht man ein Mittel, welches Einfluss auf spezifische Stoffwechselvorgänge im Gehirn nimmt.

Psychoaktive Substanzen sollten immer von einem Facharzt oder Psychiater verordnet und dosiert werden. Eine psychotherapeutische Behandlung der Ursachen sollte in jedem Fall parallel verlaufen.

Im Folgenden wird eine Liste der verschiedenen Gruppen der Psychopharmaka vorgestellt.

 

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)

Depressionen und psychische Störungen werden häufig mit Medikamenten behandelt. SSRI finden dabei heutzutage am häufigsten Anwendung. Sie blockieren die Aufnahme von Serotonin über die Rezeptoren und erhöhen dadurch die Serotoninkonzentration im Gehirn. Sie entfaltet ihre Wirkung allerdings erst nach einigen Wochen und fordern eine gewisse Geduld vom Anwender. Dafür fallen die Nebenwirkungen dieser Wirkstoffgruppe häufig etwas schwächer aus, als bei anderen Antidepressiva.

Citalopram

Citalopram ist ein Wirkstoff, der zur Behandlung von Depressionen und psychischen Störungen eingesetzt wird. Im Jahr 2011 war es das am häufigsten verschriebene Psychopharmakon in Deutschland. Citalopram gehört zu der Gruppe der SSRI. Der Wirkstoff beeinflusst den Hirnstoffwechsel. In der Regel wird Citalopram einmal am Tag als Tablette eingenommen. Trotz seiner allgemein guten Verträglichkeit können Nebenwirkungen, wie Gewichtsveränderungen, Müdigkeit und weitere Nebenwirkungen laut Packungsbeilage auftreten.

Paroxetin

Dieser Wirkstoff zählt zu den SSRI. Paroxetin wird bei Depressionen, Panik, Angst- und Zwangsstörungen, sowie zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen angewendet. Normalerweise erfolgt die Einnahme täglich einmal. Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, verminderte Libido, Schlaflosigkeit und Übelkeit. Paroxetin darf nicht in Kombination mit MAO-Hemmern eingenommen werden.

Fluoxetin

Der Wirkstoff Fluoxetin zählt zu den SSRI-Wirkstoffen. Er wirkt hemmend auf die Serotoninaufnehmer der Synapsen. Dieses Mittel wird bei Zwangsstörungen, Depressionen und Bulimie angewendet. Fluoxetin wird oral eingenommen und im Magen-Darmtrakt aufgenommen. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Diarrhö, Übelkeit und Müdigkeit. Durch seine lange Halbwertszeit verbleibt der Wirkstoff noch bis zu sechs Wochen im Körper des Anwenders.

Escitalopram

Escitalopram findet bei der Behandlung depressiver Zustände, Panik-, Angst- und Zwangsstörungen, sowie bei sozialen Phobien Verwendung. Der Wirkstoff zählt zu den SSRI. Anwender zeigen weniger häufig die typischen Nebenwirkungen. Diese können dennoch auftreten. Häufig werden Übelkeit, Erbrechen und Schlafstörungen angegeben. Der Wirkstoff darf nicht in Kombination mit MAO-Hemmern eingenommen werden.

Sertralin

Psychopharmaka mit dem Wirkstoff Sertralin gehören zu den SSRI. Der Wirkstoff kann bereits nach der ersten Einnahme Wirkung zeigen, spätestens jedoch nach 7-21 Tagen einen stimmungsaufhellenden Effekt haben. Sertralin wird in Tablettenform einmal am Tag oral eingenommen. Das Medikament sollte nicht am Abend eingenommen werden, da es aktivierend wirkt. Die Dosierung ist abhängig vom Erkrankungsbild und liegt zwischen 25 und 200 mg (Höchstdosis) am Tag.

Fluvoxamin

Der psychoaktive Wirkstoff Fluvoxamin ist der SSRI-Gruppe zuzuordnen. Er wird zur Behandlung von Depressionen und Zwangsstörungen eingesetzt. Fluvoxamin wird in Tablettenform verabreicht und ein- bis zweimal täglich eingenommen. Nebenwirkungen wie Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder ein erhöhter Puls können auftreten.

Trazodon

Trazodon, welches zu den SSRI Arzneimitteln gehört, wird zur Behandlung von Depressionen, Angstzuständen und posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt. Es wird in Tablettenform verabreicht. Die Dosierung liegt zwischen 100 und 400 mg. Eine langsame Steigerung er Dosis ist ratsam. Auch das Absetzen sollte schleichend erfolgen. Nach der Einnahme setzt die beruhigende Wirkung schneller ein, als die stimmungsaufhellende Wirkung.

Buspiron

Der SSRI-Stoff Buspiron hat eine angstlösende Wirkung. Der Wirkstoff macht weniger müde und abhängig, als andere Stoffe dieser Wirkstoff-Gruppe. Der Stoff wird als Tablette dargereicht. Zu Beginn der Behandlung wird eine geringere Dosis eingenommen, die dann schleichend erhöht wird. Die Höchstdosis von 20 mg pro Tag sollte nicht überschritten werden. Ungewünschte Nebenwirkungen, wie Brustschmerzen, Unruhe, Albträume und Aggressionen können auftreten.

Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSNRI)

Wirkstoffe dieser Gruppe hemmen, zusätzlich zur Serotoninaufnahme, auch die Noradrenalinaufnahme im Gehirn. Dadurch wird die Konzentration beider Stoffe erhöht. Häufige Nebenwirkungen sind Bluthochdruck, Nervosität und Übelkeit.

Duloxetin

Der SSNRI-Wirkstoff Duloxetin hemmt die Wiederaufnahme bestimmter Botenstoffe. Die Transmitter werden so inaktiviert und die Serotonin- und Noradrenalinkonzentration im Gehirn erhöht. Studien konnten keinen deutlichen Behandlungsvorteil gegenüber gängiger SSRI-Wirkstoffe beweisen. Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Schlafstörungen und Mundtrockenheit treten häufiger auf, als bei anderen Medikationen.

Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI)

Reine Noradrenalin-Hemmer haben sich in der Anwendung nicht durchgesetzt. Sie weisen eine geringere Wirksamkeit als SSRI oder SSNRI Wirkstoffe auf.

Venlafaxin

Venlafaxin zählt zu der SNRI-Gruppe. Das Mittel wirkt angstlösend und antidepressiv und wird daher zur Behandlung von Angststörungen und Depressionen eingesetzt. Im Gegensatz zu ähnlichen Wirkstoffen wirkt Venlafaxin nicht dämpfend und ermüdend. Das Medikament sollte nicht abends eingenommen werden. Ein Absetzen sollte schleichend erfolgen, um negative Absetzerscheinungen zu vermeiden. Venlafaxin steht unter dem Verdacht, die Bereitschaft zum Suizid fördern zu können. In Kombination mit Epilepsie, bei bipolaren Störungen und Bluthochdruck sollte dieses Mittel nicht eingesetzt werden.

Milnacipran

Das, zu den SNRI-Wirkstoffen zählende Milnacipran, wird bei schweren Depressionen eingesetzt. Als reiner Noradrenalin-Hemmer steigert er die Konzentration des Botenstoffes Noradrenalin im Gehirn. Studien haben bewiesen, dass dies eine geringere Wirkung hat, als SSRI- oder SSNRI-Stoffe. Über den Wirkstoff Milnacipran sind keine deutschsprachigen Informationen vorhanden. Über Dosierung und Nebenwirkungen können derzeit keine präzisen Aussagen getroffen werden.

Reboxetin

Der, zu der SNRI-Gruppe, zählende Stoff Reboxetin, ist zur Behandlung von Depressionen zugelassen. Zudem wird der Wirkstoff bei der Behandlung von Panikattacke, bei Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsyndromen. Es können einige der typischen, unerwünschten Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen eine verminderte Libido, Erektionsstörungen, Veränderungen am Penis Mundtrockenheit, Verstopfung und Kopfschmerzen.

Selektive Noradrenalin-Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer (NDRI)

Die Stoffe der NDRI Gruppe finden vor allem bei Depressionen Anwendung, die sich durch Antriebsschwäche manifestiert. Die Aufnahmehemmung der Transmitter Dopamin und Noradrenalin, führt zu einem Anstieg eben jener Botenstoffe im Gehirn. NDRI Präparate stehen allerdings unter dem Verdacht, abhängig zu machen.

Agomelatin

Das, unter dem Handelsnamen Valdoxan bekannte Mittel, wird bei Major Depressionen eingesetzt. Es bewirkt eine Erhöhung von Dopamin und Noradrenalin im Gehirn und ist daher der Gruppe der NDRI zuzuordnen. Es kann sich positiv auf die Tagesaktivität auswirken, da es die Tiefschlafphasen vermehrt und die Qualität des Schlafes verbessert. Im Gegensatz zu anderen Mitteln sind die typischen Nebenwirkungen von Antidepressiva, deutlich seltener aufgetreten.

Bupropion

Das Arzneimittel Bupropion ist ein NDRI-Präparat. Es wird zu Linderung der Symptome einer Depression eingesetzt. Aber bei der Rauchentwöhnung konnte das Mittel bereits erfolgreich angewendet werden. Die Wirkung des Medikaments wird allerdings immer häufiger infrage gestellt. Nebenwirkungen, wie Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit und andere können auftreten.

Elontril

Der Wirkstoff der Gruppe NDRI Elontril wirkt stimmungsaufhellend und wirkt Depressionen entgegen. Zudem kann eine Rauchentwöhnung unterstützt werden. Eine Tablette enthält 150 mg des Wirkstoffes Bupropion hydrochlorid. Bei stark ausgeprägten Depressionen kann eine Dosis von 2 Tabletten eingenommen werden. Eine Dosis von mehr als 300 mg sollte nicht überschritten werden. Die für Antidepressiva üblichen Nebenwirkungen können auftreten.

Trizyklische Antidepressiva

Trizyklische Antidepressiva wirken nicht so zielgerichtet, wie die neuzeitlicheren SSRI Wirkstoffe, da sie auf mehrere Transmittersysteme im Gehirn, wirken. Daher treten oftmals mehr und stärker ausgeprägte Nebenwirkungen auf.
Häufige unerwünschte Nebenwirkungen sind Mattigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Kreislaufprobleme und Herzrhythmusstörungen. Allerdings bilden sich viele Nebenwirkungen auch hier im Lauf der Behandlung wieder zurück. In einigen Fällen müssen strenge diätische Einschränkungen eingehalten werden, um schädliche Wechselwirkungen zu vermeiden.

Mirtazapin

Mirtazapin ist ein tetrazyklisches Antidepressivum. Dieser Wirkstoff gehört zu den Nachfolgern der trizyklischen Psychopharmaka. Durch Blockade der Bindungsstellen für Noradrenalin und Serotonin nimmt es Einfluss auf Signalübertragungsprozesse im Gehirn und hilft Depressionen zu lindern. Es hat eine beruhigende Wirkung, da es die Dopaminfreisetzung steigert. Mirtazapin wird oral und typischerweise in Tablettenform eingenommen. Je nach Verordnung wird die Dosis von 15-45 mg pro Tag, ein- bis zweimal täglich eingenommen.

Amitriptylin

Der Wirkstoff Amitriptylin gehört zu den trizyklischen Antidepressiva. Aufgrund seiner beruhigenden und angstlösenden Wirkung kommt das Mittel häufig bei Depressionen und in der Migräne-Prophylaxe zum Einsatz. Normalerweise wird Amitriptylin in Tablettenform eingenommen, es gibt jedoch auch die Darreichungsform als Tropfen oder als Injektion. Da eine verzögernde Wirkung nach der Einnahme zu erwarten ist, werden die Tabletten über den Tag verteilt eingenommen. Häufige Nebenwirkungen sind Gewichtszunahme, Aggressionen und Schwindel.

Doxepin

Doxepin wirkt sich beruhigend auf den Patienten aus. Es verringert die geistige und körperliche Aktivität und kann bei längerer Einnahme stimmungsaufhellend wirken. Doxepin wird bei Depressionen oder Angstzuständen, aber auch bei Schlafstörungen angewendet. Bei der Behandlung von Depressionen und Angstzuständen sollte die Dauer der Einnahme mindestens vier bis sechs Monate betragen. Doxepin gehört zu den trizyklischen Antidepressiva.

Trimipramin

Der Wirkstoff Trimipramin ist der Gruppe der trizyklischen Psychopharmaka zuzuordnen. Es ist eines der ältesten Mittel, die bei Depressionen, Angst- und Schlafstörungen angewendet werden. Trimipramin hemmt dabei weniger die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin, vielmehr besetzt es die Rezeptoren, die eine eher beruhigende und angstlösende Funktion haben, wie Dopamin, Histamin und Acetylcholin. Die Dosierung wird in der Regel bei 25-50 mg begonnen. Die Höchstdosis liegt bei 400 mg.

Opipramol

Der Arzneistoff Opipramol gehört der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva an. Er wirkt beruhigend, stimmungsaufhellend und angstlösend. Die beruhigende Wirkung setzt vor der stimmungsaufhellenden Wirkung ein. Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden und sexuelle Funktionsstörungen können auftreten. Die Nebenwirkungen lassen nach einigen Wochen jedoch meist nach. Opipramol gehört zu den Stoffen, die keine körperliche Abhängigkeit auslösen.

Clomipramin

Der trizyklischen Wirkstoff Clomipramin gilt als Vergleichsstandard, in der Entwicklung neuer Medikamente, zur Behandlung von Zwangsstörungen. Er wirkt stimmungshebend und aktivierend. Die antidepressive Wirkung setzt bei der Behandlung später ein, als die stimmungsaufhellende. Vom Bedienen von Maschinen und dem Autofahren wird während einer Therapie mit Clomipramin abgeraten, da Sehstörungen auftreten können. Von der Einnahme während einer Schwangerschaft ist abzuraten.

Imipramin

Ein weiteres trizyklisches Antidepressivum stellt Imipramin da. Der beruhigende Wirkstoff wird bei chronischen Schmerzen, Bettnässen und Depressionen eingesetzt.
Imipramin wird in Tablettenform verabreicht und ein- bis dreimal täglich eingenommen, wobei Mahlzeiten nicht berücksichtigt werden müssen. Der Wirkstoff kann Tremore, EKG-Veränderungen, Schwitzen und weitere Nebenwirkungen hervorrufen. Die Wirkung gilt als weniger selektiv im Vergleich zu neueren Antidepressiva.

Clomipramin

Der trizyklischen Wirkstoff Clomipramin gilt als Vergleichsstandard, in der Entwicklung neuer Medikamente, zur Behandlung von Zwangsstörungen. Er wirkt stimmungshebend und aktivierend. Die antidepressive Wirkung setzt bei der Behandlung später ein, als die stimmungsaufhellende. Vom Bedienen von Maschinen und dem Autofahren wird während einer Therapie mit Clomipramin abgeraten, da Sehstörungen auftreten können. Von der Einnahme während einer Schwangerschaft ist abzuraten.

Maprotilin

Der trizyklische Wirkstoff Maprotilin findet bei der Behandlung schwerer und bipolar bedingter Depressionen Verwendung. Wie auch bei anderen trizyklischen Wirkstoffen, die weniger selektiv auf die Transmittersysteme im Gehirn wirken, treten häufig unerwünschte Nebenwirkungen auf. Dazu zählen auch Magen-Darm-Probleme, wie Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung und Durchfälle.

Mianserin

Milanserin ist ein Arzneimittel der Gruppe der tretrazyklischen Antidepressiva. Es wirkt stimmungsaufhellend, dämpfend und angstlösend. Das Mittel wird, aufgrund seiner dämpfenden Wirkung, normalerweise abends eingenommen. Es liegt in Tablettenform vor. Eine Behandlung mit Mianserin sollte schleichend begonnen werden und ausschleichend beendet werden. Mögliche Nebenwirkungen sind Gewichtszunahme und eine gedämpfte Empfindung.

Nortriptylin

Nortriptylin zählt zu den trizyklischen Psychopharmaka. Es wirkt stimmungsaufhellend und wird bei Depressionen eingesetzt. Der stimmungsaufhellende Effekt kommt durch die Hemmung der Aufnahme von Noradrenalin zustande. Das Medikament wird in Tablettenform dargereicht. Die Einnahme erfolgt je nach Verordnung ein- bis dreimal täglich. Einige der häufigsten Nebenwirkungen sind Sehstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit.

Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer)

Eine weitere Gruppe der Psychopharmaka bilden die MAO-Hemmer. Monoaminoxidase ist im Gehirn für den Abbau von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin zuständig. Wird dieses Enzym gehemmt, stehen mehr der genannten Stoffe zur Verfügung. MAO-Hemmer werden nur eingesetzt, wenn andere Mittel keine Wirkung zeigen, da sie zahlreiche und schwerwiegende Neben- und Wechselwirkungen mit sich bringen.

Moclobemid

Der Wirkstoff Moclobemid gehört der Gruppe der MAO-Hemmer an. Das Mittel wirkt stimmungsaufhellend, aktivierend und belebend. Es findet bei Depressionen und sozialen Phobien Anwendung. In der Regel wird die Dosis, in Tablettenform, zwei- bis dreimal täglich, nach dem Essen eingenommen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen dermatologische Ausschläge, Schlafstörungen, Schwindel, Mundtrockenheit und Übelkeit.

Tranylcypromin

Tranylcypromin, was auch unter dem Namen Jatrosom im Handel erhältlich ist, zählt zu den MAO-Hemmern. Durch Hemmung der Monoaminoxidase werden einige Botenstoffe langsamer abgebaut. Das Mittel kann allerdings nur richtig wirken, wenn eine strenge, tyraminarme Diät eingehalten wird. Daher wird es bei schweren Depressionen erst eingesetzt, wenn andere Mittel wirkungslos bleiben. Die Dosierung liegt, in der Regel, zwischen 20 und 60 mg. Mundtrockenheit, Gewichtsveränderung und Schlafstörungen sind einige der registrierten Nebenwirkungen. Durch die hohe Amphetaminkonzentration des Mittels kann eine, für Antidepressiva eher untypische, deutliche Steigerung der Libido auftreten.

Neuroleptika

Unter Neuroleptika versteht man antipsychotisch wirkende Stoffe. Diese wirken sich positiv auf Erregungszustände aus, indem sie eine sedierende und beruhigende Wirkung entfalten. Insgesamt verringern sie die Intensität der Wahrnehmung des Patienten. Durch die Blockade der Histaminrezeptoren und gleichzeitiger Aktivierung, der Serotoninrezeptoren, wird ein Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn hergestellt, das eine stimmungsausgleichende Wirkung nach sich zieht.

Aripiprazol

Das Neuroleptika Aripiprazol findet bei der Behandlung von Schizophrenien, bipolaren Störungen und manischen Episoden Anwendung. Das Mittel ist unter dem Namen Abilify, in vielen Darreichungsformen, erhältlich. In der Regel werden 10 bis 30 mg verabreicht. Die Nebenwirkungen sind typischerweise Unruhe, Schlafstörungen und Übelkeit.

Quetiapin

Das Arzneimittel Quetiapin zählt zu der Gruppe der Neuroleptika. Es wird bei psychischen Störungen, zur Behandlung von Schizophrenien und manischen sowie depressiven Episoden eingesetzt. Auch zur Vorbeugung vor Rückfällen bipolaren Phasen kann das Mittel angewendet werden. Der Wirkstoff ist in dem Präparat Seroquel erhältlich. Häufige Nebenwirkungen sind Schwindel, Müdigkeit, Gewichtszunahme und Benommenheit.

Sulpirid

Sulpirid ist ein Neuroleptikum, welches bei Schwindel, Depressionen und Schizophrenie angewendet wird. Es wird meist oral und in Tablettenform eingenommen. Dabei sollte die Einnahme schleichend begonnen und langsam, über einen längeren Zeitraum, wieder abgesetzt werden. Bei Schizophrenie sollten mehrere Einzeldosen zwischen 300 bis 1000 mg am Tag verabreicht werden. Zur Therapie von Depressionen reichen 100 bis 300 mg aus. Die, für Neuroleptika typischen Nebenwirkungen treten im Zusammenhang mit diesem Mittel seltener auf.

Ziprasidon

Der, zu den atypischen Neuroleptika zählende, Wirkstoff Ziprasidon, wird bei Schizophrenie, bipolaren Störungen sowie manischen und posttraumatischen Belastungsstörungen verwendet. Als atypisches Neuroleptikum ruft es weniger extrapyramidalmotorische Nebenwirkungen hervor, als andere Neuroleptika. Es kann in oraler Form verabreicht oder, bei akuten Zuständen, als Injektion verabreicht werden. Unerwünschte Nebenwirkungen können Müdigkeit, Magen-Darm-Probleme und sexuelle Dysfunktionen sein.

 

Liste anderer Antidepressiva

Vortioxetin

Vortioxetin wird in Deutschland nicht mehr eingesetzt. Das multimodale Antidepressivum wurde im Jahr 2016 vom Markt genommen. In der EU ist allerdings auch weiterhin zugelassen und uneingeschränkt verkehrsfähig. Die Dosierung liegt zwischen 10 und 20 mg pro Tag. Häufige Nebenwirkungen waren Übelkeit und Erbrechen.

Tianeptin

Das Mittel Tianeptin ist seit 2012 in Deutschland zugelassen. Der Wirkstoff gilt als Serotoninwiederaufnahmeverstärker, er verringert die Serotoninkonzentration, wobei die antidepressive Wirkung eher einer positiven Wirkung, auf die Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinde zuzuschreiben ist. Tianeptin zeigt eine gute Wirksamkeit, im Vergleich zu SSRI und trizyklischen Mitteln. Die klassischen Nebenwirkungen treten in geringerer Ausprägung auf.

Tianeurax

Das Medikament Tianeurax, mit dem Wirkstoff Tianeptin, ist ein sogenannter Serotoninwiederaufnahmeverstärker. Das Mittel steht unter dem Verdacht, in kurzer Zeit eine Abhängigkeit hervorzurufen. Es wird häufig zur Behandlung von Depressionen oder Sozialphobien eingesetzt. Häufige Nebenwirkungen sind Unruhe, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.

Lamotrigin

Lamotrigin ist ein häufig verwendetes Antileptikum. Es wird vor allem bei der Behandlung von Epilepsie angewendet, aber auch bei affektiven Störungen eingesetzt. Aufgrund seiner guten Verträglichkeit wird es auch bei Schwangeren angewendet. Bei höheren Dosen können jedoch Hautreaktionen, Schwindel und Kopfschmerzen auftreten.

Carbamazepin

Das Medikament Carbamazepin wird schon seit vielen Jahren zur Bekämpfung von Epilepsie und Krampfleiden, aber auch bei akuten Fällen von Manien, Autoagressionen und Persönlichkeitsstörungen eingesetzt. Es können jedoch einige Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten.
Die Nebenwirkungen treten in den meisten Fällen dosisabhängig auf. Es werden dämpfende Wirkungen, Gewichtsstörungen und Schläfrigkeit beschrieben.

Lithium

Lithium wird schon seit dem Jahr 1949 bei Depressionen, Manien und bipolaren Störungen angewendet. Wie genau Lithium im Körper wirkt, ist nicht bekannt. Vermutlich nimmt es einen positiven Einfluss auf die Noradrenalin- und Serotoninkonzentration im Gehirn hat. Das Salz wird oral eingenommen. Trotz seiner guten Wirkung bei Depressionen können auch bei einer Lithiumtherapie Nebenwirkungen auftreten. Insbesondere Schäden an den Nieren und Schilddrüsen kamen vor. Auch Gewichtszunahmen wurden verzeichnet.

Hydroxyzin

Das, unter dem Handelsnamen Atarax bekannte, Medikament Hydroxyzin wird bei Angstzuständen, emotionaler Unruhe und Schlafstörungen angewendet. Auch schwerwiegende Hauterkrankungen, aufgrund allergischer Reaktionen, werden mit Hydroxyzin behandelt. Das Mittel hat eine sedierende Wirkung.

Flupentixol

Der Wirkstoff Flupentixol hat eine gute Wirkung bei der Behandlung von Psychosen, Schizophrenien und psychotischen Zuständen. Das Mittel wird oral, in Tropfenform oder als Tablette eingenommen, kann aber auch mittels einer Depotinjektion verabreicht werden. Die Dosis von 200 mg sollte dabei nicht überschritten werden. Üblicherweise wird der Anwender mit einer 40 mg Dosierung eingestellt. Nebenwirkungen wie Sitzunruhe, Sehstörungen und eine Beeinträchtigung des Bewegungsablaufes können auftreten.

Oxazepam

Die angstlösende und sedierende Wirkung des Mittels Oxazepam, macht es zu einem erfolgreichen Mittel, bei der Behandlung von Schlaf- und Angststörungen. Die Einnahme erfolgt oral, meist in Tablettenform. Die Dosen von 30-60 mg können vor dem Schlafengehen oder, bei Angstzuständen, über den Tag verteilt eingenommen werden. Unerwünschte Nebenwirkungen, wie Schläfrigkeit, Benommenheit und Kopfschmerzen können als Begleiterscheinungen auftreten.

Olanzapin

Bei bipolaren Störungen und Schizophrenien kann das Mittel Olanzapin eingesetzt werden. Auch Zwangserkrankungen können behandelt werden. Es kann, zusammen mit einem Antidepressivum, eingenommen werden. Die beruhigende und entspannende Wirkung kann einen positiven Einfluss auf die Schlafphasen des Patienten nehmen. Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Müdigkeit, ein erhöhter Blutzuckerspiegel und Kreislaufstörungen können auftreten.

Risperidon

Risperidon wird bei der Behandlung von Schizophrenie eingesetzt. Einige Studien belegen, dass das Mittel weniger Nebenwirkungen auslöst, als andere, vergleichbare Substanzen. Es können jedoch trotzdem Nebenwirkungen wie, Gewichtsveränderung, Erektionsstörungen und Gynäkomastie auftreten. Das Mittel wirkt kaum sedierend.

Die Vor- und Nachteile von Antidepressiva im Überblick

Vorteile von Antidepressiva

  • Die Medikamente erzielen besonders bei ausgeprägten und chronisch depressiven Erkrankungen eine Wirkung
  • Der Aufbau eines Spiegels dauert ungefähr zwei Wochen, bei regelmäßiger Einnahme lässt sich eine Verbesserung erkennen, bis sich die Beschwerden auflösen vergehen meist 6 bis 8 Wochen
  • Sie unterstützen im Alltag, indem sie innere Unruhe bekämpfen und das seelische Gleichgewicht wiederherstellen.
  • Sie lindern die Beschwerden bei Depression und Angststörungen, beugen Rückfällen vor und tragen so zu einem besseren Heilungsverlauf bei
  • Es gibt viele unterschiedliche Sorten von Antidepressiva, die je nach ihrer Wirkung gegeben werden, wie zur Beruhigung, zur Verbesserung des Schlafes, zur Stabilisierung des Gemüts oder als Gabe neuer Energie
  • Es ist eine sehr zeitsparende Behandlungsmethode
  • Antidepressiva können sowohl in der Langzeit- und zur Erhaltungstherapie und Rückfallprophylaxe eingesetzt werden, sie zeigen sich in verschiedenen Stadien der Erkrankung wirkungsvoll
  • Antidepressiva machen nicht süchtig und körperlich abhängig
  • Die Behandlung kann immer durch ein zusätzliches Antidepressivum ergänzt werden, welches die Wirkung positiv ergänzt und neu auftretende Symptome begleitend bekämpft
  • Studien haben bewiesen, dass eine längere Einnahme von Antidepressiva eine erfolgreiche Rückfallprophylaxe sein kann
  • Antidepressiva können eine gute Basis bzw. ein guter Einstieg in die Psychotherapie sein

 

Nachteile von Antidepressiva

  • Antidepressiva können eine Reihe an Nebenwirkungen mit sich bringen, wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Gewichtszunahme, Verdauungsprobleme, zunehmende Schläfrigkeit, eine abnehmende Libido und sexuelle Funktionsstörungen
  • Vor allem zu Beginn der Behandlung können die Nebenwirkungen sehr auffällig sein. Sind die Folgen der Medikamenteneinnahme besonders stark ausgeprägt, müssen einige Patienten die Behandlung abbrechen bzw. auf andere Lösungen zugreifen
  • Die Behandlung mit Medikamenten behandelt nicht die Ursache der Erkrankung, die beispielsweise auch durch äußere Einflüsse wie starke Belastungen im Privat- und Berufsleben ausgelöst werden kann
  • Patienten, die mit Antidepressiva behandelt wurden, neigen nach der Beendigung der Therapie häufiger zu Rückfällen, als dies bei der psychotherapeutischen Behandlung der Fall ist
  • Die eigenständige Behandlung mit Antidepressiva, sprich Absetzen oder Einnahme ohne Absprache mit dem Arzt, kann weitreichende Folgen haben, die entweder zu einer Verschlechterung beitragen oder die Entwicklung von Nebenwirkungen unterstützen können
  • Der Prozess des Absetzens von Antidepressiva kann sich über Wochen hinziehen und verläuft nicht immer ohne Nebenwirkungen, wie Bauchschmerzen, Schlafstörungen, Unruhe und Übelkeit
  • Die letztendliche Wirkung des Medikaments ist vorher schwer vorhersehbar, oft müssen erst einige Antidepressiva ausprobiert werden, bevor das passende Therapiemittel gefunden wird
  • Antidepressiva als Therapieform sind bei leichten Depressionen eher nicht zu empfehlen, da sie sich dort als weniger wirksam erwiesen haben
  • Antidepressiva können eine Psychotherapie und möglicherweise notwendige Veränderungen im Leben nicht ersetzen
  • Antidepressiva können die Symptome einer Depression abschwächen, die Ursache wird allerdings nicht geheilt
  • Langzeitnebenwirkungen sind teilweise nicht ausreichend erforscht

Antidepressiva richtig absetzen – Körperliche Begleiterscheinungen und Hilfen

Medikamente gegen Depressionen werden täglich millionenfach eingenommen. Diese Medikament können sehr hilfreich sein, wenn Depressionen die Freude am Leben rauben und die Energie und Konzentration für die täglichen Aufgaben fehlen. Wenn keine großen Nebenwirkungen auftreten erneuern viele Ärzte die Verordnung auf unbestimmte Zeit. Schließlich bieten die Medikament eine Absicherung gegen einen Rückfall in die Depression. Doch früher oder später kommt der Zeitpunkt, an dem die Nebenwirkungen immer weniger akzeptabel werden – besonders wenn Sie glauben, dass Sei die Pillen nicht mehr brauchen.

Die Entscheidung Antidepressiva abzusetzen, sollte von Ihnen sehr sorgfältig und mit Unterstützung des Arztes getroffen werden. Beim Absetzen der Antidepressiva nach langer Einnahme ist mit Entzugserscheinungen zu rechnen. Schlimmstenfalls kann das einen Rückfall in die Depression auslösen. Doch es gibt ein paar Maßnahmen die Sie oder ihr Arzt ergreifen können, um die Ausstiegssymptome zu mindern.

Die Gefahren beim Absetzen von Antidepressiva

Antidepressiva wirken, indem sie das Niveau der Neurotransmitter verändern. Das sind chemische Botenstoffe, die an den Rezeptoren der Nervenzellen im ganzen Körper anhaften und deren Aktivität beeinflussen. Die Neuronen passen sich dadurch schließlich an das aktuelle Niveau der Neurotransmitter an. Symptome, die von leicht bis belastend reichen, können auftreten, wenn sich das Niveau zu schnell ändert. Das passiert zum Beispiel wenn Sie Ihr Antidepressivum plötzlich nicht mehr einnehmen. Das ist zwar medizinisch nicht gefährlich, können jedoch unangenehme Folgen haben.

Unter den neueren Antidepressiva sind diejenigen, die das Serotonin-System beeinflussen, so genannte selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SRI) und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI), mit einer Reihe von Entzugserscheinungen verbunden. Die Symptome werden oft als Antidepressivum- oder SRI-Abbruchsyndrom bezeichnet. Das Absetzen von Antidepressiva, die die Serotonin-Systeme nicht beeinflussen, scheint weniger lästig zu sein. Trotzdem wird auch hier nach dem Absetzen bei einigen Patienten eine extreme Reizbarkeit beobachtet.

Diese Symptome bedeuten jedoch nicht, dass Sie von Ihrem Antidepressivum abhängig sind. Eine süchtige Person sehnt sich nach der Droge und benötigt häufig immer höhere Dosen. Nur wenige Menschen, die Antidepressiva einnehmen, entwickeln ein Verlangen oder haben das Bedürfnis, die Dosis zu erhöhen.

Das Absetzen von Antidepressiva kann sich wie eine Depression anfühlen

Sie fühlen sich besser und denken daran, die Einnahme des Antidepressivums einzustellen? Es scheint, als ob Sie die Medikamente nicht mehr benötigen, aber in den meisten Fällen trägt das Antidepressivum zu ihren verbesserten Gefühlen bei. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich zunächst an die von ihrem Arzt verordnete Behandlung halten. Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie die Einnahme des Antidepressivums beenden wollen, besprechen Sie das Vorhaben mit ihrem Arzt. Dieser wird ihnen einen Aktionsplan erstellen, der ihrem ihrem Körper dabei hilft, sich langsam an das Absetzen des Medikaments anzupassen.

Abbruch-Symptome können Angstzustände und Depressionen umfassen. Diese Symptome waren möglicherweise der Grund dafür, dass ihnen Antidepressiva verschrieben wurden. Ein Wiederauftreten kann auf einen Rückfall hinweisen und eine fortlaufende Behandlung erfordern. So unterscheiden Sie Abbruchsymptome von Rückfällen:

+ Absetzsymptome treten innerhalb von Tagen bis Wochen nach Absetzen der Medikation oder Senkung der Dosis auf. Rückfallsymptome entwickeln sich später und treten allmählicher auf.

+ Abbruchsymptome umfassen häufig körperliche Beschwerden, die bei Depressionen nicht häufig auftreten, wie Schwindel, Krämpfe und abnorme Empfindungen.

+ Die Abbruchsymptome verschwinden schnell, wenn Sie eine normale Dosis des Antidepressivums einnehmen. Die medikamentöse Behandlung einer Depression dauert oft einige Wochen.

+ Die Abbruchsymptome klingen ab, wenn sich der Körper angepasst hat, während wiederkehrende Depressionen anhalten und sich verschlimmern können.

Wenn die Symptome nach dem Absetzen des Medikaments länger als einen Monat andauern und sich verschlechtern, sollten Sie mit ihrem Arzt darüber sprechen.

Die Entzugserscheinungen von Antidepressiva

Neurotransmitter wirken im gesamten Körper. Wenn Sie die Einnahme von Antidepressiva abbrechen oder die Dosis zu schnell senken, können körperliche und psychische Auswirkungen auftreten. Häufige Beschwerden sind:
  • Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Durchfall oder Appetitlosigkeit
  • grippeähnliche Symptome
  • Veränderungen im Blutbild
  • Sie können übermäßig schwitzen und ertragen Hitze nur sehr schlecht.
  • Schlafstörungen, ungewöhnliche Träume, Albträume
  • Schwindel, Unsicherheit beim Gehen
  • Zittern, ruhelose Beine, Schwierigkeiten bei der Koordination
  • Unerwünschte Gefühle, Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit
  • Seltsame Empfindungen, Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen
  • Selbstmordgedanken

So schlimm einige dieser Symptome auch klingen mögen: Sie sollten sich nicht entmutigen lassen, wenn Sie das Antidepressivum absetzen möchten. Viele der Symptome des SRI-Abbruchsyndroms können minimiert oder verhindert werden, indem die Dosis über Wochen bis Monate schrittweise gesenkt oder verringert wird. In einigen Fällen können kürzer wirkende Medikamente durch länger wirkenden Medikamenten ersetzt werden. Die Antidepressiva, die am ehesten störende Symptome verursachen, sind diejenigen, die eine kurze Halbwertszeit haben und den Körper schnell wieder verlassen.

Abgesehen von der Erleichterung des Übergangs verringert das Verringern der Dosis das Risiko, dass eine Depression erneut auftritt. Eine schrittweise Reduzierung der Dosis verringert die Häufigkeit eines Rückfalls.

Wie Sie Antidepressiva am besten absetzen

Wenn Sie darüber nachdenken, die Einnahme von Antidepressiva zu beenden, sollten Sie Schritt für Schritt vorgehen.

Nehmen Sie sich Zeit! Wenn Sie versuchen, die Einnahmen von Antidepressiva zu beenden, sobald die Symptome nachlassen, können die Depressionen wieder auftreten. Ärzte empfehlen im Allgemeinen, die Medikamente für sechs bis neun Monate einzunehmen, bevor sie in Erwägung ziehen, Antidepressiva abzusetzen. Wenn Sie drei oder mehr rezidive (wiederkehrende) Depressionen haben, dauert das Absetzen etwa zwei Jahre.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den Nutzen und das Risiko von Antidepressiva in ihrer speziellen Situation. Entscheiden Sie gemeinsam mit ihm oder ihm, ob und wann Sie die Anwendung einstellen. Bevor Sie die Einnahme abbrechen, sollten Sie sicher sein, dass ihre Lebensumstände stabil sind und Sie mit eventuell auftretenden negativen Gedanken fertig werden können. Versuchen Sie nicht aufzuhören, während Sie unter Stress stehen oder eine bedeutende Veränderung in ihrem Leben durchlaufen. Das kann zum Beispiel ein neuer Job oder eine Krankheit sein.

Machen Sie einen Plan

Bei einem Antidepressivum muss die Dosis in der Regel reduziert werden. Dabei sollten etwa zwei bis sechs Wochen zwischen den Reduktionen liegen. Ihr Arzt wird Sie anweisen, ihre Dosis zu verringern und die geeignete Dosierung für die Änderung vornehmen. Der Zeitplan hängt davon ab, welches Antidepressivum Sie einnehmen, wie lange Sie das Arzneimittel einnehmen.

Ziehen Sie eine Psychotherapie in Betracht

Eine Psychotherapie ist wichtig, um sich von Depressionen zu erholen und ein erneutes Auftreten zu vermeiden. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Personen, die sich einer Psychotherapie unterziehen, beim Absetzen eines Antidepressivums seltener einen Rückfall haben.

Verändern Sie ihren Lebensstil

Eine Änderung des Lebensstils kann die allgemeine Gesundheit verbessern und die Wiederholung einer Depression verhindern. Dazu gehören:

  • viel schlafen
  • Meditation
  • keinen Alkohol oder Drogen
  • Stress reduzieren
  • Sport treiben
  • gesunde Ernährung

Körperliche Aktivitäten haben für Menschen eine starke antidepressive Wirkung. Durch die Übungen wird Serotonin für die Bindung an Rezeptoren der Nervenzellen besser verfügbar, so dass Änderungen des Serotoninspiegels kompensiert werden können.

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Halten Sie während des Absetzungsprozesse den Kontakt zu ihrem Arzt aufrecht. Informieren Sie ihn über alle körperlichen oder emotionalen Symptome, die mit dem Absetzen zusammenhängen könnten. Eine kurze Behandlung mit einem Antidepressivum wie einem Antihistaminikum, einem Mittel gegen Angstzustände oder einem Schlafmittel kann die Symptome manchmal lindern.

Sie können außerdem einen Verwandten oder engen Freund in ihren Plan mit einbeziehen. Wenn Menschen in ihrer Umgebung wissen, dass Sie Antidepressiva absetzen und gelegentlich reizbar sind, können sie mit dem Problem besser umgehen. Ein enger Freund oder Familienmitglied kann möglicherweise Anzeichen wiederkehrender Depressionen erkennen, die Sie möglicherweise nicht wahrnehmen.

 

Vitamine und unterstützende Nährstoffe als natürliche Antidepressiva

Natürliche Heilmittel, wie Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel, können bei einer Depression unterstützend eingesetzt werden. Die folgenden Mittel sind kein Ersatz für herkömmliche Behandlungsmethoden durch Medikamente und Psychotherapie, können ihnen jedoch helfen, mit dem Absetzen von Antidepressiva fertig zu werden.

Omega-3-Fettsäuren

Da unser Körper kein Omega-3-Präparat herstellen kann, müssen wir es entweder durch Nahrung oder durch Nahrungsergänzungsmittel zu uns nehmen. Alle Fischarten liefern einige Omega-3-Fettsäuren, aber Lachs, Hering, Sardinen und Thunfisch in Dosen gehören zu den reichsten Quellen. Zuchtfische können in Omega-3-Fettsäuren tatsächlich niedriger sein als wild gefangene Fische. Omega-3-Ergänzungen, auch Fischölkapseln genannt, sind ebenfalls erhältlich.

Mineralien

Die Einnahme von Magnesium, Kalzium, Eisen und Zink hat positive Auswirkungen bei depressiven Symptomen. Es hat sich gezeigt, dass eine Diät mit hohem Zinkanteil die Häufigkeit von Depressionen bei Männern und Frauen verringert. Personen, die Zinkpräparate einnahmen, hatten ebenfalls eine Verbesserung ihrer Stimmungen und verringerten Ärger und Feindseligkeit.

B-Vitamine

Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Patienten mit Erkrankungen wie Depressionen, bipolare Störungen und Gedächtnisstörungen oder Lernstörungen, der Wert für Folsäure unter dem normalen Niveau liegt. Folsäure und die Vitamine B-12 und B-6 sind für die ordnungsgemäße Funktion des Gehirns wichtig. Sie können das Lernen, das Gedächtnis und die Stimmung direkt beeinflussen. Außerdem wurde nachgewiesen, dass die B-Vitamine, insbesondere Folsäure und Vitamin B-6, die Nebenwirkungen beim Absetzen verschreibungspflichtiger Antidepressiva tatsächlich lindern können.

Johanniskraut

Johanniskraut ist ein Produkt eines wild wachsenden Strauchs. Es wird seit Hunderten von Jahren verwendet und ist besonders in Europa sehr beliebt. Das Kraut kann jedoch eine Reihe von Medikamenten stören, einschließlich verschiedener Antidepressiva. Vergewissern Sie sich, dass Sie mit ihrem Arzt sprechen, bevor Sie mit Johanniskraut-Ergänzungsmitteln beginnen.

Aminosäuren

Durch die gezielte Verwendung einzelner Aminosäure-Ergänzungen wie z.B. 5-HTP wird die Chemie des Gehirns ausgeglichen. gleichen, um Angstzustände, Panikattacken und das Gefühl, gestresst oder überfordert zu sein, können dadurch verschwinden. Sie können auch hilfreich sein, um andere Probleme anzugehen, die zu Angstzuständen beitragen oder diese verstärken. Darüber hinaus können Aminosäuren bei Depressionen und Schlaflosigkeit helfen, die häufig mit Angstzuständen einhergehen. Wenn Sie ihre Gehirnchemie ausbalancieren, lindern Sie nicht nur die Angstsymptome. Aminosäuren können auch dabei helfen, die Symptome beim Absetzen von Antidepressiva zu vermindern.

Genau wie verschreibungspflichtige Antidepressiva wirken natürliche Antidepressiva und Nahrungsergänzungsmittel nicht für alle Menschen gleichermaßen. Sprechen Sie immer mit ihrem Arzt, bevor Sie Alternativen oder Naturheilmittel ausprobieren. Einige davon können ihre Standardbehandlung beeinträchtigen oder die Wirkung ihrer Medikamente stören oder ihnen entgegenwirken.