5-HTP gegen Depressionen und Angststörungen: Wirkung, Nebenwirkungen, Dosierung und Erfahrungen

In diesem Beitrag geht es um die Aminosäure 5-HTP gegen Depressionen. Ich möchte auf die Wirkung von Serotonin und 5-HTP in seiner Wirkunsgsweise auf den Organismus in Zusammenhang mit Depressionen und Schlafstörungen eingehen.

Depressionen zählen zu den größten Erkrankungen in Deutschland. Studien zufolge leidet jeder fünfte Bundesbürger im Laufe seines Lebens an einer Depression. Entsprechend befinden sich etwa 4 Millionen Menschen in einer ärztlichen Behandlung.

Die Kombination von Therapie und Medikamenten ist oft nicht von langfristigem Erfolg geprägt. Daher greifen immer mehr Menschen zu natürlichen Präparaten, da vor allem die starken Nebenwirkungen von Psychopharmaka nicht zu unterschätzen sind.

 

Grundlegendes zur Depression

Was sind typische Anzeichen von Depressionen?

Eine Person mit depressiver Störung fühlt sich in der Regel bedrückt oder niedergeschlagen. Abhängig vom Grad der Erkrankung sind die Symptome mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Entscheidend ist aber, dass eine Depression maßgeblichen Einfluss auf das Leben der betroffenen Person haben kann.

Wie entsteht eine Depression?

Es wird oft versucht herauszufinden was nun genau die Ursachen für die Depression sind. Grundsätzlich sind die Ursachen einer Depression sehr komplex. Daher ist man in medizinischer Hinsicht bis heute nicht zu einer ganzheitlichen Lösung gekommen.

Depressionen entstehen oft aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Als Begleiterscheinung von Krankheiten, falsche Ernährung, Mangelerscheinungen, anhaltender Stress im Beruf, Arbeitslosigkeit, ein traumatisches Ereignis oder veränderte Stoffwechselprozesse im Gehirn können eine Depression verursachen. Dazu gehört auch ein Mangel an Serotonin.

 

Wie kann eine Depression behandelt werden?

Klassische Behandlungsformen

Behandlungen erfolgen in der Regel über eine Psychotherapie. Es werden hier spezifische Gespräche geführt, um mehr über das Verhalten und die Ursachen der betroffenen Person herauszufinden.

Eine weitere klassische Behandlungsform stellt die medikamentöse Behandlung mit Psychopharmaka oder Antidepressiva dar.

Normalerweise werden diese beiden Formen der Behandlung am Patienten kombiniert.

 

Die Behandlung mit den Glückshormonen Serotonin und Dopamin

In vielen Fällen hat sich die Behandlung mit den sogenannten Glückshormonen Serotonin und Dopamin als hilfreich erwiesen.

Als Neurotransmitter übernehmen Botenstoffe wie Serotonin oder Dopamin wichtige Funktionen im Gehirn. Ohne sie wäre kein Glücksgefühl, keine Hochstimmung spürbar. Aus diesem Grund sind sie umgangssprachlich auch als „Glückshormone“ bekannt.

Der Stoff Serotonin nimmt im menschlichen Körper eine sehr wichtige Rolle ein. Er sorgt für eine bessere mentale Stimmung und erhöht das Wohlbefinden. Personen mit einer Depression haben in der Regel bis zu 50% weniger Serotonin im Blutserum. Mit einer Verabreichung von diesem Neurotransmitter kann ein Stimmungstief kompensiert werden.

Der Begriff „Glückshormon“ beschreibt sehr gut die Bedeutung und Funktion im Gehirn. Einer der zentralen Punkte ist die Informationsverarbeitung , die stetig im Gehirn stattfindet. Hier gibt es ein riesiges Netzwerk der Nervenzellen selbst, aber auch der Synapsen, die eine chemische Kommunikation innerhalb des komplizierten Nervensystems eingehen. Für diese Übertragung von Informationen sind chemische Synapsen beteiligt. Als Botenstoffe erhalten sie deshalb auch den Begriff Neurotransmitter, die zahlreich im Gehirn vorhanden sind. Die wichtigsten sind die bereits angesprochenen Glückshormone Dopamin und Serotonin. Ihre messbaren Werte verändern sich laufend. Bei geringerem Gehalt an Serotonin oder Dopamin erhöht sich vereinfacht dargestellt das fehlende Glücksgefühl, das dauerhaft in depressive Verstimmungen übergehen kann.

Serotonin transportiert demzufolge wichtige Signale zwischen den Zellen. Ein Mangel wiederum führt dazu, dass diese wichtigen Signale nicht übertragen und im Gehirn geregelt werden. Es entstehen Auswirkungen wie Fibromyalgie und Schlaflosigkeit bis hin zur Depression – basierend auf der Tatsache, dass wichtige Prozesse im Gehirn unvollständig ausgeführt werden.

Nun ist die Frage wie der Serotoninmangel bei einer depressiv gestörten Person ausgeglichen werden kann. Fakt ist, dass die betroffene Person unbedingt mehr Serotonin braucht, um die Depression, Stimmungsschwankungen oder Angstzustände systematisch zu reduzieren.

 

Die Bekämpfung von Depressionen mit 5-HTP

Was ist 5-HTP?

5-HTP ist eine Aminosäure und als Vorstufe von Serotonin zu betrachten. Der Inhaltsstoff steht für „5-Hydroxytryptophan“. Dies impliziert, dass 5-HTP im menschlichen Körper zum stimmungsfördernden Serotonin umgewandelt wird.

Serotonin ist das Hormon, welches die Stimmung reguliert, Aggressionen reduziert und Ängste erst gar nicht aufkommen lässt. Daher wird bei einer Depression auch ein Mangel an Serotonin vermutet. Eine mögliche Maßnahme zur Erhöhung des Serotoninspiegels ist die Einnahme von 5-HTP.

Von vielen Experten wird dieser Stoff als eine natürliche Alternative zu Beruhigungsmitteln angesehen, um leichte bis mittelschwere Depressionen zu bekämpfen. 5-HTP ist aufgrund der geringen Nebenwirkungen eine sehr attraktive und rein pflanzliche Alternative zu klassischen Medikamenten.

Die meisten Menschen vertragen diesen Inhaltsstoff auch sehr gut über einen längeren Zeitraum hinweg.

Eine Ration für ein halbes Jahr 5-HTP kann bereits ab ca. 20 Euro z.B. bei amazon gekauft werden.

 

Der Einsatz von 5-HTP in der Vergangenheit

5-HTP wurde in den 1970er und 1980er Jahren sehr häufig bei Depressionen eingesetzt. Dann kamen aber die Antidepressiva auf den Markt.

Diese haben den Stoff 5-HTP soweit verdrängt, dass es inzwischen nicht mehr als Arzneimittel gilt, sondern lediglich als Nahrungsergänzungsmittel.

Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, denke aber, dass 5-HTP als nicht patentierbarer Rohstoff kaum lukrativ ist und das der Grund für die Ablösung der milliardenschweren Industrie der Psychopharmaka ist.

 

Wie ist die Wirkung von 5-HTP?

5-HTP wird meistens aus den Samen der afrikanischen Schwarzbohne (Griffonia) gewonnen.

Die hohen 5-HTP-Gehalte wurden in den Samen der afrikanischen Pflanze (Griffonia Simplicifolia) entdeckt. Diese Pflanze wurde seit diesem Zeitpunkt überwiegend als Rohstoff genutzt, um isolierte 5-HTP-Präparate herzustellen. Möchte man sich also gezielt mit 5-HTP-Mengen versorgen, so stellen diese Präparate eine sehr gute Lösung dar. 5-HTP kann zudem nicht nur gegen Depressionen, sondern auch gegen Schlafstörungen und Migräne helfen. Of auch typische Erscheinungsformen, die bei einer Depression auftreten.

Einigen Studien zufolge ist 5-HTP genauso wirksam gegen Depressionen wie Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und Antidepressiva. Der Inhaltsstoff ist gegenüber den Antidepressiva deutlich im Vorteil, was auf die sofortige Wirkung direkt nach der Einnahme zurückzuverfolgen ist.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass beide Stoffe in der Wirkung ähnlich sind, aber 5-HTP den klaren Vorteil habe, dass keine schweren Nebenwirkungen auftreten. Es gibt zudem keine problematischen Entzugserscheinungen, wie es bei den meisten Antidepressiva der Fall ist. Die Einnahme von 5-HTP kann daher jederzeit problemlos beendet werden.

Im Journal of Psychopharmacology wurde aufgezeigt, dass täglich 200 mg 5-HTP hilft, Panikattacken bei Frauen zu mindern. Dieser Effekt konnte aber bei Männern nicht gesehen werden.

 

Studien in Zusammenhang mit 5-HTP

Die Wissenschaft hat sich in den letzten 30 Jahren ausgiebig mit der Wirkung von 5-HTP beschäftigt. In der Gesamtheit bestätigen diese Studien die positiven Effekte von 5-HTP auf den menschlichen Organismus. Bei einer dieser Studien in den frühen 70er Jahren zeigten ca. 56 Prozent eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome. Eine weitere Studie behandelte die Wirksamkeit von 5-HTP als natürliches Antidepressivum. Die Probanden nahmen dazu täglich eine Menge zwischen 150 und 300 mg 5-HTP ein. Schon nach einer Woche zeigten bereits 68 Prozent der Patienten positive Reaktionen.

 

Die richtige Dosierung von 5-HTP

Die Gesamtmenge sollte nicht über 300 mg am Tag betragen. Bei Menschen mit starken Angststörungen können in Einzelfällen auch höheren Dosen sinnvoll sein.

Da 5-HTP nach ca. vier Stunden nach der Einnahme vom Körper zur Hälfte bereits wieder aufgebraucht ist, sind mehrere kleinere Dosen über den Tag verteilt sinnvoller als eine große Einzeldosis.

[su_box title=“Beispiel einer Dosierung“]Starte mit einer Dosis von 50mg am Nachtmittag und erhöhe auf 100 mg, wenn Du nach einer Stunde noch keine Besserung spürst. Eine weitere Dosis von 100-150 mg kann dann noch mal zum Abendessen eingenommen werden.[/su_box]

Wenn Du Dich nach einer Woche mit einer Dosis von 300 Milligramm 5-HTP am Tag nicht besser fühlst, solltest Du es stattdessen mit Tryptophan versuchen.

 

Studien besagen: 5-HTP fördert die Schlafqualität

In einer Studie an der Stanford Universität wurde die Auswirkung von 5-HTP auf die Schlafqualität in Bezug der REM-Schlafphasen beobachtet. Hierbei wurde noch einmal deutlich, dass ein stabiler Serotonin-Spiegel ein ausschlaggebender Faktor sowohl für die Einschlafphase als auch für das Durchschlafen ist. Die Resultate zeigten ebenso, dass 5-HTP in unterschiedlicher Dosierung die REM-Schlafphasen verändern kann. Das bedeutet, Menschen mit Schlafproblemen können durch die Einnahme von 5-HTP für eine Verbesserung der Schlafqualität sorgen. Ein maßgebliches Ziel insbesondere für Menschen, die bereits länger Schlafprobleme haben und unter verminderter Leistungsfähigkeit leiden. Denn wie jeder Mensch weiß, ist im unausgeschlafenen Zustand Konzentration und Leistung besonders schwierig. In Verbindung mit Depressionen oder depressiven Verstimmungen kann bereits die Verbesserung der Schlafqualität deutlich spürbare Verbesserungen nach sich ziehen.

 

So dicht stehen Schlaflosigkeit und 5-HTP zusammen

Befragt man drei Personen, so leidet mindestens eine davon unter Schlaflosigkeit oder starken Schlafproblemen. Dazu zählt auch die Unfähigkeit einzuschlafen. Ein typisches Stresssymptom: Der Kopf kann nicht abschalten. Meist sind es Gedanken über die Arbeit und private Sorgen, die den Schlaf verhindern. Kommt es hierbei gleichzeitig zu depressiven Verstimmungen kann es an einem zu niedrigen Serotonin-Spiegel liegen, der als Botenstoff an diesen Prozessen beteiligt ist. Als natürliches Ergänzungsmittel bei Einschlafproblemen kann 5-HTP deshalb durchaus eine Alternative sein.

Grundsätzlich wird der nächtliche Schlaf in unterschiedliche Phasen eingeteilt. Während einer Nacht von ca. sieben Schlafstunden gibt es sieben Phasen, die sich über den gesamten Zeitraum verteilen. Jede einzelne dieser Schlafphasen besteht aus zwei detaillierten Abschnitten. Im ersten Abschnitt reduziert sich das Niveau des Bewusstseins, ein Hypnose ähnlicher Zustand entsteht durch die verlangsamte Gehirnaktivität. Der zweite Abschnitt ist der allgemein bekannte REM-Schlaf, indem wir auch träumen. Der während der Nacht wechselnde Rhythmus erzeugt bis zum Morgen die gewünschte Erholung. Bei Menschen mit Schlafproblemen hingegen sind diese Schlafphasen gestört, und dies ist der Grund warum der nächste Morgen meist unausgeschlafenen beginnt. 5-HTP glättet sozusagen diese Schlafphasen. Dabei wird die Tiefschlafphase deutlich verlängert. Denn genau diese Traumphase ist für die seelische wie körperliche Regeneration entscheidend. Die Anzahl der Schlafstunden wird hingegen nicht erhöht. Solltest Du bisher über einen längeren Zeitraum klassische Schlafmittel eingenommen haben, ist es wichtig, diese nicht abrupt abzusetzen und in fließenden Übergängen mit 5-HTP zu ersetzen.

 

Wie sind die Erfahrungen mit 5-HTP?

Viele Menschen, die 5-HTP eingenommen haben, haben nach einer Woche bereits deutliche Resultate verzeichnen können.

Angstzustände konnten bei betroffenen Personen so stark reduziert werden, dass wieder Mut geschöpft werden konnte. Für andere Menschen hat die Einnahme von 5-HTP ihr Leben radikal geändert. Betroffene Menschen konnten besser einschlafen, mit Stress besser umgehen und sich insgesamt viel besser fühlen.

Weiterhin haben betroffene Personen angegeben, dass sie mit dem ständigen Nachdenken aufgehört haben und sich nicht mehr herumquälen mussten. Stimmungsschwankungen sind komplett verschwunden und das Wohlbefinden konnte durch den steigenden Optimismus ungemein erhöht werden.

 

5-HTP im Vergleich zu Antidepressiva

Da Antidepressiva meist mit schwerwiegenden Nebenwirkungen und dem Risiko zur Medikamentenabhängigkeit einhergehen, liegt es nahe, hier ein natürliches Präparat zu finden.

Da die Aminosäure 5-HTP schon seit längerem für ihre positive Wirkung bekannt ist, wurde eine weitere Studie in die Wege geleitet. Sie behandelte die Therapiemöglichkeit bestimmter Aminosäuren bei der Behandlung einer Depression. Also 5-HTP im direkten Vergleich zu Antidepressiva. Durchgeführt wurde diese Studie an der Psychiatrischen Universitäts-Klinik Basel von Prof. Pöldinger. Seine Überlegung war folgende:

Wenn während einer Depression reduzierte Botenstoffe aufgebaut werden, könnte ein höheres Angebot an Serotonin zu einer vermehrten Bildung des Neurotransmitters führen. Diese Überlegung liegt nahe, da Aminosäuren körpereigene Stoffe sind und vom Organismus gebildet werden können. Ein demzufolge höherer Serotonin-Spiegel, ausgelöst durch 5-HTP, könnte demnach die Symptomatik von Depressionen verbessern und zur Heilung beitragen.

In seiner Studie wurden zwei Gruppen von Patienten mit Depressionen behandelt. Eine Gruppe mit der Aminosäure 5-HTP und eine Gruppe, die das Medikament Fluvoxamin erhielt. Dieses Medikament verstärkte seinerzeit die Wirkung von Serotonin, ohne jedoch den Spiegel zu erhöhen. 5-HTP erhöht den Serotonin-Spiegel. Die Studie verlief über sechs Wochen. Während dieser Zeit wurde die Schwere der Depression an jedem einzelnen Patienten gemessen.

Die Ergebnisse sprachen eine deutliche Sprache. In beiden Gruppen konnte der Schweregrad der depressiven Störung reduziert werden. Die Beschwerdebilder gingen zurück. Ein wichtiges Detail unterschied jedoch die Ergebnisse: Die Gruppe der Patienten, die mit 5-HTP behandelt wurde, hatte deutlich geringere Nebenwirkungen als die Gruppe, die das Anti-Depressivum erhielt.

Oft sind es nur depressive Verstimmungen, die uns das Leben schwer machen. Damit es nicht zu einer langwierigen Depression kommt, kann Dir eine zeitlich begrenzte Einnahme von 5-HTP helfen, über diese depressiven Verstimmungen hinweg zu kommen.

Gerade in lichtarmen Wintermonaten verspüren viele Menschen eine gedämpfte, innere Stimmung. Wenn dann der Alltag schwierig zu bewältigen ist, entstehen schon in kurzer Zeit Schlafprobleme und Depressionen. Auch die Aktivität des Einzelnen wird deutlich gemindert.

Aus eigener Kraft schaffen es viele Menschen nicht, wieder auf die Beine zu kommen. Bei mehreren abnormalen Stimmungen, die Deinen Alltag einschränken, kann die Einnahme von 5-HTP sinnvoll sein.

 

Bedenken bei der Einnahme von 5-HTP

Der Inhaltsstoff 5-HTP hat sehr viele Vorteile. Doch ist kein Inhaltsstoff perfekt. Ich will kurz auf die Mängel von 5-HTP eingehen, auch wenn diese im Vergleich mit den zahlreichen Vorteilen sehr gering sind. Im Vergleich mit 5-HTP kann die Aminosäure sehr leicht über die Ernährung gesteuert werden. Dazu isst man viele Lebensmittel wie Nüsse, Getreide, und Erdnüsse. Beim 5-HTP ist dies allerdings nicht der Fall. Der Stoff ist nämlich in den Lebensmitteln so gut wie gar nicht enthalten.

Weiterhin sollte man auch beachten, dass Antidepressiva mit 5-HTP interagieren. Die Einnahme von 5-HTP mit Antidepressiva lässt den Serotoninspiegel zu stark ansteigen. Dies verursacht schwerwiegende Nebenwirkungen. Es können Herzprobleme, Schüttelfrost und Ängste hervorgerufen werden. Daher sollte man bei der Einnahme von 5-HTP den Stoff nicht einnehmen, wenn während Antidepressiva eingenommen werden.

Eine Überdosierung könnte auch das Serotoninsyndrom auslösen. In diesem Fall wird dem Körper zu viel Serotonin zugeführt. Dadurch verspürt man eine Ruhelosigkeit, Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Schwitzen oder Zittern. Das Aufsuchen eines Arztes ist dann dringend zu empfehlen.

[su_note note_color=“#f49893″]Ein zu hoher Serotoninspiegel kann zu ernsthaften Schäden am Herz führen. Daher darf 5-HTP niemals überdosiert werden. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, nutze lieber L-Tryptophan anstatt 5-HTP. [/su_note]

 

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Es ist bekannt, dass 5-HTP mit zahlreichen Arzneimitteln unerwünschte Wechselwirkungen verursachen kann. Dies gilt insbesondere für Antidepressiva und die sogenannten „Triptane“, welche als Therapie bei Migräneerkrankungen eingenommen werden.

Wenn Du bereits Medikamente zu Dir nimmst, solltest Du die Einnahme von 5-HTP vorher mit einem Arzt abklären. Das gleiche gilt chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck.

Darüber hinaus sollten schwangere und noch stillende Mütter das natürliche Antidepressivum nicht zu sich nehmen. Dasselbe gilt auch für Kinder.

Ich würde Dir raten, Dich zusätzlich selbst gründlich zu informieren, da Du davon ausgehen kannst, dass die meisten Ärzte wenig bis keine Ahnung zum Thema Aminosäuren haben und im Zweifelsfall aus Unwissenheit sogar von der Einnahme abraten.

 

Der Zusammenhang von 5-HTP mit der Aminosäure L-Tryptophan

Auch die Aminosäure L-Tryptophan hat einen guten Ruf bekommen die Stimmung aufzuhellen. Der Inhaltsstoff wurde nicht nur für die Bekämpfung von Depressionen verwendet, sondern auch für die Förderung des Schlafes. Ein guter Serotoninspiegel hat nachts einen gesunden Melatoninspiegel zur Folge. Dies wiederum führte zu einem erholsamen und ungestörten Schlaf. Sicherlich kann jetzt die Vermutung entstehen, dass diese Aminosäure ebenfalls perfekt ist, um Depressionen zu bekämpfen. Allerdings hat 5-HTP gegenüber der Einnahme von L-Tryptophan einige Vorteile.

Was sind die Vorteile von 5-HTP gegenüber L-Tryptophan?

Unter 5-HTP versteht man die direkte Vorstufe des Serotonins. Bei der Aminosäure L-Tryptophan handelt es sich um die Vorstufe von 5-HTP. Hier ist schon der erste wichtige Vorteil von 5-HTP zu erkennen. Es wird ein wichtiger Schritt übersprungen, womit die Serotoninherstellung wesentlich vereinfach und beschleunigt wird. Es ist nämlich gerade der erste Schritt, der sehr kompliziert ist.

Die Umwandlung zu 5-HTP ist kompliziert

Die Umwandlung von L-Tryptophan zu 5-HTP ist nicht ganz so einfach. Es gibt viele Faktoren, welche die Umwandlung beeinträchtigen können. Wenn beispielsweise ein hoher Vitalstoffmangel, ein hoher Stresshormonspiegel oder starke Blutzuckerschwankung vorliegt, dann muss man mit zahlreichen Risikofaktoren rechnen, die eine einfache Serotoninbildung beeinträchtigen können.

Beförderung von L-Tryptophan ins Gehirn oft problematisch

Damit L-Tryptophan im Gehirn zu Serotonin umgewandelt werden kann, muss der Stoff zunächst einmal ins Gehirn transportiert werden. Hier fangen auch schon die ersten Probleme an. Die Aminosäure ist nämlich nicht die einzige Aminosäure, die ins Gehirn will. Es sind viele anderen Aminosäuren schneller, was die Beförderung in das Gehirn angeht. So ist es auch kein Wunder, dass die Aminosäure oftmals auf den letzten Plätzen endet und keinen Platz mehr bekommt.

Es gelangt mehr 5-HTP in den Körper als L-Tryptophan

Die Aminosäure L-Tryptophan ist leider nicht nur für die Bildung von Serotonin zuständig. In der Tat werden nur 3 Prozent der mit der Nahrung aufgenommenen Aminosäure in Serotonin umgewandelt. Im Vergleich ist der Anteil von 5-HTP weitaus höher. Problematisch ist auch, dass Serotonin nicht nur im Gehirn erforderlich ist, sondern auch gebraucht wird für die Gefäße und den Appetit. Somit ist ersichtlich, dass der größte Teil dieser geringen Menge an L-Tryptophan zur Bildung von Körperserotonin eingesetzt wird. Was die Bildung von dem Serotonin für das Gehirn angeht, so bleibt am Ende nicht so viel übrig.

Dagegen wird 5-HTP fast vollständig zu Serotonin umgewandelt

Man kann behaupten, dass fast 100 Prozent von 5-HTP in Serotonin umgewandelt wird. Dadurch erscheint die Einnahme von 5-HTP auch als sehr attraktiv. Es kann der Serotoninspiegel erhöht werden und Depressionen, Stimmungsschwankungen und Ängste vollständig verschwinden.

Die Vorteile von 5-HTP bei Depressionen und Angststörungen im Überblick

  • Renommierte Universitäten und Studien über drei Jahrzehnte bestätigen die Erhöhung des Serotonin-Spiegels
  • Im Vergleich zu Anti-Depressiva entstehen keine Nebenwirkungen
  • Depressionen können leichter behandelt werden
  • Mit 5-HTP kann die Schlafqualität verbessert werden
  • 5-HTP gilt als Nahrungsergänzungsmittel und erfordert kein Rezept. Somit kann es eigenverantwortlich ausprobiert werden.

Quellen